10 Fragen an Diana Amft
Ein Hotel muss nicht unbedingt teuer sein, damit man sich wohlfühlt
von Karoline Giokas- Sie sind seit vielen Jahren als Schauspielerin erfolgreich, schreiben Kinderbücher, starten nun musikalisch durch. Was treibt Sie an, immer wieder neue kreative Wege zu gehen?
Es macht mir unheimlich Spaß, mich in all diesen Bereichen auszuprobieren. Ich hatte das große Glück, dass meine Projekte bisher erfolgreich waren. Meine Kinderbuchreihe ist mittlerweile in 16 Ländern vertreten. Aber grundsätzlich ist mein Motto „Hauptsache, es macht Spaß – und macht ja nix, wenn’s auch erfolgreich wird“ (lacht). - Im Oktober kommt Ihr neuer Film „Der perfekte Urlaub“ in die Kinos. Welche Themen haben Sie daran gereizt?
Am meisten die Gesamtkonstellation. Ich liebe die Bücher von Bora Dagtekin, sie bieten eine riesige Spielwiese für Schauspieler. Nach Doctor’s Diary habe mich sehr gefreut, wieder mit ihm arbeiten zu dürfen, ebenso mit meinen Kollegen, die ich teils schon seit über zwanzig Jahren kenne. - Gemeinsam mit Kai Becker haben Sie Ihre erste eigene Single „Jemand wie du“ veröffentlicht. Wie hat sich dieser Schritt in die Musik angefühlt?
Ganz wunderbar. Ich bin im Laufe meiner Karriere oft mit Musik konfrontiert worden, durfte vor einigen Jahren z. B. die Hauptrolle in der Kino-Neuverfilmung „Im weißen Rössl – wehe du singst“ übernehmen. Jetzt die erste eigene Single zu veröffentlichen, ist nochmal was ganz Besonderes. Nicht nur im Studio, auch der Dreh zum Musikvideo auf Mallorca war eine klasse Zeit. - Was haben Sie durch die Zusammenarbeit mit Kai Becker musikalisch über sich selbst gelernt?
Wir haben schnell festgestellt, dass nicht nur unsere Stimmen sehr gut harmonieren, sondern wir auch menschlich und in unserer Leidenschaft zum Schlager. Die Ergänzung um den Produzenten Mathias Ramson hat das Ganze perfektioniert. Unser erster Song ist mehr als passend für uns, denn dann kam „Jemand wie er“ (lacht) - Gibt es einen gemeinsamen roten Faden in all diesen kreativen Ausdrucksformen von Film, Literatur und Musik?
Alle Bereiche erfordern eine gewisse Kreativität, haben aber ihren eigenen Reiz. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man ganz alleine irgendwo in Ruhe am neuen Buch arbeitet, vor großem Publikum singt oder am Set zum Dreh ist. Alles ist so besonders und ich bin dankbar, dass ich diese wundervollen Bereiche verbinden darf. - Welches Ihrer bisherigen Projekte hat Sie besonders geprägt?
Ich bin sehr stolz, dass die kleine Spinne Widerlich schon fünfzehn Jahre durch viele Kinderzimmer krabbeln darf. Bei meinen Lesungen freut es mich, wenn die Kinder Spaß daran haben. Sie sind das ehrlichste Publikum und meine größten Kritiker. Neulich lief aber im Lokal eines Freundes mein Lied und ein Pärchen tanzte dazu Disko-Fox – das hat mich bewegt. Der Dreh zu „Der perfekte Urlaub“ mit meinen Freunden machte auch viel Spaß. Hinter alledem steckt Disziplin und Arbeit. Wenn am Ende aber die Freude daran überwiegt, schätze ich mich sehr glücklich. - Ihr Einstieg in die Musikbranche wirkt sehr leicht und sommerlich. Welches Hotel löst bei Ihnen sofort dieses Urlaubsgefühl aus?
In dem Musikvideo checke ich in ein Iberostar ein, es hat zum gewünschten Sommerfeeling gepasst. Die Kette mag ich sehr, es gibt aber auch viele andere schöne Hotels. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt, ein Hotel muss dafür nicht teuer sein. Ich habe bereits in klitzekleinen Bed and Breakfasts übernachtet – mit toller Atmosphäre. - Welche kleinen Details begeistern Sie in einem Hotel?
Freundlichkeit. Zudem ist mir wichtig, dass es sauber und gepflegt ist, mit allem anderen kann man sich arrangieren. Wenn man dreht und abends nicht noch rausgehen möchte, ist es gut, wenn ein Restaurant angebunden ist. Wonach ich immer frage, ist ein Wasserkocher auf dem Zimmer. Dann kann ich mir auch nach einem Nachtdreh einen Tee oder morgens einen Kaffee machen. Wir werden ziemlich früh abgeholt. - Man sagt, die Kunst der Gastronomie liegt darin, Emotionen und Atmosphäre zu vermitteln. In welchem Restaurant fühlen Sie sich besonders wohl?
Da ist viel dran. Ich bin mit einigen Gastronomen befreundet und meiner Meinung nach lebt ein Lokal größtenteils von den Menschen, die es betreiben. Jeder kennt es: Wenn man sich im Lieblingsrestaurant treffen möchte, dieses aber nicht mehr mit dem Lokalnamen, sondern dem des Betreibers betitelt (lacht). - Ein gelungener Abend in einem Restaurant: Welche Musik gehört für Sie dazu?
Ich bin totaler Schlager-Fan, daher wäre das meine Musik. In meinem Freundeskreis einigen wir uns für unsere Kartenspiel-Abende immer auf Elvis Costello. Wenn ich ein Lied von ihm höre, denke ich an unsere Abende (lacht).
