10 Fragen an Marcus Mittermeier
Fotos: picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON

10 Fragen an Marcus Mittermeier

von Sebastian Bütow
Samstag, 18.09.2021
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  1. Die Zuschauer kennen Sie vor allem als Kriminaloberkommissar Harald Neuhauser aus der ZDF-Reihe »München Mord«. Seit 2014 sind zwölf Samstagabend-Krimis entstanden, die Quotenkurve zeigt nach oben. Die letzte Episode, »Der Letzte seiner Art«, sahen mehr als sieben Millionen. Was macht aus Ihrer Sicht den Charme dieser Reihe aus?
    Diese Filme haben einen eigenen Charakter, eine eigene Humorsprache. Neben der Krimi-story steht der Humor im Mittelpunkt. Ende September, Anfang Oktober drehen wir zwei weitere »München Mord«-Filme, eines der Drehbücher habe ich schon bekommen. Vorher steht aber noch eine Menge an, zum Beispiel Lese- und Kostümproben. So ein Projekt beginnt für mich nicht erst am ersten Drehtag.
  2. Der von Ihnen inszenierte Kinofilm »Muxmäuschenstill«, eine von Kritikern hochgelobte Mediensatire, war 2004 ein großer Überraschungserfolg. Mittlerweile sind Sie als Schauspieler erfolgreich. Wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Rollenwechsel, der ja sonst eher umgekehrt stattfindet?
    Als Regisseur zu arbeiten, hatte mich zu sehr vereinnahmt. Meine Filme waren damals stark unterfinanziert und sind daher unter sehr großen zeitlichen Investitionen zustande gekommen. Ich war in alles involviert – auch in die Produktion und Vermarktung. Das war sehr kraftraubend, ich brauchte etwas Abstand von der Regie. Es hat sich auch nichts mehr angeboten, für das sich dieser immense Aufwand noch einmal gelohnt hätte.
  3. Inwieweit hilft Ihnen Ihre Regie-Erfahrung heute als Schauspieler?
    Filmemachen ist ein multidimensionales Anwendungsgebiet. Zu der Schauspielerei kommen noch wahnsinnig viele andere Gewerke und Möglichkeiten, um eine Geschichte verdichten zu können. Wenn man das als Schauspieler weiß, kann einem das enorm weiterhelfen.
  4. Haben Sie einen Lieblingsfilm?
    »The Big Lebowski« von den Coen-Brüdern schaue ich mir tatsächlich immer wieder mal an. Was den Film so unglaublich macht, ist diese Leichtigkeit und dass alle Figuren so präzise gezeichnet sind. Er macht einfach in jeder Sekunde Spaß!
  5. Warum haben es Ihnen Komödien besonders angetan?
    Bei diesem Genre ist es nicht leicht, eine Handschrift zu finden, die sich gleichmäßig durch den Film zieht. Zudem ist Humor etwas total Subjektives. Richtig gute Komödien sind selten, weil es wahnsinnig schwierig ist, sie zu erschaffen. Beim Drama, bei der Tragik sind wir Menschen gleicher gepolt als beim Humor. Der eine findet dies lustig, der andere das. Wir sind uns aber einig, ob etwas traurig ist oder nicht.
  6. Wie sehr gefällt es Ihnen, bei Dreharbeiten länger im Hotel zu leben?
    Ich gehöre zu den Schauspielern, die dann weniger in Wohnungen und lieber in Hotels wohnen. Das Leben dort genieße ich sehr! Man muss sich nicht um den Haushalt kümmern oder einkaufen, morgens wird einem ein Frühstücksbüfett ausgebreitet und man kann sich bedienen, herrlich! Das ist ein großer
    Luxus dieses Berufs.
  7. Ist Ihnen ein Hotel besonders ans Herz gewachsen?
    Eines meiner Lieblingshotels ist das Altstadt-Hotel in Wien. Ein ganz schönes, sehr individuell geführtes Haus mit einer sehr individuellen Ausstattung, viel Kunst. Die Zimmer sind so unique eingerichtet, dass ich mich immer freue, wenn ich ein anderes Zimmer bekomme. Weil die Einrichtung immer wieder überraschend ist!
  8. Wo gehen Sie gerne essen? Oder trinken?
    Ich bin ein riesiger Fan der Münchner Biergärten!
  9. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne mal einen Drink an einer Hotelbar nehmen?
    Barack Obama fände ich schon cool. Er ist ein unfassbar kluger und trotzdem lockerer Mensch. Er hat sicherlich nicht alles richtig gemacht, aber ich habe ihn dafür bewundert, welche Vision er aufgestellt hat.
  10. Das Leben ist zu kurz, um …
    … sich über morgen Gedanken zu machen.

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