Frank Schwarz Gastro Group hält an Ausbildung fest
Die Frank Schwarz Gastro Group (FSGG) setzt auch 2026 auf die duale Ausbildung. Sechs neue Nachwuchskräfte starten in diesem Jahr in der „FSGG-Talentschmiede“ des Duisburger Familienunternehmens. Damit will die Gruppe trotz steigender Kosten, zunehmender Bürokratie, Fachkräftemangel und angespannter wirtschaftlicher Lage weiter in den eigenen Nachwuchs investieren.
„Gerade wenn die wirtschaftliche Lage alles andere als berauschend ist, dürfen wir bei der nächsten Generation nicht sparen“, sagt Unternehmer Frank Schwarz. „Wer heute aus wirtschaftlicher Unsicherheit nicht ausbildet, darf sich morgen über fehlende Fachkräfte nicht wundern.“
„Ausbildung ist gelebte Marktwirtschaft“
Für Schwarz ist die duale Ausbildung weit mehr als ein Instrument zur Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses. Sie sei eine der großen Stärken der deutschen Sozialen Marktwirtschaft: Unternehmen übernehmen Verantwortung, investieren Zeit, Geld und Know-how und geben jungen Menschen dafür eine konkrete berufliche Perspektive.
„Ausbildung ist gelebte Marktwirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung zugleich. Sie bringt junge Menschen in Beschäftigung, schafft Aufstiegschancen und wirkt Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit entgegen. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Wissen, Handwerk und unternehmerische Kompetenz an die nächste Generation weitergegeben werden.“
Forderung nach besseren Rahmenbedingungen
Allerdings brauche es dafür auch politische Rahmenbedingungen, die Ausbildungsbetriebe stärken statt zusätzlich belasten. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen müssten wieder mehr Freiraum bekommen, sich um das zu kümmern, was ihre eigentliche Aufgabe sei: ausbilden, beschäftigen, investieren und wirtschaften.
„Wir können nicht auf der einen Seite über Fachkräftemangel klagen und auf der anderen Seite diejenigen Unternehmen mit immer neuen Auflagen, Kosten und bürokratischen Anforderungen belasten, die jeden Morgen ganz praktisch etwas dagegen tun“, betont Schwarz. „Wer Ausbildung will, muss Ausbildungsbetriebe stärken. Das ist für mich keine Frage von Sonntagsreden, sondern eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit.“
Dabei sieht Schwarz auch die Branche selbst in der Verantwortung. Die gastgewerblichen Berufe hätten jungen Menschen viel zu bieten: Teamarbeit, Kreativität, handwerkliches Können, Internationalität, Verantwortung und vielfältige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.
„Wir müssen jungen Menschen wieder vermitteln, dass eine duale Ausbildung keine zweite Wahl gegenüber einem Studium ist. Ein guter Berufsabschluss ist ein starkes Fundament für ein selbstbestimmtes Leben – und kann der Beginn einer großartigen Karriere sein. Unser Land braucht nicht nur Akademiker. Es braucht genauso Köche, Veranstaltungskaufleute, Bäcker, Handwerker, Techniker und viele andere hervorragend ausgebildete Fachkräfte.“
„Genau so entsteht Zukunft“
Deshalb bildet die Frank Schwarz Gastro Group auch 2026 weiter aus. Sara, Fanienne, Damien, Lukas, Dufran und Yanka verstärken das Nachwuchsteam des Duisburger Unternehmens. Ausgebildet wird unter anderem in den Bereichen Küche und Veranstaltungskaufleute.
Gemeinsam mit seiner Frau Christine Schwarz, Küchendirektor Roger Achterath, der FSGG-Geschäftsführung um Sven Schwarz und Branko Cucic, den Ausbildern sowie dem gesamten Team begrüßt Frank Schwarz die neuen Kollegen. Eine besondere Rolle übernehmen dabei die Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres, die ihre neuen Kollegen beim Einstieg begleiten.
„Darauf bin ich besonders stolz“, sagt Schwarz. „Aus den jungen Menschen, die wir vor ein oder zwei Jahren selbst begrüßt haben, werden plötzlich diejenigen, die den Neuen Sicherheit geben, Erfahrungen weiterreichen und Verantwortung übernehmen. Genau so funktioniert Ausbildung – und genau so entsteht Zukunft.“
„Ausbildung bleibt Zukunft. Gerade jetzt.“
Für die FSGG bedeutet Ausbildung nach eigenen Angaben deshalb weit mehr als die Vermittlung eines Berufsbildes. Es gehe darum, Talente zu entdecken, Wissen weiterzugeben, Leistungsbereitschaft zu fördern, Vertrauen zu schenken und jungen Menschen zu zeigen, dass sich Einsatz lohnt.
Schwarz richtet deshalb auch einen Appell an Wirtschaft und Politik: „Wir Unternehmer dürfen trotz schwieriger Zeiten nicht aufhören, jungen Menschen Chancen zu geben. Aber genauso muss die Politik dafür sorgen, dass diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen und Ausbildung finanzieren, wieder mehr Rückenwind bekommen. Eine starke Wirtschaft, eine starke duale Ausbildung und eine selbstbewusste junge Generation gehören zusammen.“
Und er ergänzt: „Jeder Ausbildungsplatz ist eine Investition – nicht nur für unsere Unternehmen, sondern in unsere Gesellschaft und in die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Wir jedenfalls lassen nicht locker. Wir bilden weiter aus. Aus Überzeugung.“
(Frank Schwarz Gastro Group/SAKL)