Ausbildung & Karriere

McDonald’s rekrutiert Azubis über Alexa

Für viele potentielle Mitarbeiter sind Bewerbungsschreiben eine nervtötende und zeitraubende Belastungsprobe. McDonald’s will dem entgegentreten und lässt Bewerbungsgespräche ab sofort auch von Alexa & Co. durchführen.

Freitag, 27.09.2019, 10:18 Uhr, Autor: Thomas Hack
Drei Azubis an einem Tisch

Bewerbungen gemütlich zu Hause über Alexa & Co. durchführen – dies ist nun bei den ersten McDonald’s-Filialen möglich. (© metamorworks/Fotolia)

Seitenlange Bewerbungen schreiben könnte bald der Vergangenheit angehören – zumindest bei den ersten US-amerikanischen McDonald’s-Filialen. Der Fast-Food-Riese entdeckt zunehmend die Möglichkeiten der Digitalisierung und neuen Technologien, wovon jetzt auch junge Menschen profitieren, die einen Job oder eine Ausbildung in der Systemgastronomie anstreben. „Apply Thru“ soll laut „pcwelt“ die Initiative heißen, mit der sich alle interessierten Nutzer über die Sprachassistenten Alexa und Google Assistent bei McDonald’s bewerben können. Bei Aktivierung führen diese beiden Geräte quasi ein echtes Bewerbungsgespräch, wobei der Anwärter auf unterschiedlichste Fragen antworten muss. Anschließend wird auf der Basis der Antworten automatisch ein Fließtext erstellt, der die eigentliche Bewerbung darstellt. Über einen Link kann diese vom Bewerber noch verfeinert und vervollständigt werden. Das Ganze wird schließlich auf elektronischem Wege direkt an McDonald’s übermittelt.

Alexa, Drohnen, Roboter

McDonald’s hat in letzter Zeit zahlreiche Anstrengungen unternommen, sich durch unterschiedliche Digitalisierungsmaßnahmen bei der jüngeren Generation neu zu positionieren. So etwa wurde auch ein Kooperationsvertrag mit Uber Eats geschlossen, um zukünftig Bestellungen per Drohne an die Kunden ausliefern zu können. Darüber hinaus werden gerade Techniken getestet, inwieweit die Küchenmitarbeiter durch Roboter ersetzt werden und Bestellungen am Drive-In über automatische Spracherkennung erfolgen können. Ob „Apply Thru“ bei potentiellen Bewerbern ankommen wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. (pcwelt.de/TH)

 

 

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