Covid-19

Gewerkschaft kritisiert längere Ladenöffnungszeiten

Einkaufwagen
Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die geänderten Ladenöffnungszeiten. Es fehle nicht an Zeit zum Einkaufen. (Foto: ©Benjamin Nolte/stock.adobe.com)
Aufgrund der Corona-Krise wurden die Öffnungszeiten für Geschäfte des täglichen Bedarfs geändert. Verdi kritisiert dieses Vorgehen scharf.
Montag, 16.03.2020, 11:59 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Nachdem in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde stellt Ministerpräsident Markus Söder (CDU) einen Maßnahmenkatalog vor, der unter anderem geänderte Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien und Tierhandlungen vorsieht. Geschäfte für den Alltagsbedarf dürfen demnach werktags bis 22 Uhr und an den Sonntagen von 12 bis 18 Uhr geöffnet haben. Das Vorgehen wird jedoch von der Gewerkschaft Verdi scharf kritisiert: Sie sieht die Gesundheit der Beschäftigten im bayerischen Lebensmitteleinzelhandel durch die Auswirkungen des Coronavirus in Gefahr.

Vielfach fehle hygienischer Schutz, die Arbeitsbelastung sei extrem hoch, so Hubert Thiermeyer von Verdi Bayern: „Und nun sollen auch noch Ladenöffnungszeiten ausgeweitet werden.“ In den Augen der Gewerkschaft ist dies der falsche Schritt: „Weitere Belastungen durch unnötige Öffnungszeiten gefährden die gesamte Personalbesetzung und damit die Grundversorgung unserer Bevölkerung“, kritisiert Thiermeyer. Es fehle nicht an Zeit zum Einkaufen.

Die Beschäftigten im Lebensmitteleinzel- und -großhandel leisteten derzeit Übermenschliches, betonte Thiermeyer. „Dabei fühlen sie sich von ihren Arbeitgebern und der Politik vielfach im Stich gelassen. Die extremen Belastungen zehren an der Gesundheit und am Immunsystem der Beschäftigten, was sie zusätzlich angreifbar macht für eine Ansteckung durch den Coronavirus.“ Verdi fordert daher hygienische Schutzmaßnahmen an der Kasse, klare Abstandsregelungen für Kunden und sinnvolle Entlastungsmaßnahmen für die Beschäftigten.

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Unilever
Einigung
Einigung

Mega-Deal zwischen Unilever und McCormick steht

Die Verhandlungen sind abgeschlossen, der Deal steht: Unilever und McCormick sind zu einer Einigung gekommen. Das Lebensmittelgeschäft des Konsumgütergiganten wird mit dem US-Gewürzhersteller zusammengelegt. Der milliardenschwere Deal soll einen globalen Marktführer für Gewürze schaffen und den Konzern strategisch neu ausrichten.
Unilever
Strategiewechsel
Strategiewechsel

Unilever verhängt Einstellungsstopp und plant Milliarden-Deal

Der Konsumgütergigant hinter Marken wie Knorr und Pfanni stoppt Neueinstellungen und plant einen Mega-Deal mit dem US-Gewürzhersteller McCormick. Damit richtet sich Unilever neu aus.
Unilever
Strategische Neuausrichtung
Strategische Neuausrichtung

Mega-Deal: Unilever prüft Verkauf seiner Lebensmittelsparte

Möglicher Mega-Deal in der Konsumgüterbranche: Unilever verhandelt derzeit über den Verkauf seiner Lebensmittelsparte – mit möglichen Auswirkungen auf Marken wie Knorr und Hellmann’s.
Zwei Köche prüfen frische Lebensmittel in einer Restaurantküche.
Wertschätzung
Wertschätzung

CDU-Ministerin hält Lebensmittel für zu günstig – Dehoga sieht wenig Spielraum

Landesagrarministerin Christine Schneider findet, dass Lebensmittel in Deutschland zu günstig sind und fordert mehr Wertschätzung für regionale Produkte. Diese Forderung trifft auf eine angespannte Realität im Gastgewerbe.
Hotel Adlon
Gesellschaftervotum
Gesellschaftervotum

Hotel Adlon: Verkauf vorerst gescheitert

Das Berliner Luxushotel kann vorerst nicht verkauft werden: Bei der Abstimmung unter den Gesellschaftern reichte die Zustimmung nicht aus. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne dennoch weiterverfolgen.
B&B Hotel Memmingen
Sale-&-Leaseback
Sale-&-Leaseback

B&B Hotels verkaufen selbst entwickeltes Hotel

Mit dem B&B Hotel Memmingen hat die Gruppe erstmals seit zehn Jahren wieder einen Hotelneubau selbst als Investor und Bauherr entwickelt. Nun verkauft sie die Immobilie und mietet sie langfristig zurück. Damit soll Kapital für weiteres Wachstum freiwerden.
Hotel Adlon
Kritik
Kritik

Adlon-Verkauf stößt auf Widerstand bei Gesellschaftern

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden – dafür ist jedoch die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter nötig. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.
Essen zum Mitnehmen wird an der Theke überreicht
Regulierung
Regulierung

Neue EU-Verpackungsregeln: Was jetzt gilt

Neue EU-Vorgaben nehmen Lebensmittelverpackungen mit sogenannten PFAS ins Visier. Was die Regeln jetzt für Gastronomen bedeuten – und welche weiteren Änderungen bereits anstehen.
Hotel Adlon Kempinski Berlin
Verkaufspläne bestätigt
Verkaufspläne bestätigt

Hotel Adlon soll für mindestens 280 Millionen Euro verkauft werden

Das Berliner Luxushotel könnte einen neuen Eigentümer bekommen. Die Jagdfeld Gruppe hat die Verkaufsabsicht gegenüber HOGAPAGE bestätigt. Zunächst müssen jedoch die Anleger des Eigentümerfonds zustimmen.