Wegen Überforderung:

Restaurant feuert Roboter

Ein Roboter in entspannter Pose hält einen köstlichen Burger hoch
Der Gastro-Roboter Flippy war zwar kein Müßiggänger, doch die vielen Hamburger des Lokals schienen ihn restlos überfordert zu haben. (©Julien Tromeur/Fotolia)
Der mechanische Küchenhelfer Flippy hat in der US-Burgerkette Cali Burger auf ganzer Linie versagt. Nicht nur wegen seines rüpelhaften Umgangs mit Salat haben ihn die Restaurantbetreiber jetzt vom Dienst suspendiert.
Dienstag, 20.03.2018, 11:43 Uhr, Autor: Thomas Hack

Wie das Manager-Magazin und die Zeitung US Today berichteten, hatte die US-Burgerkette erst vor kurzem einen recht ungewöhnlichen Mitarbeiter eingestellt – einen Roboter namens Flippy, der vom Unternehmen Miso Robotics hergestellt wurde. Der fleißige Blechkamerad musste seinen Dienst als Burgerkoch antreten und all diejenigen Handgriffe verrichten, für die auch menschliche Mitarbeiter bezahlt werden: Bestellungen aufnehmen, Burgerpatties braten, Weizenbuns belegen. Die Restaurantkette hätte sich damit eine Menge Zeit und Geld gespart, hätte Flippy doch in einer einzigen Stunde ganze 50 Angestellte ersetzen können. Doch die Rechnung wurde leider ohne den eigensinnigen Roboter gemacht…

Der Grund für die aufgetretene Misere: Flippy hätte dem US-Bericht zufolge hundsmiserabel mit seinen menschlichen Kollegen zusammengearbeitet und wäre als Burgergriller restlos überfordert gewesen. Insbesondere beim Umgang mit Salat hätte die Maschine offensichtlich eine gewisse digitale Rüpelhaftigkeit an den Tag gelegt. Immerhin hätte sich Flippy wenigstens als fleißige Spül- und Reinigungskraft bewährt, hieß es weiter.

„Es geht ums Timing“, soll Cali-Technik-Chef Anthony Lomelino gegenüber US Today bezüglich des Roboterversagens erläutert haben, „Alle müssen ihren Arbeitsrhythmus an Flippy ausrichten.“ In einer rein menschlichen Gruppe hingegen würden die Mitarbeiter immer miteinander reden und auf diese Weise die Arbeitsgeschwindigkeit aufeinander abstimmen. (manager-magazin.de/TH)

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