Studie

So (un)zuverlässig sind deutsche Flughäfen

Eine junge Frau sitzt mit ihrem Koffer gelangweilt in einer Wartehalle am Flughafen
Mehr als 500 mal täglich heißt es an deutschen Flughäfen „Abwarten und Teetrinken“. (©Ekaterina Pokrovsky)
AirHelp analysierte verspätete und ausgefallene Flüge im Gesamtjahr 2017. Bei nahezu jedem dritten Start von Berlin-Tegel aus gab es Probleme. 
Freitag, 16.02.2018, 11:01 Uhr, Autor: Thomas Hack

Eine umfangreiche Studie hat nun ans Tageslicht gebracht: Deutschlandweit starteten 2017 im Schnitt mehr als 500 Passagierflüge nicht nach Plan – pro Tag wohlgemerkt. Doch an welchem deutschen Flughafen gab es im letzten Jahr die meisten Flugverspätungen und -ausfälle? Das weltweit führende Fluggasthelfer-Portal AirHelp hat den Flugverkehr an den 13 größten deutschen Flughäfen im Gesamtjahr 2017 analysiert und stellte fest: Die meisten Startprobleme gab es in Berlin-Tegel, die wenigsten in Hannover.

Insgesamt 29 Prozent der Berliner Flüge starteten im Gesamtjahr 2017 unplanmäßig. Damit verzeichnete der Flughafen die schlechtesten Pünktlichkeitswerte der 13 größten deutschen Flughäfen. Auch in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und München starteten jeweils mehr als 23 Prozent aller Flüge verspätet oder fielen komplett aus. Die fünf deutschen Flughäfen mit dem höchsten Flugaufkommen im letzten Jahr hatten demnach auch die meisten Flugprobleme.

Flughafen Hannover erhält die Bestnote
Die wenigsten unplanmäßigen Flugbewegungen gab es der Untersuchung zufolge am Flughafen Hannover-Langenhagen. Hier hoben nur knapp 15,2 Prozent aller Flüge verspätet ab oder fielen aus. Auch die Flughäfen Bremen, Stuttgart, Leipzig/Halle und Dresden verzeichneten vergleichsweise gute Pünktlichkeitswerte. An jedem dieser Flughäfen starteten 2017 mehr als 81 Prozent aller Flüge pünktlich.

AirHelp: Entschädigungen bis 600 Euro möglich
Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Allein aus dem Jahr 2017 steht deutschen Fluggästen eine finanzielle Entschädigung von insgesamt rund 430 Millionen Euro zu. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich dabei aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch auch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. (ots/TH)

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