Digitaltechnik

McDonald’s führt Smartphone-Bestellungen ein

Ein Big Mac von McDonald’s neben einem Smartphone
„Die Kasse ist eher ein Arbeitsplatz der Vergangenheit“, ließ der fürs Digitalgeschäft zuständige McDonald’s-Manager Nicolas von Sobbe zu den neuen Plänen des Fast-Food-Riesen verlauten. (© pixabay/Deno/Fotolia/Montage: Thomas Hack)
Nach erfolgreichem Einsatz in US-Restaurants soll im Laufe des nächsten Jahres in 900 deutschen Filialen der Burgerkette das Handy zum Bestellen und Bezahlen verwendet werden können.
Donnerstag, 22.11.2018, 11:49 Uhr, Autor: Thomas Hack

Nach dem erfolgreichen Start im US-amerikanischen Markt möchte die Burgerkette McDonald’s nun auch in Deutschland per Smartphone bestellen und bezahlen lassen. Im Laufe des kommenden Jahres soll es das Angebot in 900 der deutschlandweit knapp 1.500 Filialen geben, was dem Unternehmen im stark umkämpften Fast-Food-Geschäft neue Kunden bringen soll. „Wir glauben, dass 2021 jeder fünfte Gast digital sein wird“, ließ Deutschland-Chef Holger Beeck dieser Tage dazu verlauten. Bestell-Apps mit Bezahlfunktion sind im gastronomischen Bereich bisher insbesondere bei Lieferdiensten üblich. Zukünftig nicht mehr an einer Schlange vor der Kasse stehen zu müssen, das Essen am Tisch bestellen zu können und sich dort bedienen zu lassen, soll McDonald’s attraktiver machen. „Die Kasse ist eher ein Arbeitsplatz der Vergangenheit“, kommentiert der fürs Digitalgeschäft zuständige Manager Nicolas von Sobbe dazu. Ganz abgeschafft werden sollen McDonald’s zufolge die traditionellen Kassen jedoch nicht: „Zwang bei Gästen geht nicht“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung.

Anders als Konkurrent Burger King habe McDonald’s keine Ambitionen, in Deutschland mehrere hundert neue Filialen zu eröffnen, hieß im Rahmen dieser Bekanntmachung weiter. „Mein Bestreben ist, auf bestehender Fläche zu wachsen“, erläuterte dazu Deutschland-Chef Beeck. Neue Restaurants sollen zwar dazukommen, doch der Umfang werde wohl in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Gleichzeitig plane der Fast-Food-Riese, auch sieben bis zehn Filialen pro Jahr zu schließen, die sich vor allem in teuren innerstädtischen Lagen angesiedelt hatten. Genaue Zahlen für sein Deutschlandgeschäft veröffentlichte McDonald’s zwar nicht, Beeck ließ aber verkünden, dass 2018 ein „Top-Jahr“ gewesen sei. Die Kette sei im vierten Jahr in Folge auf bestehender Fläche gewachsen, was unterm Strich bedeute, dass die Umsätze auch ohne Berücksichtigung neuer Filialen zulegen würden.

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