Spirituosen

Brennereien profitieren von der „Ginaissance“

Die Renaissance des Gin hält ungebrochen an, sodass trotz Corona alleine die Zahl der britischen Brennereien um mehr als 100 gewachsen ist. Die Absatzmenge hat sich in den letzten vier Jahren sogar verdoppelt.

Mittwoch, 10.02.2021, 08:17 Uhr, Autor: Thomas Hack
Gin-Gläser an einer Bar

Gin boomt weiter: Alleine in Großbritannien gaben 2020 die Verbraucher erstmals umgerechnet mehr als 1,14 Mrd Euro für Gin aus. (©weyo/stock.adobe.com)

Positive Nachrichten mitten in der Corona-Krise: Alleine in Großbritannien hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Brennereien um mehr als 100 vergrößert. Die Anzahl sei um 28 Prozent auf mehr als 560 gestiegen, ließ der Branchenverband Wine and Spirit Trade Association (WSTA) dieser Tage dazu verlauten. Damit habe sich die Menge in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. „Mutige Investoren haben beschlossen, trotz der Einschränkungen der Pandemie und der Schließung des Gastgewerbes den Sprung zu wagen und neue Unternehmen im ganzen Land zu eröffnen“, betonte der WSTA.

„Eine positive Geschichte in der Finsternis von 2020“

Der Grund für diesen Boom ist die sogenannte „Ginaissance“: Das Interesse an Gin ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2020 gaben die Menschen alleine in Großbritannien umgerechnet erstmals mehr als 1,14 Mrd Euro für Gin aus. „Das schnelle Wachstum der Ginverkäufe hat dazu beigetragen, neue Wege in der Spirituosenherstellung zu finanzieren“, so der Verband. „Es ist herzerwärmend, eine positive Geschichte in der Finsternis von 2020 zu finden“, ließ Verbandschef Miles Beale dazu verlauten.

„Mehrwertsteuersenkung auf alkoholische Getränke erweitern“

Im größten Landesteil England wurden erstmals mehr als 300 Brennereien gezählt, doch sei das vergangene Jahr das schwierigste Jahr für so viele britische Betriebe gewesen, meist kleine, unabhängige Unternehmen. Der Verband forderte die Regierung auf, Zölle zu verringern und die Mehrwertsteuersenkung für das Gastgewerbe auf alkoholische Getränke zu erweitern. Wegen der Corona-Pandemie und mehreren Lockdowns mit weitreichenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind landesweit Gaststätten und Kneipen seit Monaten geschlossen.  (dpa/TH)

 

 

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