Auszeichnung

Gault Millau ehrt Heinz Heiler

Nach zwei „Wein-Oskars“ und vielen anderen Auszeichnungen würdigt nun auch der Gault Millau den Winzer Heinz Heiler als „Vordenker des ökologischen Weinbaus“. Der Geschäftsmann hat zwei Traditionsweingüter übernommen und dabei die Produktion auf Biodynamik umgestellt.

Donnerstag, 14.07.2022, 13:05 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Heinz Heiler und Gault Millau-Auszeichnung

Heinz Heiler (rechts) ist vom Gault Millau als „Vordenker des ökologischen Weinbaus“ geehrt worden. (Fotos: © Heitlinger Genusswelten)

Der Gault & Millau, zeichnete jetzt Heinz Heiler im Genussguide Baden-Württemberg als „Vordenker des ökologischen Weinbaus“ aus. Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Weingüter im Fokus stehen und mit Auszeichnungen überschüttet wurden, wie es viele Urkunden belegen.

Der 1940 in einer der bekanntesten badischen Weinregionen, im Kraichgau, geborene Geschäftsmann hatte nach einer erfolgreichen Karriere als Immobilienhändler, Bauunternehmer und Mitgründer der Hotelkette „Motel One“ Anfang der 2000er Jahre zwei Traditionsweingüter, erst Heitlinger und dann Burg Ravensburg, übernommen und zum Erfolg geführt. Dabei sorgte er dafür, dass die Produktion auf Biodynamik umgestellt wurde.

Mittlerweile gehören Heitlinger und Burg Ravensburg mit insgesamt 140 Hektar zu den besten Lagen des Kraichgaus rund um Tiefenbach und Sulzfeld sowie zu den größten und erfolgreichsten Bio-Weingütern in Deutschland. Beide sind Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), dem nur rund 200 der besten Weingüter Deutschland angehören.

HK3 – ein Riesling, den es in der Weinszene bisher noch nicht gegeben hatte

Ein ganz besonderer Coup ist dem Weingut Burg Ravensburg mit dem HK 3 gelungen. Vor etwa zehn Jahren entstand die Idee für einen Riesling, den es in der Weinszene bisher noch nicht gegeben hatte. Aus den besten Rieslinglagen, der Husarenkappe, sollte ein ganz besonderer Wein entstehen, bei dem Reife eine wichtige Rolle spielt, der Jahrgang in den Hintergrund rückt und das charakteristische Terroir dieser Großen Gewächs-Lage ganz klar im Mittelpunkt steht.

Für den HK3 wurde die Husarenkappe im Edelstahltank spontanvergoren, mitsamt der weineigenen Hefe in Champagnerflaschen gefüllt und mit Kronenkorken verschlossen. Auf der Hefe altert der Wein nicht, sondern er reift – und bekommt einen besonderen Schmelz. Bei der Verkostung der jahrelang mit der eigenen Hefe in der Flasche gereiften Weine wurde entschieden, drei großartige Jahrgänge miteinander zu vermählen, zur Hälfte mit 2011 und zu je einem Viertel mit 2015 und 2016.

Dieser besondere Wein erhielt spontan hohe Auszeichnungen wie zum Beispiel eine Wertung von 96 Punkten in Robert Parker’s the Wine Advocate. Darüber hinaus wurde der HK3 zum deutschen „Riesling des Jahres“ gekürt.

Auch andere Weine erhielten hohe Parker-Wertungen, wie z. B. 2017 Husarenkappe Riesling (92 Punkte), 2011 Husarenkappe Riesling (93 Punkte) sowie 2011 Dicker Franz Blaufränkisch (93 Punkte). Von HK3 wurden nur 1.400 Flaschen produziert.

(Heitlinger Genusswelten/SAKL)

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