Weinlese

Auch badische Weinbauern voller Zuversicht

Weinliebhaber dürfen sich den Badischen Winzern zufolge auf den Jahrgang 2020 freuen. Zwischen Tauberfranken und dem Markgräflerland wird eine gute Qualität und Menge erwartet.

Freitag, 04.09.2020, 08:14 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Winzerin bei der Weinlese

Trotz Absatzprobleme aufgrund der Corona-Krise haben die Winzer einen Grund, sich zu freuen. (©karepa/stock.adobe.com)

Das Jahr 2020 war ein gutes Jahr – zumindest aus der Sicht der badischen Winzer: Der badische Wein hat sowohl ausreichend Sonne als auch Regen und Frühlingsfrost abkommen, was die Winzer auf einen guten Jahrgang hoffen lässt. Landwirtschaftsminister Peter Hauk jedenfalls ist voller Zuversicht: „Die Qualität des 2020er Weinjahrgangs wird kaum Wünsche offenlassen. Die Winzer haben im Jahr 2020 unter erschwerten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet.“ Die erste Lese für den Federweißen habe bereits am 10. August begonnen und damit so früh wie nie zuvor, teilte der Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbands, Peter Wohlfahrth mit. Die Lese frühreifer Rebsorten laufe, die Hauptlese starte am 7. September.

Absatzminus bei Glühwein erwartet

Wohlfarth rechnet damit, dass der Jahrgang 2020 bei der Qualität zwischen 2018 und 2019 liegen werde. Die erwartete Ernte von 75 bis 80 Hektoliter je Hektar fällt geringer aus als 2018 mit 96,4 hl/ha. Im vergangenen Jahr waren es 79,5 hl/ha. Nach dessen Angaben erschwert die Corona-Pandemie jedoch den Weinabsatz. Zwar werde über den Handel mehr verkauft. Es fehle aber Umsatz in der Gastronomie und auf Festen. Auch drohe ein Absatzminus beim Glühwein, wenn Weihnachtsmärkte nicht öffnen können. Die Corona-Krise sei unerwartet und plötzlich aufgetreten, aber Bundes- und Landesregierung hätten schnell mit einem Soforthilfeprogramm für die Land- und Forstwirtschaft reagiert, teilte Hauk mit. „Finanzhilfen sind das eine, aber Geld allein kann auch nicht alle Probleme lösen.“ Das habe etwa die Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften betroffen. Die Branche sei jetzt gefordert, Hygienekonzepte umzusetzen. (lsw/TH)

 

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