Brauchtum

Deutsche Weinkönigin: Männliche Bewerber sind „ermutigend“

Anna Zenz mit Krone und Blumenstrauß auf der Bühne
Anna Zenz ist die 77. Deutsche Weinkönigin. (Foto: © picture alliance/dpa | Hannes P Albert)
Erstmals seit Jahrzehnten kam im vergangenen Jahr ein Mann ins Finale um den traditionsreichen Titel. Dieser Entwicklung kann die obere Botschafterin der Weinbranche viel abgewinnen.
Freitag, 02.01.2026, 08:57 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Deutschlands Weinkönigin Anna Zenz (24) hat die zunehmende Zahl männlicher Bewerber bei Wahlen um eine Weinkrone als „positiv und ermutigend“ bezeichnet. „Die Entwicklung zeigt, dass Weinbegeisterung, Fachwissen und Engagement heute unabhängig vom Geschlecht wahrgenommen werden“, sagte Zenz der Deutschen Presse-Agentur. Jeder bringe seine ganz eigenen Perspektiven und Stärken mit ein.

Sie ergänzt: „Entscheidend sollte immer die Persönlichkeit, die Kompetenz und die Leidenschaft für den deutschen Wein sein. Die Öffnung der Wettbewerbe macht diese zeitgemäß und spiegelt die Vielfalt unserer Branche wider.“

Weinbranche vor großen Herausforderungen

Zenz war im September 2025 im pfälzischen Neustadt/Weinstraße zur 77. Deutschen Weinkönigin gewählt worden und vertritt ein Jahr lang rund 15.000 Winzer. Am Sonntag (4.1.) ist die studierte Betriebswirtin aus dem Anbaugebiet Mosel 100 Tage im Amt.

Die Weinbranche stehe vor großen Herausforderungen, sagte Zenz. „Veränderte Konsumgewohnheiten, steigende Kosten und der Klimawandel verlangen Anpassungsfähigkeit.“ Gleichzeitig erlebe sie eine sehr innovative und engagierte Weinwirtschaft. „Themen wie Qualität, Nachhaltigkeit, Herkunft und bewusster Genuss gewinnen an Bedeutung“, meinte sie. Die Branche betrachte die Herausforderungen auch als Chance, sich neu aufzustellen.

Die ersten 100 Tage im Amt nannte die Weinkönigin „sehr bereichernd und ereignisreich“. Besonders begeistert habe sie die Bandbreite der Aufgaben und Begegnungen – von politischen Gesprächen über Fachveranstaltungen bis zum direkten Austausch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern.

(dpa/SAHO)

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