Wettbewerb

Fränkische Weinmajestät bleibt weiblich

Angelina Seiler sitzt nach ihrer Wahl zur Fränkischen Weinkönigin vor ihrer Vorgängerin Antonia Kraiß auf der Bühne.
Angelina Seiler wurde von ihrer Vorgängerin Antonia Kraiß zur Fränkischen Weinkönigin gekrönt. (Foto: © picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand)
Die Wahl zur Fränkischen Weinkönigin ist seit 1950 Brauchtum und läuft jedes Jahr fast identisch ab. Dieses Jahr hätte es zwar eine Besonderheit geben können, dennoch bleibt auch im kommenden Jahr vieles beim Alten.
Montag, 16.03.2026, 11:34 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Das Amt der Fränkischen Weinhoheit bleibt bei einer Frau. Die 21-jährige Angelina Seiler aus Stammheim (Landkreis Schweinfurt) ist als 68. Fränkische Weinkönigin gewählt worden. Damit setzte sie sich gegen zwei Mitbewerberinnen und erstmals auch einen männlichen Bewerber durch.

Seiler ist Weinprinzessin und studiert an der TH Würzburg-Schweinfurt „Digitale Gesellschaft“. Mit der Wahl verabschiedete sich die bisherige Fränlische Weinkönigin Antonia Kraiß. 

Bei der Veranstaltung in Bad Kissingen mit hunderten Gästen im Saal mussten die Bewerberinnen und der Bewerber nicht nur ihr Wissen rund um den Wein zur Schau stellen, sondern auch Einblicke in ihre Persönlichkeit geben. Sie beantworteten etwa die Fragen, welche Gerichte gut zu welcher Weinsorte passen oder was Franken von anderen Weinregionen unterscheidet. 

Stichwahl nötig

Über die Wahl entschied eine Jury. Im ersten Wahldurchgang hatte Seiler nicht die absolute Mehrheit der Stimmen bekommen. Daher gab es eine Stichwahl zwischen ihr und der 22-jährigen Lisa Faber aus Obernbreit (Landkreis Kitzingen). 

Nicht in die Stichwahl gekommen war der 23-jährige Maximilian Lang aus Hüttenheim (Landkreis Kitzingen). Dass es erstmals auch einen männlichen Bewerber auf das Amt gab, hatte für öffentliches Aufsehen gesorgt.

Wahl Brauchtum seit 1950

Die Fränkische Weinkönigin wird seit 1950 gekürt. Sie vertritt die Weinbranche auf gesellschaftlichen Terminen wie Weinfesten, in der Faschingssendung „Fastnacht in Franken“ und bei Treffen mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Franken ist mit gut 6.000 Hektar Anbaufläche das wichtigste Weinanbaugebiet in Bayern.

(dpa/SAKL)

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