Rheinland-Pfalz

Weißweine liegen im Trend

Weißwein
Leichte Weißweine sind gefragter als kräftige Rotweine. (Foto: © caftor/stock.adobe.com)
Der Riesling ist weiter Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz. Aber auch weiße Burgundersorten gewinnen an Bedeutung. Warum Weißweine laut Experten „in“ sind.
Mittwoch, 04.06.2025, 11:24 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Rheinland-Pfälzische Winzer setzen wieder verstärkt auf weiße Rebsorten: „Seit ein paar Jahren ist insgesamt eine höhere Nachfrage nach Weißweinen festzustellen“, sagte der Leiter Marktforschung beim Deutschen Weininstitut, Eberhard Abele, der Deutschen Presse-Agentur.

Daher steige die Anbaufläche für Weißwein zumindest im Verhältnis zu Rotwein wieder. „Der Trend zum Rotwein hat sich wieder umgekehrt.“ Es gebe weltweit bei Verbrauchern eine Entwicklung hin zu leichteren Produkten – auch in Bezug auf den Alkoholgehalt. „Schwere, kräftige Rotweine sind nicht mehr so gefragt“, sagte Abele im rheinhessischen Bodenheim.

Weiße Burgundersorten gewinnen an Bedeutung

Die weiterhin mit Abstand wichtigste Rebsorte in Rheinland-Pfalz bleibt nach Angaben des Statistischen Landesamt der Riesling. Diese weiße Rebsorte wird auf gut 18.200 Hektar angebaut: Das sind 28 Prozent der gesamten bestockten Rebfläche im Land. Der Riesling ist stark an Mosel, Nahe, Mittelrhein, in der Pfalz und in Rheinhessen, nur nicht an der Ahr – da dominieren Rotweine.

Aber auch die weißen Burgundersorten haben ihre Rebflächen weiter vergrößert. Sie machten inzwischen insgesamt knapp 11.800 Hektar und einen Anteil von 18 Prozent der bestockten Rebflächen in Rheinland-Pfalz aus. Der Riesling sei bekannt für eine zum Teil recht markante Säure, sagte Abele. Da seien die Weiß-Burgundersorten für manche Weintrinker leichter zu genießen.

Auch Rosé immer beliebter

Insgesamt ist die Anbaufläche laut Statistikern nach Auswertung der Weinbaukartei im Vergleich zum Vorjahr leicht gewachsen. Sie liegt landesweit aktuell bei gut 65.000 Hektar (plus 81 Hektar). Die Fläche für Weißweine betrage rund 48.250 Hektar (plus 0,3 Prozent), die für rote Rebsorten liege bei knapp 16.850 Hektar (minus 0,5 Prozent). 

Über die letzten Jahre immer beliebter geworden seien auch Roséweine, sagte Abele. Ein Rosé könne man grundsätzlich aus jeder roten Rebsorte machen. Diese Weine seien „leichter, frischer und sommerlicher“ als Rotweine. Für Betriebe, die viele Rotweinflächen hätten, sei eine mögliche Alternative, einen Teil durch Rosé zu ersetzen.

Rheinland-Pfalz ist Weinland schlechthin: Mit Rheinhessen gehört nicht nur das größte Anbaugebiet Deutschlands zu dem Bundesland. Sondern es beherbergt insgesamt 6 der 13 Weinbauregionen – darunter die große Pfalz.

(dpa/SAKL)

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