Initiative

„Ich kann kochen!“ ruft März zum Monat der gesunden Ernährung aus

Kind hat Spaß am Kochen
Die Initiative „Ich kann kochen!“ möchte Kinder spielerisch für gesunde Ernährung und den Umgang mit Lebensmitteln begeistern. (Foto: © Sarah Wiener Stiftung | photothek)
Mehr Kochkompetenz für Kinder: Die Ernährungsinitiative „Ich kann kochen!“ erklärt den März zum Monat der gesunden Ernährung. Unter dem Motto #LasstUnsKochen sollen Kinder gemeinsam mit Eltern, Kitas und Schulen spielerisch den Umgang mit Lebensmitteln lernen.
Donnerstag, 12.03.2026, 13:36 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Anlässlich des Tags der gesunden Ernährung am 7. März ruft die bundesweite Ernährungsinitiative „Ich kann kochen!“ den gesamten März zum Monat der gesunden Ernährung aus. Unter dem Motto #LasstUnsKochen sind Kitas, Grundschulen und Familien dazu aufgerufen, gemeinsam mit Kindern zu kochen und sich spielerisch mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen.

Auf den Social-Media-Kanälen der Initiative sowie auf der Webseite der Familienküche finden Eltern, pädagogische Fach- und Lehrkräfte kostenfreie Impulse für eine ausgewogene Ernährung mit Kindern. Die Angebote sollen alltagstauglich sein und ohne Perfektionsdruck spielerisch umgesetzt werden können.

Die Inhalte sind in wöchentlichen Schritten aufgebaut. Zu Beginn stehen Sinnesübungen mit Lebensmitteln im Mittelpunkt, anschließend geht es um das gemeinsame Zubereiten einer Brotzeit – einschließlich selbstgemachter Butter – und schließlich um einfache Kindergerichte, die Schritt für Schritt gekocht werden können. Ziel ist es, Kochkompetenz zu stärken und Wissen über gesunde Lebensmittel zu vermitteln.

Viele Eltern fühlen sich beim Thema Ernährung unsicher

Eine bundesweite Studie der Initiative unter rund 1.200 Eltern mit Kindern im Alter von drei bis elf Jahren zeigt, dass sich nur etwa jede zehnte befragte Person in Ernährungsfragen wirklich sicher fühlt. Gleichzeitig ist die Bereitschaft groß, Wissen weiterzugeben: 72 Prozent der Eltern möchten ihren Kindern Kenntnisse über gesunde Ernährung und Kochen vermitteln.

Die Verantwortung sehen die meisten Befragten vor allem bei sich selbst: 91 Prozent der Eltern geben an, dass sie sich selbst in der Verantwortung sehen, Ernährungskompetenz an ihre Kinder zu vermitteln. Gleichzeitig erwarten 53 Prozent auch von Bildungseinrichtungen Unterstützung in diesem Bereich.

Hier setzt die Initiative „Ich kann kochen!“ an. Sie qualifiziert pädagogische Fach- und Lehrkräfte bundesweit und stärkt zugleich Eltern über die Familienküche mit praktischen Angeboten für den Alltag. 

Gemeinsames Kochen fördert Kompetenzen

Mit den #LasstUnsKochen-Aktionswochen im März möchte die Initiative darauf aufmerksam machen, dass gesunde Ernährung früh beginnen kann – mit Neugier, Beteiligung und gemeinsamer Zeit. Gemeinsames Kochen soll dabei nicht nur Wissen über Lebensmittel vermitteln, sondern auch wichtige Kompetenzen fördern und sich positiv auf das Essverhalten auswirken.

Kinder probieren neue Lebensmittel häufig eher, wenn sie diese selbst zubereiten und in ihrem eigenen Tempo kennenlernen. Dadurch kann sich auch das Essverhalten langfristig positiv entwickeln.

Über die Initiative „Ich kann kochen!“

„Ich kann kochen!“ ist eine bundesweite Ernährungsinitiative der Sarah Wiener Stiftung und der Barmer. Ziel ist es, Kita- und Grundschulkinder für eine vielseitige Ernährung zu begeistern.

Die Initiative bietet kostenfreie Fortbildungen sowie digitale Lernangebote für pädagogische Fach- und Lehrkräfte an. Seit dem Start im Jahr 2015 wurden nach Angaben der Initiative rund 1,8 Millionen Kinder in mehr als 19.000 Einrichtungen erreicht.

(Sarah Wiener Stiftung/SAKL)

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