Kindergerichte in der Gastronomie

Klöckner startet Speisekartenwettbewerb

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat den Startschuss für den Wettbewerb „Ausgezeichnet! Deutschlands beste Kinderspeisekarten“ erteilt, der noch bis zum 31. Januar 2020 läuft. 

Montag, 07.10.2019, 11:22 Uhr, Autor: Thomas Hack
Julia Klöckner

Bundesministerin Julia Klöckner hatte zusammen mit dem DEHOGA, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie dem Institut für Kinderernährung beschlossen, einen Speiskartenwettbewerb ins Leben zu rufen. (© CDU Rheinland Pfalz)

Im Rahmen der Kölner Lebensmittelmesse ANUGA hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, den Startschuss für den gemeinsamen Wettbewerb „Ausgezeichnet! Deutschlands beste Kinderspeisekarten“ gegeben, der gemeinsam mit dem Dehoga veranstaltet wird. Anlass ist eine bundesweite Studie zu Kindergerichten in der Gastronomie, deren Ergebnisse zu Diskussionen geführt hatten. Laut Studie wurden auf den untersuchten Kinderspeisekarten etwa 70 Prozent der Gerichte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht als ungesund bewertet. Die Ministerin hatte daraufhin die Autoren der Studie, den DEHOGA, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE e.V.) sowie das Institut für Kinderernährung zu einem Treffen eingeladen. Dort wurde verabredet, einen Wettbewerb zur Auszeichnung vorbildlicher Kinderspeisekarten ins Leben zu rufen.

Gastronomen beraten Gastronomen

Ich will mich nicht abfinden mit den Ergebnissen der Studie, dass selbst in guten Restaurants Kindern vorwiegend Gerichte angeboten werden, die kalorienreich sind“, ließ Klöckner dazu verlauten. „Das geht gesünder, das geht kreativer. Deshalb freue ich mich, dass der DEHOGA meiner Idee zu einem Wettbewerb um die beste Kinderspeisekarte gefolgt ist und sich nun zahlreiche Gastronomen daran beteiligen. Der Wettbewerb soll Impulsgeber für die gesamte Branche sein. So wird die Ernährungskompetenz und die Wertschätzung für Lebensmittel von Kindern in frühen Jahren unterstützt – auch beim Restaurantbesuch.“ Die bewerteten Speisen müssen gesund, kreativ, saisonal/regional und vor allem praxistauglich sein. Ebenfalls bewertet werden die kindgerechte Aufmachung der Speisekarten sowie die Präsentation der Gerichte. Die Gastronomen sollen auch einen Fragebogen beantworten, um u.a. Tipps, Empfehlungen und Erfahrungswerte für andere Gastronomen als Impulse zu geben.

Die Bewertungskategorien im Einzelnen:

  • Kategorie: Angebot und Vielfalt
    Die Speisekarte für Kinder bietet eine Auswahl an unterschiedlichen Gerichten. Sie weckt das Interesse an den angebotenen ausgewogenen Kindergerichten und damit auch an gesundheitsförderlicher Ernährung insgesamt.
  • Kategorie: Zutaten und Zubereitung
    Die gastronomischen Betriebe legen Wert auf die Auswahl der richtigen und gesundheitsförderlichen Zutaten und eine schonende Zubereitung.
  • Kategorie: Kreativität
    Die Kinderspeisekarte spricht die Kinder eindeutig an. Sie hat nicht die gleiche Aufmachung wie die Erwachsenenspeisekarte, sondern ist originell und hebt sich deutlich ab. Die fertig zubereiteten Gerichte machen den Kindern Lust aufs Essen. Die Teller sind bunt und/oder spielerisch gestaltet.
  • Sonderkategorie: Kinderfreundlichkeit allgemein
    Der gastronomische Betrieb hat sich inhaltlich mit einem guten Angebot für Kinder befasst. Er bietet neben der Kinderspeisekarte zum Beispiel spezielle Angebote für Kinder an (Spielecke, Spielplatz, Kinderstühle, Ausmalsets etc.).

Die drei Gewinner(-teams) des Wettbewerbs werden zu einem gemeinsamen Empfang nach Berlin eingeladen. Die Ehrung erfolgt durch die Bundesministerin. Wietere Infos gibt es hier

 

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