Alexander Herrmann plant die Zukunft des Posthotels
Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg steht vor einer umfassenden Neuausrichtung. Unternehmer Alexander Herrmann will das seit 1869 in Familienbesitz befindliche Haus in mehreren Etappen baulich und konzeptionell weiterentwickeln. Ziel ist es, Wirsberg bis 2032 als eigenständige kulinarische Destination mit internationaler Ausstrahlung zu etablieren.
Die ersten Veränderungen betreffen die beiden Restaurants des Hauses: Das bisherige Zwei-Sterne-Restaurant AURA wird 2027 für 172 Abende zum Konzept „AURA unchained 172“. Gleichzeitig wird aus dem Bistro „oma & enkel“ ein fränkisches Wirtshaus.
Fine Dining wird zum Erlebnis
Mit „AURA unchained 172“ will das Team um Alexander Herrmann und Küchenchef Tobias Bätz neue Wege im Fine Dining beschreiten. Vom 5. Februar bis 18. Dezember 2027 wird das Konzept an insgesamt 172 Abenden angeboten.
Entwickelt wurde die Idee aus den Erfahrungen mehrerer Pop-ups unter dem Namen „ANIMA unchained“. Dabei hatte das Team die klassischen Abläufe des Zwei-Sterne-Restaurants bewusst aufgebrochen und unterschiedliche Ansätze für die Zukunft des Fine Dining erprobt.
Künftig soll die kulinarische Erfahrung stärker das Thema #grenzenloseHEIMAT in den Mittelpunkt rücken. Dafür zieht das Future Lab ANIMA für die Laufzeit des Projekts in das Posthotel und wird um eine neue ANIMA Bar ergänzt. Der Abend verbindet eine Tour durch die Räume des Future Lab mit einem Menü im AURA sowie Dessert, Petits Fours und Cocktails zum Abschluss.
Die kulinarische Leitung der Restaurants bleibt bei Tobias Bätz. Er verantwortet gemeinsam mit seinem 42-köpfigen Team die Küche und die kulinarische Weiterentwicklung des Hauses.
Wirtshaus statt Bistro
Bereits am 30. November 2026 wird aus dem Bistro „oma & enkel“ ein fränkisches Wirtshaus. Unter dem Leitgedanken „Kei Gschiss, nur Gscheids“ soll dort traditionelle regionale Küche mit zeitgemäßem Qualitätsanspruch auf den Teller kommen.
Die Speisekarte wird dafür in zwei Bereiche aufgeteilt. Auf der „Wirtshaus“-Seite stehen traditionelle und teilweise in Vergessenheit geratene Gerichte wie Kalbskopf, Bries oder Beuscherl. Die „Gasthaus“-Seite konzentriert sich dagegen auf bekannte Klassiker wie Schnitzel, Geschmortes oder Wurst mit Kraut.
Auch das Future Lab ANIMA wird in das Konzept eingebunden. Unter anderem sollen Kontakte zu regionalen Metzgern und Erzeugern genutzt und künftig eigene Wurstwaren hergestellt werden. Das Format „knallhart Oma“ mit einem wechselnden Oma-Gericht bleibt ebenfalls bestehen.
„Wir wollen die Vergangenheit nicht einfach kopieren. Wir möchten sie bewahren und mit unserem heutigen Wissen weiterführen“, erklärt Tobias Bätz.
Heimat als strategischer Ansatz
Beide Gastronomiekonzepte verbindet die Ausrichtung auf die Region. Unter dem Leitgedanken #grenzenloseHEIMAT setzt das Team auf fränkische Produkte und Produzenten. Im Future Lab ANIMA werden die Erzeugnisse von knapp 100 regionalen Produzenten fermentiert und veredelt.
Alexander Herrmann will diesen Ansatz künftig auch über das eigene Haus hinaus verfolgen und Oberfranken stärker als kulinarisches Reiseziel positionieren. Dafür sollen unter anderem Partnerschaften mit touristischen Institutionen, Investoren und Meinungsbildnern aufgebaut werden.
„Je weiter wir gereist sind, desto klarer wurde uns, was wir hier in Franken haben. Unsere Heimat ist keine Grenze. Sie ist unsere größte Stärke, und auf ihr bauen wir die Zukunft dieses Hauses“, sagt Herrmann.
Mit dem neuen Wirtshaus und „AURA unchained 172“ beginnt damit die erste Etappe einer langfristig angelegten Weiterentwicklung des Posthotels. Welche weiteren Schritte bis 2032 folgen, will das Unternehmen in den kommenden Monaten vorstellen.
(Posthotel Alexander Herrmann/KAGI)