Netzwelt

Google Maps erzeugt kommentierte Speisekarten

Eigentlich schreiben Gastronomen ihre Speisekarten. Mittels künstlicher Intelligenz verknüpft Google jetzt allerdings Fotos und Bewertungen von Gerichten im Netz und erstellt so neue Menüpläne.  

Freitag, 31.05.2019, 12:33 Uhr, Autor: Kristina Presser
Frau tippt auf Smartphone

Google Maps hat seine Funktion für Restaurant-Einträge erweitert. Ab sofort enthalten sie automatische Menüpläne inklusive Fotos vieler Speisen. (Foto: © Fotolia/georgejmclittle)

Google Maps hat seine Funktionen für Restaurant-Einträge erweitert. Wie jetzt auf dem GoogleWatchBlog veröffentlicht, werden allen Android-Nutzern ab sofort eine ausführliche Auswahl an Speisen inklusive Fotos, Bewertungen und Kommentaren der User angezeigt. So entsteht eine mehrschichtige Speisekarte, die jedoch nicht  der real vorhandenen entsprechen muss. Außerdem ist sie maßgeblich durch subjektives Empfinden geprägt.

Bereits seit mehreren Jahren laden Google-Maps-Nutzer Fotos von Gerichten zur Plattform hoch, bewerten diese und das gesamte Restaurant gleich mit. Mittels künstlicher Intelligenz fügt Google diese Daten nun zusammen und kreiert daraus eine kommentierte Speisekarte. Logisch, dass sich der Umfang der „neuen“ Speisekarte an der Menge von Fotos und Bewertungen probierter Gerichte orientiert. Das heißt, stehen wenige Informationen von Usern zur Verfügung, ist die Speisekarte made by Google auch entsprechend kurz. Die neue Funktion wird dennoch ab sofort in den Mittelpunkt gestellt, wie es in dem Blogbeitrag heißt, und direkt nach den allgemeinen Informationen zum Restaurant wie der Anschrift und den Öffnungszeiten dargestellt.

Als Erstes sehen Nutzer auf der Speisekarte übrigens die populärsten Speisen, was Googles Algorithmen ebenfalls aus den Bewertungen herauslesen. Google weist selbst darauf hin, dass es bei einer sehr dünnen Informationslage sein kann, dass nicht wirklich die besten oder beliebtesten Gerichte angezeigt werden. „So lange die Nutzer dies nicht selbst festlegen oder die Restaurantbetreiber eingreifen können, sollte man sich also auf diese Auflistung nicht verlassen“, ist dort zu lesen. Daher werden Nutzer vom Suchmaschinen-Riesen darauf hingewiesen, dass sie „kräftig mithelfen“ können, „in dem sie die einzelnen Gerichte näher beschreiben, mehr Fotos hochladen oder selbst neue Speisen hinzufügen.“ Über einen „Mehr“-Button gelangt man schließlich zur Original-Speisekarte.

iOS-Nutzer können die neue Funktion in einigen Monaten nutzen. Für Desktop ist eine entsprechende Ansicht aktuell nicht geplant.

 

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