Interview

Organic Garden startet Crowdfunding Kampagne

Holger Stromberg und Martin Wild.(Foto: © Organic Garden)
Holger Stromberg und Martin Wild.(Foto: © Organic Garden)
Im Interview erklären Martin Wild und Holger Stromberg, was genau Organic Garden mit seiner Crowdfunding Kampagne erreichen möchte und warum sie sich dafür entschieden haben.
Mittwoch, 30.03.2022, 09:21 Uhr, Autor: Martina Kalus

„Wir denken Ernährung neu.“ Mit diesem Anspruch und Versprechen ist zu Beginn letzten Jahres Holger Stromberg beim Food-Tech Start-up Organic Garden um CEO Martin Wild als CCO (Chief Culinary Officer) eingestiegen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ingolstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen für eine pflanzenbasierte Ernährung zu begeistern und eine Ernährung der Zukunft zu gestalten, die gleichzeitig gesund für Mensch und Umwelt ist. Dabei verfolgt Organic Garden einen ganzheitlichen „From Farm to Fork“-Ansatz, der herausführt aus den klimapolitischen Krisenszenarien der langen Transportwege, der Massentierhaltung und Monokulturen sowie der hohen Lebensmittelverschwendung.

Zum Ende des ersten Quartals 2022 betritt Organic Garden neuen Boden. Am 29. März startet das 2019 gegründete Start-up seine erste Crowdfunding-Kampagne. Damit wollen Martin Wild und Holger Stromberg bis zu 1,5 Millionen Euro einsammeln.

Was ist das Ziel der Crowdfunding-Kampagne?

Martin Wild: „Von Tag Eins an sind Menschen auf uns zugekommen, die unseren Wertekompass teilen und aktiv etwas beitragen wollten. Manche arbeiten mittlerweile sogar bei uns. Jetzt, da wir im Aufbau einer eigenen Produktionsstätte nach unseren Leitlinien sind und damit die Basis schaffen, um mit unseren Farmen von Beginn an startklar und ökologisch sowie ökonomisch tragfähig zu sein, ist für uns der ideale Zeitpunkt gekommen, um auch andere Menschen an der Vision und Mission von Organic Garden teilhaben zu lassen.“
Holger Stromberg: „Wir möchten mit unserer Kampagne 1 bis 1,5 Millionen Euro einsammeln, um damit weitere Produkte marktreif zu entwickeln, unsere Infrastruktur zu verbessern, neues Produktions-Equipment anzuschaffen und um unser Team von kreativen Köchen und Ernährungswissenschaftlern zu vergrößern.“

Gibt es denn bereits neue Produkte in der Entwicklung?

Holger Stromberg: „In diesem Jahr bauen wir unsere Food-Tech-Sparte weiter aus und verbinden so neueste Innovationen der Lebensmittel-Forschung mit Genuss. Unter anderem kreieren wir Produkte aus Algen, die die reinsten Nährstoffpakete sind und z.B. Gebäck und Hotdogs in leckeres Functional Food verwandeln.“

Ab welcher Investitionssumme ist ein Invest möglich

Martin Wild: „Bereits ab 250 Euro, das Maximal Invest liegt bei 25.000 Euro. So haben viele Menschen die Chance, die gemeinsame Idee von einer nachhaltigen Ernährung der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür haben wir uns einen starken Partner an die Seite geholt. Unsere Kampagne erfolgt in Zusammenarbeit mit Econeers, der deutschen Crowdinvesting-Plattform für grüne Geldanlagen und Investments in nachhaltige Projekte und erneuerbare Energien.

Was haben Ihre Anleger davon, wenn sie bei Organic Garden investieren?

Martin Wild: „Zum einen unterstützen sie uns dabei, unsere Vision umzusetzen, die Welt der Ernährung zu verbessern bzw. neu zu gestalten. Zum anderen profitieren sie von einer attraktiven Rendite. Das Darlehen wird mit 7% Zinsen pro Jahr verzinst. Diejenigen, die bereits innerhalb der ersten 14 Tage investieren, erhalten durch unseren Early-Bird-Bonus sogar 8% Zinsen p.a..“ Jede Anlage ist aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden.

Holger Stromberg: „Dessen sind wir uns bewusst. Wir sind nicht angetreten, um zu scheitern. Immer mehr Menschen sehen die Notwendigkeit, für die Themen unserer Zeit Klimawandel, Wachstum der Erdbevölkerung, Massentierhaltung, Produktvielfalt und Foodwaste im Überfluss neue Wege zu gehen. Viele Menschen haben verstanden, dass hierfür Ernährung ein mächtiger Hebel ist. Wir glauben fest an die Umsetzung unserer Vision.“

Martin Wild: „Der Zuspruch und das Interesse an Organic Garden sind enorm groß. Wir werden als echte Love-Brand wahrgenommen. Je mehr Menschen wir mit unserer Mission erreichen und je mehr Leute wir für unsere Produkte begeistern können, umso größer wird auch die Risiko-Minimierung für jeden Einzelnen. Darum kommunizieren wir unseren Anlegern gegenüber künftig auch offen, wie sich die einzelnen Gewerke entwickeln.“

Die Anleger bekommen also einen direkten Blick hinter die Kulissen von Organic Garden?

Martin Wild: „Transparenz ist einer unserer Kernwerte. Wir wollen der Maßstab für gelebte Nachhaltigkeit in der Ernährung sein und dabei kann uns jeder jederzeit in den Topf schauen. Darum ist es für uns selbstverständlich, dass wir unsere Anleger aktiv auf unsere Reise mitnehmen und regelmäßig Updates geben – sei es zur Entwicklung neuer Produkte oder zu neuen Experten, die wir ins Team holen. Jeder der Fragen hat, kann sich bei uns melden. Jeder kann mitverfolgen und dabei sein, wie „sein / ihr Unternehmen“ weiter wächst.“

Apropo Transparenz. Wie sieht die bisherige Umsatzentwicklung von Organic Garden aus?

Martin Wild: „Wir konnten vergangenes Jahr mit den ersten Produkten, die wir ab Mitte 2021 auf den Markt gebracht haben, unseren Eateries und dem Schulcatering für bis zu 2.000 Schüler bereits einen Umsatz von 1,4 Millionen Euro erwirtschaften.“

Holger Stromberg: „Nach jetzigem Stand, mit der Erweiterung unseres Produktportfolios und durch die vielen Gespräche mit großen Unternehmen, die an unserem Betriebsgastronomie Lösungskonzept interessiert sind, können wir dieses Jahr mit einem Umsatz von 6,5 Millionen Euro rechnen. Das entspricht einer satten Steigerung von 350%.“

(Organic Garden/MK)

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