Demonstration

Blutiger Protest von Tierschützern gegen Sternekoch Klaus Erfort

Klaus Erfort in Küche
© Becker&Bredel / dpa
In Saarbrücken wurde es „blutig“: Sternekoch Klaus Erfort musste sich vor seinem Restaurant mit dem heftigen Protest der Tierschutzaktivisten von PETA auseinandersetzen – und alles nur wegen einer beliebten Delikatesse.  
Donnerstag, 08.12.2016, 15:51 Uhr, Autor: Felix Lauther

Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort musste ein „blutiges“ Schauspiel vor seinem „GästeHaus“ in Saarbrücken mit ansehen. Tierschutzaktivisten der Organisation PETA werfen Erfort Tierquälerei vor, weil er Gänsestopfleber in einem seiner Menüs sowie als Vorspeise anbietet. Ihrem Protest haben einige Tierschutzaktivisten nun „blutigen“ Ausdruck verliehen, wie Bild Online aus der saarländischen Landeshauptstadt berichtet. PETA-Mitarbeiter Sebastian Szogs baute mit drei Kolleginnen vor dem Eingang des Edelrestaurants einen Tisch auf. Darauf platzierten sie blutrot eingefärbten Mais. Eine Mitarbeiterin der Organisation spielte die blutverschmierte Gans.

„Bei der Pro­duk­ti­on der Leber wird den Gän­sen mehr­mals täg­lich ein Me­tall­rohr in den Hals ge­steckt, das die Tiere schwer ver­let­zen kann. Dar­über wird den wehr­losen Vö­geln Nah­rung, meis­tens Mais­brei, in den Magen ge­pumpt. So soll er­reicht wer­den, dass sich die Leber auf das Sechs- bis Zehn­fa­che ver­grö­ßert. Tier­quä­le­rei!“, sagt Szogs gegenüber der Bild-Redaktion.

Aktion hatte in Darmstadt Erfolg
Der Sternekoch hingegen beobachtete, nach Informationen der Bild, die Szenerie vom Küchenfenster aus. Er wollte kein Kommentar zu der „blutigen“ Aktion abgeben.

PETA-Mitarbeiter Sebastian Szogs ergänzt: „Herr Er­fort ist nur einer von vie­len Gas­tro­no­men. Wir haben ihn aus­ge­sucht, da er sym­bo­lisch für die Gour­met­kü­che steht.“ Erfolg hatten die Tierschützer hingegen bei einem anderen Nobelrestaurant in Deutschland. Der Inhaber der L´Orangerie z. B. wolle in Zukunft auf Gänsestopfleber im Speiseangebot gänzlich verzichten, so PETA. (bild.de / fl)

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