Berlin Food Night stellt Longevity in den Mittelpunkt
Wie verändert der Longevity-Trend die Ernährungsbranche – und welche Geschäftsmodelle können daraus entstehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Berlin Food Night am 5. Oktober 2026 im AchtBerlin. Wissenschaft, Handel und Foodtech-Unternehmen zeigen dabei rund 100 Entscheidern aus der europäischen Ernährungsbranche, wohin sich der Foodmarkt in den nächsten Jahren bewegt, zu welchen strukturellen Umbrüchen Longevity führt und welche Geschäftsmodelle daraus tragfähig werden.
Die Veranstaltung verbindet ein Strategie-Summit mit einem Fünf-Gänge-Dinner. Veranstalter ist die Berlin Food Week, kuratiert wird das Programm von Alexandra Laubrinus, Geschäftsführerin der Berlin Food Week, und Jörg Reuter, Geschäftsführer von Narrative Foods.
Das Credo der Veranstaltung: Longevity beantwortet die Frage nach der Dauer des Lebens. Aber ohne Genuss, soziale Einbettung und Sinn wird Gesundheit zum Projekt, nicht zum guten Leben. Die Berlin Food Night will an diesem Abend zeigen, dass beides geht.
Von Standardisierung zu personalisierter Ernährung
Der Abend beginnt mit dem Empfang ab 16:30 Uhr, der bereits Teil des Konzepts ist. Den Auftakt macht dann ab 17:30 Uhr das 90-minütige „Future of Food Business Briefing“. Wissenschaftler und Vertreter aus der Industrie ordnen hierbei ein, warum Longevity aus Sicht der Veranstalter kein Wellness-Trend ist, sondern eine strukturelle Verschiebung der Branche – weg von Standardisierung und Massenproduktion, hin zu personalisierter Ernährung.
Zu den Sprechern gehören Dr. Robert Kecskes, Prof. Dr. Christian Sina und Prof. Dr. Tilo Hühn. Themen sind unter anderem die soziologische Dimension von Longevity, Foodomics und individuelle Stoffwechselreaktionen.
Franziskus Schnabel von Kynda und Dr. Markus Veen von VTEC Ingredients beschäftigen sich mit Pilzen und Myzel als bioaktive Zutaten. Kerstin Erbe, Geschäftsführerin von dm, Christian Hamerle von Dussmann und Clément Tischer von der Rewe Group diskutieren zudem die künftige Rolle von Handel und Gastronomie als künftige „Longevity-Infrastruktur“.
Theorie wird beim Dinner auf den Teller gebracht
Im Anschluss folgt ab etwa 19:30 Uhr das eigentliche Fünf-Gänge-Dinner von Berlin Cuisine, Goldies und hier. Dabei sollen die zuvor diskutierten Entwicklungen anhand konkreter Gerichte und Zutaten veranschaulicht werden.
Eröffnet wird das Dinner mit einem Aperitif aus kaltgebrühtem Silver-Needle-Weißtee, wahlweise mit Crémant. Die enthaltene Aminosäure L-Theanin sorgt für Wachheit ohne Nervosität.
Es folgen ein Erbsen-Gang von hier. mit einer auf bessere Eisen- und Mineralstoffaufnahme gezüchteten Erbsensorte, ein Tuna-Salat mit Ocean Chunks von Monkeys by the Sea, Estragon-Emulsion, knusprigen Kapern und Fried Onions. Dazu gibt es einen botanischen „Immune Booster“ von cogu. aus Reishi, Chaga, Schisandra, Astragalus und Holunderbeere, der über vier unterschiedliche biologische Wirkmechanismen auf die Immunresilienz einzahlt, ein Burger-Trio von Goldies aus grasgefüttertem Weiderind von Gut Kerkow mit einem durch Weidehaltung deutlich erhöhten CLA-Gehalt, einem proteinreichen, fettärmeren Blended-Protein-Patty von NovaMeat und einer Shiitake-Infusion von Fable (vegan als Pulled Shiitake mit Korean BBQ) mit der als „Longevity-Vitamin“ geltenden Aminosäure Ergothionein. Außerdem gibt es eine Rohkäse-Auswahl von Willi Schmid und Urstrom samt Roh-Kefir mit den longevity-assoziierten Milchfettsäuren C15:0 und C17:0 aus unverarbeiteter Rohmilch.
Den Abschluss bildet eine Pavlova aus zuckerfreiem Neoh-Kichererbsen-Baiser mit Koralo-Schaum, einem postbiotischen Wirkstoff für die Darm-Hirn-Achse, ganz ohne Blutzucker-Spitze.
Auftakt zur Berlin Food Week 2026
Die Berlin Food Night bildet zugleich den Auftakt zur Berlin Food Week 2026, die vom 5. bis 11. Oktober stattfindet.
Zum weiteren Programm gehört der Marktplatz „House of Food“ im Bikini Berlin. Dort präsentieren Start-ups, Manufakturen und Marken die aktuelle Food-Trends wie funktionale Lebensmittel, alternative Proteine und neue Getränkekonzepte.
Neu ist außerdem das OkSoberfest in der Kulturbrauerei. Das dreitägige Format widmet sich alkoholfreien Bieren und Drinks und wird durch Tastings, Shows und Masterclasses ergänzt.
(Berlin Food Week/SAKL)