Studie

Digitalisierung in der Hotellerie

Das Wissen über digitale Lösungen in der Hotellerie ist vorhanden, umgesetzt wurde davon bisher jedoch wenig. Vor allem die hohen Investitionskosten schrecken Hoteliers ab, wie eine Dauer-Studie von Betterspace zeigt. 

Freitag, 04.06.2021, 08:47 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Tablet mit Hotel-Barometer

Das „Hotel-Barometer“ von Betterspace zeigt, dass das Thema Digitalisierung in der Hotellerie noch viele Fragen aufwirft. (Foto: © Betterspace)

Betterspace hat im ersten Quartal 2021 eine Dauer-Studie zur Erforschung der aktuellen Stimmung in der Hotellerie gestartet. Im wöchentlichen Newsletter werden die mehr als 10.000 Abonnenten im „Hotel-Barometer“ zu aktuellen Themen befragt. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor.

Digitalisierung ist als Trend in der Hotellerie angekommen

Beflügelt durch die Corona-Pandemie und dessen Auswirkungen ist die Digitalisierung in der Hotellerie zumindest als weitreichender Trend und Dauerthema angekommen. Die eindeutige Mehrheit der Umfrageteilnehmer beurteilt ihren allgemeinen Wissenstand über digitale Lösungen in der Hotellerie als eher gut bis sehr gut. Große Lücken weisen die Hoteliers jedoch bei der Umsetzung der Digitalisierung beziehungsweise beim Einsatz digitaler Lösungen auf. Die große Mehrheit, 63 Prozent, schätzt ihr Hotel als weniger digital fortgeschritten ein. Hier ist also noch viel Luft nach oben.

Angst den Kontakt zum Gast zu verlieren

Warum die Hotels teilweise weniger fortgeschritten sind, kann an den verschiedenen Herausforderungen liegen, die mit der Hotel-Digitalisierung verbunden sind. Die größten Schwierigkeiten sehen die meisten Hoteliers in dem fehlenden Know-How und den hohen Investitionskosten. Auch die Angst, den Kontakt zum Gast durch die Digitalisierung zu verlieren, schwingt mit. Fast jeder Fünfte gab außerdem den hohen Schulungsbedarf an, der bei der Implementierung neuer Lösungen im Hotel zur Herausforderung werden kann. In der Datensicherheit und dem möglicherweise hohen Zeitaufwand sehen die Hoteliers weniger eine Herausforderung.

Online-Messen sprechen Hoteliers nicht an

Viele der großen Leitmessen der Hotellerie fanden, wenn sie denn stattfanden, digital und online statt. Die Hoteliers zeigen sich jedoch eher weniger begeistert von dieser Art der Messen: Zwei Drittel der befragten Hoteliers gaben an, weder an den Online-Messen teilgenommen zu haben, noch in Zukunft an einer Online-Messe teilnehmen zu wollen. Jeder Dritte habe zwar das Online-Angebot der Messen in Anspruch genommen, möchte aber in Zukunft nicht an Online-Messen teilnehmen. Die Hotellerie ist eben ein High-Touch-Sektor und das spiegelt sich auch im Alltag der Hoteliers wider. Hoteliers brauchen den Kontakt zu ihren Gästen und genauso brauchen Sie den Kontakt auf den Messen.

Lockdown für Renovierungsarbeiten genutzt

Auch liefern die Umfrageergebnisse einen Einblick darüber, wie die Hoteliers die Zeit im Lockdown genutzt haben. Viele nutzen die Zeit sehr produktiv. Meist wird die Zeit bis zu den Öffnungen mit Umbau- und Renovierungsarbeiten überbrückt. Aber auch um den Auftritt im Web wird sich gekümmert: 25 Prozent gaben an, die Hotel-Webseite während des Lockdowns zu optimieren. Jeder Fünfte gab an, jetzt Zeit in die Social-Media-Präsenz zu investieren.

Mehr Ergebnisse des Hotel-Barometers und eine ausführlichere Beschreibung finden Interessierte im Betterspace-Blog.

(Betterspace/NZ)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen