Foodtura Festival in Frankfurt geht in die dritte Runde
Frankfurt lädt zum dritten Foodtura Festival: Vom 18. bis 27. September 2026 finden im Frankfurter Stadtgebiet und in der Region insgesamt 50 Veranstaltungen rund um nachhaltige Ernährung statt. Diese sollen zeigen, wie die Ernährung von morgen aussehen und schmecken kann.
Das Angebot reicht von Workshops, Tastings und Dinner-Abenden bis zu Mitmachaktionen, Bildungsangeboten für Schulen und Fachformaten für die Gastronomie. Mit der Foodtura Gastro Con am 21. September gibt es zudem wieder eine Fachkonferenz für die Individualgastronomie.
„Foodtura macht die Vielfalt Frankfurts auf besondere Weise erlebbar – und stärkt damit den Standort“, betont Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing. „Das Festival bringt Menschen aus der Region in die Stadt und die Frankfurter in ihre Quartiere, lädt zum Entdecken ein und schafft Begegnungen – zwischen Initiativen, Vereinen, Gastronomie, Erzeugern, Betrieben und Gästen. Genau solche Formate machen unsere Stadt lebendig und zeigen, wie eng Kochen, Feiern, Genießen und urbanes Leben zusammengehören.“
Veranstalter des Foodtura Festivals sind Klimagourmet und die Initiative Gastronomie Frankfurt e. V (IGF). Unterstützt wird das Festival vom Wirtschaftsdezernat der Stadt Frankfurt. Viele der Angebote sind laut Veranstalter kostenfrei.
Massif Central wird zum Festivalzentrum
Eröffnet wird das Foodtura Festival am 18. September um 18 Uhr im Massif Central, das während der Veranstaltung als Festivalzentrum dient. Das Team um Küchenchef Dimitrios Antonakakis serviert verschiedene Gerichte. Für die musikalische Begleitung sorgt der Frankfurter DJ und Musiker J.C. Fous De La Mer.
Am 19. September feiert der Foodtura Playground Premiere. Initiativen, Organisationen und Kreative gestalten von 13 bis 18 Uhr einen Markt mit Mitmach-Ständen, Mini-Workshops, Quizformaten und Tastings.
Anschließend veranstaltet Über den Tellerrand Frankfurt e. V. das „Foodtura Opening Dinner x World Kitchen“. Serviert wird ein mehrgängiges, pflanzliches, bio-regionales und saisonales Menü als Büfett oder im Familystyle. Gekocht wird von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, die ihre kulinarische Heimat mit an den Tisch bringen.
Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet
Den Kern des zehntägigen Programms bilden die sogenannten City Experiences: dezentrale Veranstaltungsformate im gesamten Stadtgebiet und der Region. Dazu gehören Führungen, Vorträge, Workshops, Kochkurse, Verkostungen und besondere Dinner-Abende an verschiedenen Orten in Frankfurt und der Region.
Zu den Angeboten zählt der Backkurs „You and I eat the same – In 80 Fladenbroten um die Welt“ von Cucina069 am 27. September. Am 23. September führt Gabriela Rabeschini vom Senckenberg Synthesis und Solutions Lab durch das Senckenberg Museum und thematisiert den Einfluss der Ernährung auf die weltweite Biodiversität. Das Kismet im Frankfurter Nordend veranstaltet am 24. September einen Supper-Club für zwölf Gäste mit sieben Gängen.
„Frankfurts unabhängige Gastronomie ist ideenreich, vielfältig und voller Leidenschaft. Foodtura macht sichtbar, wie viele Betriebe bereits heute Verantwortung übernehmen und Regionalität, Saisonalität und kreative Küche selbstverständlich miteinander verbinden“, sagt Lena Iyigün, Vorständin Initiative Gastronomie Frankfurt e. V.
Weitere Programmpunkte sind am 26. September ein zehngängiges Farm-to-Table-Dinner im Restaurant Tonka, ein Fine-Dining-Menü mit hessischen Hülsenfrüchten von Bionales am 24. September sowie Koch-, Pasta- und Olivenöl-Workshops von Slow Food Frankfurt vom 22. bis 24. September.
Auch Fermentationskurse, regionale Kochformate und Veranstaltungen in Unverpackt-Läden gehören zum Programm. Im Netzwerk Seilerei verbindet „Ofen & Offen“ am 25. September Pizza aus dem Holzofen mit Live-Musik und einer offenen Bühne.
Auch jenseits der Stadtgrenze ist Foodtura zu Gast: Beim „Platz der guten Laune" auf dem Mathildenplatz in Offenbach verbindet ein Mikro-Nachbarschaftsfestival am 27. September Musik, Kreativ-Workshops und ein vegetarisches Menü – barrierefrei und aus der Nachbarschaft heraus organisiert.
Weitere City Experiences richten sich besonders an Familien, zum Beispiel das Stadtteil-Mitbring-Picknick im Ginnheimer Kirchplatzgärtchen am 19. September, das Kartoffelbuddeln auf dem Pappelhof in Reichelsheim am selben Tag, oder der Workshop „Der 5. Geschmack mit U(h)mami“ von Fermentastico in der Auffüllerei am 26. September.
„Foodtura verbindet Menschen und macht Mut: zu neuen Ideen, mehr Miteinander und einer Ernährung, die Zukunft mitdenkt“, sagt Claudia Stiefel vom Kommunikationsstudio Ubermut und Mit-Initiatorin des Festivals. "Es ist immer wieder beglückend zu sehen, wie viele Menschen sich für eine zukunftsfähige Ernährung und ein gutes Miteinander einsetzen. Foodtura macht dies erlebbar und sichtbar, öffnet Türen und bietet vielfältige und niedrigschwellige Zugänge zu einem Thema, das uns alle betrifft."
Foodtura Gastro Con – eintägige Fachkonferezn für Individualgastronomie
Am 21. September findet im Upper East Site erneut die Foodtura Gastro Con statt. Die eintägige Fachkonferenz richtet sich an die Individualgastronomie und greift die aktuelle Situation inhabergeführter Betriebe auf.
Auf dem Programm stehen Keynotes, Workshops und Panels mit Praxisbeispielen aus Frankfurter Betrieben. Food- und Nachhaltigkeitsexperte Dan Anthes spricht über Future Food zwischen Innovation, Impact und Irritation. Isabella Owen beschäftigt sich mit Führungskultur und Mitarbeiterentwicklung.
Weitere Themen sind der Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz im Betriebsalltag, Food-Trends mit Zukunft, den Stellenwert der Gastronomie als sozialer Anker insbesondere über Brand und Community Building sowie neue Wege, Gäste langfristig zu begeistern.
„Die Foodtura Gastro Con schlägt damit die Brücke zwischen den Erlebnissen des Festivals und den Zukunftsfragen der Branche: Sie unterstreicht den Anspruch, nicht nur Impulse für Verbraucher zu setzen, sondern auch die Zukunft der unabhängigen Gastronomie aktiv mitzugestalten“, sagt IGF-Vorstand James Ardinast. „Die Herausforderungen für die Gastronomie sind groß – umso wichtiger ist es, voneinander zu lernen, Ideen zu teilen und gemeinsam an dieser zukunftsfähigen Branche zu arbeiten. Unser Ziel bleibt es, Frankfurt zur Gastronomie-Hauptstadt Deutschlands zu machen.“
Das gesamte Programm ist online einsehbar unter https://foodtura-festival.de/gastro-con-programm/.
Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche
Drei Bildungsangebote für Schulen und Kitas ergänzen das Festival-Programm. Beim Workshop „Apfelpicknick und Apfelstoffdruck“ in Ginnheim lernen Kindergarten und Grundschulkinder spielerisch mehr über Äpfel, regionale Lebensmittel und Nachhaltigkeit.
Ebenfalls in Ginnheim können sich Kinder auf die „Suche nach dem Apfelbaum“ begeben: Wo versteckt sich der nächste Apfelbaum? Wie unterscheidet man einen Apfelbaum von einer Eiche oder Kirschbaum? Die Kinder erkunden die Nachbarschaft, den Niddapark oder Urban-Gardening-Projekte.
In der Lernwerksatt Heldenbohne dreht sich alles um Hülsenfrüchte: An einem Unterrichtsvormittag gehen Schüler der siebten bis zehnten Klasse vielfältigen Fragen zum Thema klimafreundliche, gesunde Ernährung nach und reflektieren Verhaltensmuster in Einkauf und Konsum, Auswirkungen von Essgewohnheiten auf Ökologie und Klima sowie Möglichkeiten individueller Entscheidungen und gesellschaftlicher Teilhabe.
„Kinder und Jugendliche früh für nachhaltige Ernährung zu begeistern, ist eine Investition in die Zukunft“, betont Monika Krocke von Umweltlernen in Frankfurt e.V. „Mit den Bildungsangeboten auf dem Foodtura Festival vermitteln wir praxisnah, wie eng Ernährung, Klima und unser Alltag zusammenhängen – und zeigen, dass nachhaltiges Handeln Spaß macht und richtig gut schmecken kann.“
Abschluss auf der Cityfarm
Zum Abschluss findet am 27. September ein Familiensonntag auf der Frankfurter Cityfarm in Frankfurt-Oberrad statt. Geplant sind interaktive Bildungsangebote, Mitmach- und Probierstände, eine Schnippelparty, ein Tomatendschungel und kulturelle Beiträge.
(Initiative Gastronomie Frankfurt e. V./SAKL)