Fachmesse

Intergastra 2026 ist in Stuttgart gestartet!

Blick auf die Intergastra
Die Intergastra bietet auch in diesem Jahr wieder Innovationen, zukunftsweisende Diskussionen und inspirierende Netzwerkmöglichkeiten. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)
In Stuttgart präsentiert die Intergastra wieder innovative Produkte, digitale Lösungen und praxisnahe Konzepte für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. HOGAPAGE war vor Ort und zeigt, welche Trends, Aussteller und Highlights jetzt im Fokus stehen.
Sonntag, 08.02.2026, 12:12 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die ganze Welt der Gastlichkeit hat sich wieder in Stuttgart versammelt. Seit dem 7. Februar 2026 ist die Intergastra 2026 wieder in vollem Gange. In den kommenden Tagen öffnet die Fachmesse im Süden wieder ihre Tore für Fachbesucher aus Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Catering auf dem Stuttgarter Messegelände. 

Als eine der wichtigsten internationalen Leitmessen der Branche bringt die Intergastra nationale und internationale Akteure zusammen, um Innovationen, Trends und praxisnahe Lösungen zu präsentieren und zu entdecken. Alle zwei Jahre informieren sich hier rund 90.000 Fachbesucher.

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 120.000 m² in zehn Hallen stellen auch in diesem Jahr über 1.250 nationale und internationale Aussteller ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte für die Zukunft der Branche vor. Inhaltlich deckt die Intergastra 2026 dabei wieder ein breites Spektrum ab – von Küchentechnik und Food & Beverage über digitale Lösungen, Einrichtung und Tischkultur, Getränke und Kaffee bis hin zu Vending und Speiseeis.

Auch HOGAPAGE war am ersten Messetag vor Ort. Die Stimmung ist zu Beginn bereit überwältigend. Die Aussteller präsentieren voller Stolz und Fachwissen ihre innovativen Produkte. Zahlreiche Interessierte schlendern von Messestand zu Messestand und lassen sich von den neuesten Trends und Innovationen inspirieren. Alle Teilnehmer und Besucher zeigen sich begeistert und interessiert. 

Fachmesse trifft Vision und Praxis

Über die Messe verteilt erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm aus Workshops, Wettbewerben, Bühnenprogrammen und Präsentationen, das Wissen, Inspiration und direkte Austauschmöglichkeiten bietet. Spannende Fachvorträge, praxisnahe Workshops und inspirierende Live-Kochshows sorgen für wertvolle Impulse und Austausch auf Augenhöhe.

Das Programm deckt aktuelle Branchentrends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und innovative Gastronomiekonzepte ab. Besucher können sich somit zu aktuellen Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, nachhaltige Konzepte oder neue Geschäftsmodelle informieren.

Wie gewohnt dient die Intergastra damit nicht nur als Plattform für Produktneuheiten, sondern vor allem als Treffpunkt für den Austausch zwischen Entscheidern, Ausstellern und Fachbesuchern. In Gesprächen und auf den Thementracks stehen nicht nur innovative Technologien, sondern auch strategische Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, wirtschaftliche Effizienz und Zukunftsfähigkeit im Fokus.

Johann Lafer in der Dehoga StartUp Box
Johann Lafer in der Dehoga StartUp Box (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Ein Highlight des ersten Tages war der Auftritt von Johann Lafer in der Dehoga StartUp Box (Halle 7, 7D21). Der Starkoch lobte hier den Fortschritt der technologischen Entwicklungen für die Gastronomie. So gibt es an der Dehoga StartUp Box einen Roboter zu sehen, der automatisch Waffeln für die Gäste zubereitet und auch serviert. Gleichzeitig blickte Lafer jedoch auch kritisch auf diese Entwicklung.

„Ich bin auch traurig darüber, dass wir hier auf einer Messe stehen, wo wir uns mit solchen Themen beschäftigen müssen, weil wir zu wenig Leute haben, die gerne Waffeln backen“, sagte Lafer. Dies seit jedoch die Entwicklung dieser Zeit. „Aber ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass es noch ein bisschen dauern wird, bis der Roboter einen Koch ersetzen kann.“ In der Gemeinschaftsverpflegung sei dies zwar schon ganz gut machbar, „aber in der normalen Gastronomie ist die Investition einfach zu groß“, betonte Lafer. 

Crunchy Kimchi Burger
Der Crunchy Kimchi Burger kommt mit einer knusprigen Panade aus Cornflakes und Roter Bete. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Salomon FoodWorld: Burger-Innovationen zwischen Trend und Kalkulation

Im Fokus der Intergastra stehen aber auch dieses Jahr wieder die zahlreichen Aussteller, die ihre innovativen Produkte und Lösungen präsentieren. 

Am Stand von Salomon FoodWorld (Halle 1, Stand 1S350) stehen 2026 vor allem neue Burger-Konzepte im Mittelpunkt. Zwei gemüsebasierte, vegane Patties sind hier die neueste Innovation des Foodservice-Lieferanten. Den Crunchy Kimchi Burger sowie den Butternut Squash Burger gibt es hier als neue Highlights zu probieren. Beim Crunchy Kimchi Burger wird Kimchi Fried Rice in einer Patty-Form zubereitet und von einer knusprigen Panade aus Cornflakes und Roter Bete umhüllt.

Der Butternut Squash Burger bietet spürbare Gemüsestücken und ein Texturspiel. Im Vordergrund steht der Butternut-Kürbis mit seinem süße-nussigen, leicht buttrigen Charakter. Dann kommt der Twist: Schwarzer Reis – verfeinert mit einer nussigen Note – verleiht der zarten Textur Biss. Orientalische Gewürze runden das Geschmackserlebnis ab. 

Butternut Squash Burger
Der Butternut Squash Burger bietet spürbare Gemüsestücken und ein Texturspiel. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Einen zusätzlichen Praxishebel soll der „Smart Burger“ liefern. Das Hybrid-Patty bestehend aus 60 % Rindfleisch und 40 % Weizenprotein soll gleich mehrere Herausforderungen adressieren – CO₂-Reduktion und vor allem Preisdruck im Beefburger-Segment.

Salomon verweist dabei auf deutlich gestiegene Rindfleischpreise in den vergangenen Jahren. Mit der Hybridrezeptur des Smart Burgers ließe sich der Garverlust reduzieren, sodass de Portionsgrößen konstant bleiben, während sich der Wareneinsatz reduziert – mit weniger Fett und ca. 35 % weniger CO2e als der bereits etablierte Homestyle Burger. 

Smart Burger
Das Patty des Smart Burgers besteht zu 60 % aus Rindfleisch und 40 % aus Weizenprotein. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Pentacode: HR-Software mit neuer KI 

Auch Digitalisierung war am ersten Tag ein dominantes Thema auf der Intergastra. Ganz jung mit dabei ist Petacode – zu finden in Halle 4, Stand 4B11. Der HR-Tech-Anbieter hat erst einen Tag vor dem Start der Intergastra sein KI-gestütztes Interface für Unternehmenssoftware veröffentlicht. Die KI trägt den Namen Yna (ein Akronym für „You are not alone“) und soll die Steuerung komplexer Arbeitsprozesse wie Personalverwaltung, Zeiterfassung oder Schichtplanung einfach und nutzerfreundlich gestalten. 

Pentacode
Pentacode ist auf der Intergastra in Halle 4, Stand 4B11 zu finden. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Auf der Intergastra stellt Geschäftsführer Lorenz Strasser nun die neue, dialogbasierte KI vor, die HR-Prozesse per Sprache steuerbar machen soll – bis hin zu Analysen, die in kurzer Zeit erzeugt werden. Im Gespräch mit HOGAPAGE betonte Strasser, dass die KI im Hintergrund Prozesse kombiniere und für Funktionen „kleine Programme“ generiere, statt Nutzer strikt durch Klickpfade zu führen. Zudem verwies er auf die Zuverlässigkeit der KI. Sogenannte „Guardrails“ (Leitplanken) sollen verhindern, dass die KI zu Halluzinieren anfängt. Damit nannte Strasser eine Trefferquote von rund 98 %.

Metro auf der Intergastra
Bei Metro können die Intergastra-Besucher sich durch viele verschiedene Gerichte probieren. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Metro präsentiert Live-Programm mit Starköchen

Bei Metro steht vor allem das Live-Erlebnis im Mittelpunkt. Das Großhandelsunternehmen präsentiert in Halle 1 an gleich mehreren Ständen (Stand 1F31, Stand 1E31, Stand 1H91) ein umfassendes Bühnen- und Showprogramm und präsentiert einige seiner interessantesten Gerichte.

Bereits am ersten Messetag konnten die Besucher bei Metro viele dieser Gerichte selbst verkosten und einigen großen Starköchen beim Live-Cooking über die Schulter schauen, u. a. Heiko Antoniewicz war mit dabei. Auch in den nächsten Tagen wird ein großes Line-up aus Starköchen erwartet. So sollen u. a. noch Tim Raue und Alina Meissner-Bebrout einen Auftritt bei Metro haben. 

Meiko präsentiert innovative Spültechnik

Auch das Thema Spültechnik und Mehrweg spielt auf der Intergastra 2026 eine zentrale Rolle. Der Spültechnikhersteller Meiko zeigt in Halle 3, Stand 3C41, wie sich aktuelle Anforderungen rund um Mehrwegpflicht, Hygiene und Nachhaltigkeit im Betriebsalltag wirtschaftlich abbilden lassen.

Im Fokus stehen Lösungen für die Aufbereitung von Mehrwegspülgut – ein Thema, das durch die EU-Verpackungsverordnung und kommunale Maßnahmen wie Verpackungssteuern weiter an Bedeutung gewinnt. Meiko demonstriert, wie sich unterschiedliche Mehrwegartikel wie Cups, Schalen oder Flaschen flexibel und hygienisch reinigen lassen. Möglich machen das speziell ausgelegte Korbsysteme, die sowohl im Thekenbereich mit der Untertischspülmaschine M-iClean U als auch im Spülbereich mit der Haubenspülmaschine M-iClean H eingesetzt werden können.

Meiko auf der Intergastra
Meiko präsentiert in Halle 3, Stand 3C41, seine Innovationen im Spültechnik-Bereich. (Foto: © HOGAPAGE/Sarah Kleinen)

Für Betriebe, die Mehrweg ohne zusätzliche manuelle Arbeitsschritte umsetzen möchten, zeigt Meiko mit dem Trocknungsmodul QuickDry zudem eine Trocknungslösung, bei denen Kunststoff-Mehrweggeschirr automatisiert von oben und unten getrocknet wird – manuelles Nachtrocknen entfällt.

Wie Nachhaltigkeit im Spülraum ganzheitlich gedacht werden kann, zeigt Meiko in einer Live-Demonstration. In einer kompakten Gastro-Spülküche erleben  Besucher den gesamten Prozess. Dieser reicht von der Entstehung organischer Küchenabfälle bei der Zubereitung eines Smoothies über deren Zerkleinerung und Weitertransport im Speisereste-Management-System Meiko BioMaster Flex bis hin zur Reinigung und Trocknung des wiederverwendbaren Kunststoffbechers in einer Haubenspülmaschine M-iClean HL mit QuickDry-Trocknungsmodul. 

Darüber hinaus gibt Meiko auf der Intergastra einen Ausblick auf eine Produktneuheit: Erstmals in Deutschland wird eine neue Generation der Korbtransport-Spülmaschine vorgestellt. Nach der internationalen Präsentation auf der Host in Mailand erhalten Fachbesucher in Stuttgart einen ersten Einblick in die neue Technik.

Ausblick auf die kommenden Tage

Die Intergastra 2026 läuft noch bis einschließlich Mittwoch, den 11. Februar 2026. Bis dahin haben Fachbesucher die Gelegenheit, neue Produkte anzusehen, sich in Fachforen weiterzubilden und Netzwerke zu stärken – bevor die Messe am 11. Februar ihren Abschluss findet.

(SAKL/Salomon FoodWorld/Metro/Meiko/Pentacode)

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