Internorga 2026 präsentiert die aktuellen Food-Highlights
Endlich ist wieder Internorga! Und wie in jedem Jahr präsentieren auch diesmal wieder zahlreiche Aussteller ihre innovativen Produkte und Ideen. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten.
Daher führte auch in diesem Jahr wieder Karin Tischer, international anerkannte Food-Trendforscherin und Inhaberin des Forschungs- und Entwicklungsinstituts food & more in Kaarst, bei ihrem Internorga-Trendrundgang durch die Hamburger Messehallen, um auf kompakte Weise die angesagtesten und aktuellen Food- und Beverage-Trends vorzustellen. Auch HOGAPAGE war dabei und hat die wichtigsten Stationen festgehalten.
Im Mittelpunkt der Trendtour standen neue Zutaten, alternative Produktkategorien, alkoholfreie Getränkekonzepte sowie internationale Geschmackseinflüsse. Mehrere Stationen des Rundgangs zeigten, wie Hersteller auf veränderte Konsumgewohnheiten und neue Anforderungen im Foodservice reagieren.
Pilze als neue Produktkategorie
Ein Ansatz, der auf dem Rundgang vorgestellt wurde, setzt Pilze bewusst ins Zentrum der Küche. Das Unternehmen Mush Roots entwickelt Menükomponenten auf Pilzbasis und positioniert sie als eigene Kategorie neben tierischen und pflanzlichen Produkten.
Zum Sortiment gehören unter anderem Pilz-Bällchen, Pilz-Patties, Pilz-Hack sowie Varianten von Bratwurst oder Currywurst auf Pilzbasis. Die Produkte zeichnen sich laut Unternehmen durch einen ausgeprägten Umami-Geschmack, eine natürliche Textur sowie ein proteinreiches und ausgewogenes Nährstoffprofil mit Ballaststoffen und wenig gesättigten Fettsäuren aus. Gleichzeitig sollen sie sich unkompliziert in Großküchen einsetzen lassen – etwa in Pasta-Gerichten, Currys oder klassischen Burger-Konzepten.
Geflügel trifft asiatische Aromen
Auch internationale Geschmackseinflüsse spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Am Stand von Wiesnhof Gastro Service werden unter dem Motto „Eat.Asia.Taste“ verschiedene Asia-Fusion-Kreationen vorgestellt. Passend dazu präsentiert sich der Wiesnhof-Stand in Halle A4, Stand A4.105 in einem farbenfrohen Manga-Look.
Im Fokus stehen hier jedoch die neuen Produkte, unter anderem die Chicken-Burger-Patty-Varianten „Green Matcha“ und „Kimchi Style“. Während der Matcha-Patty mit grünem Tee und einer Reiscrispies-Panade arbeitet, kombiniert die Kimchi-Version eine Reisflakes-Panade mit einem Mix aus Chinakohl, Kohlrabi, Paprika, Knoblauch und Ingwer.
Daneben wird mit Chicken Karaage eine Neuinterpretation des japanischen Streetfood-Klassikers vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Hähnchenoberkeulenfleisch, das mit einer Panade ummantelt ist, die mit einer
feinen Soja-Saucen-Note.
Ergänzt wird das Sortiment durch mehrere pflanzenbasierte Produkte wie vegane Falafel, vegane Smash Burger Pattys und vegane Shrymps.
Snacks und Backwaren mit internationalem Einfluss
Auch im Bereich Snacking zeigte der Trendrundgang mit Karin Tischer verschiedene Ansätze. Backunion präsentiert unter anderem Empanadas mit Spinat-Käse-Füllung, inspiriert von argentinischen Rezepturen. Die Snacks können als Fingerfood, Streetfood oder To-go-Angebot eingesetzt werden.
Mit dem Apple Pie Börek verbindet das Unternehmen eine Apfel-Zimt-Füllung mit einem knusprigen Filo-Teig. Das vegane Produkt eignet sich sowohl als Frühstückssnack als auch als Dessert oder Begleitung zum Kaffee.
Ein weiteres Beispiel für internationale Einflüsse ist das Croissant Yuzu Style, bei dem französische Backkunst mit der japanischen Zitrusfrucht Yuzu kombiniert wird.
Apfel-Snack als vielseitige Menüoption
Ebenfalls Teil des Trendrundgangs waren sogenannte Apple Fries – ein knuspriger Snack aus ganzen Äpfeln. Das Produkt ist tiefgekühlt erhältlich und lässt sich in Gastronomiebetrieben schnell und unkompliziert zubereiten, etwa in der Fritteuse, im Airfryer, im Backofen, in der Pfanne oder im Kombidämpfer.
Die Apfel-Sticks sind zu 100 Prozent vegan und kommen ohne Zusatzstoffe aus. Durch ihre vielseitige Einsetzbarkeit können sie sowohl süß als auch herzhaft serviert werden. Für den Foodservice bieten sie laut Anbieter eine einfache Zubereitung, konstante Qualität sowie eine lange Lagerfähigkeit. Als Snack sollen sie gleichermaßen Kinder und Erwachsene ansprechen.
Alkoholfreie Drinks auf Premium-Niveau aus Bio-Zutaten
Im Getränkebereich überraschen alkoholfreie Alternativen. Das Unternehmen Franz von Fein stellt ein Sortiment aus Aperitifs und Sparkling Cuvées vor, die aus Bio-Früchten, Kräutern und Blüten hergestellt werden.
Zu den Produkten zählen unter anderem der Rubin Aperitif mit Wacholderbeere, Hibiskus und Zitrone sowie der Bernstein Aperitif mit Lavendel, Rosmarin und Orange. Ergänzt wird das Angebot durch zwei alkoholfreie Sparkling Cuvées, die mit fermentiertem Tee und Botanicals verfeinert wurden.
Die Getränke sind als Aperitif, Spritz-Variante oder alkoholfreie Cocktailinterpretation einsetzbar.
Smoothies mit regionalen Bio-Zutaten
Ein weiteres Beispiel aus dem Getränkesegment stammt vom Nürnberger Start-up kraftschluck. Das Unternehmen produziert Smoothies aus Bio-Zutaten aus Deutschland und verzichtet dabei auf typische Zutaten wie Banane oder Mango. Stattdessen kommen unter anderem regional angebauter Bio-Ingwer sowie Gemüse, Obst und Beeren zum Einsatz – alles in Bio-Qualität.
Mit einem neuen Markenauftritt will sich kraftschluck stärker im Premiumsegment positionieren und sich im Smoothie-Regal deutlicher vom Wettbewerb abheben.
Mikroalgen als funktionale Zutat
Auch zum diesjährigen Sieger des Internorga Zukunftspreises 2026 in der Kategorie „Nahrungsmittel & Getränke“ führte die Trendtour von Karin Tischer wieder. Das Unternehmen Algenwerk setzt auf frische Spirulina als Zutat für Lebensmittel. Im Gegensatz zu getrockneten Algenprodukten bleibt laut Unternehmen bei frischer Spirulina das vollständige Nährstoffprofil erhalten.
Die Mikroalge kann unter anderem als Emulgator, Stabilisator oder Texturgeber eingesetzt werden und so helfen, synthetische Zusatzstoffe zu reduzieren. Zudem wird sie als ressourcenschonende Proteinquelle beschrieben.
Einblicke in aktuelle Entwicklungen
Der Trendrundgang auf der Internorga 2026 machte deutlich, wie vielfältig die aktuellen Entwicklungen im Foodservice sind. Neue Rohstoffe, alternative Produktkonzepte, internationale Geschmacksprofile sowie alkoholfreie Getränkeoptionen gehören zu den Themen, mit denen sich Hersteller derzeit beschäftigen.
Die Messe bietet damit nicht nur eine Plattform für Produktneuheiten, sondern auch einen Überblick über die Trends, die Gastronomie und Außer-Haus-Markt künftig prägen könnten.
(SAKL)