„Koch des Jahres“ 2026 startet mit emotionalem Kick-off
Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ ist in eine neue Runde gestartet. Am 23. März 2026 trafen die 16 Halbfinalisten und ihre Assistenten im Rational-Werk in Landsberg am Lech erstmals auf die „Koch des Jahres“-Industriepartner.
In kurzen Präsentationen stellten sich beide Seiten vor. Im Fokus stand dabei das Motto des diesjährigen Halbfinales: Kindheitserinnerungen. Ein weiteres zentrales Element war ein Speed-Dating-Format, bei dem Teams und Partner in kurzen Gesprächen Kontakte knüpfen konnten.
„Dieses Format legt das Fundament“, erklärt Christian Kamm, Geschäftsführer der Roika Solutions GmbH. „Hier entstehen die Synergien und Beziehungen, die weit über den Wettbewerbstag hinausreichen.“
Geschäftsführerin Nuria Roig ergänzt: „Die Gastfreundschaft von Rational hat den perfekten Rahmen geboten, um diesen Spirit von Anfang an spürbar zu machen.“
Die 16 Kandidaten im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):
- Volodymyr Artamonov (Chef de Partie, Restaurant Moya – by Daniel Wallenstein im Boutique Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach)
- Simon Bantle (Küchenchef, Restaurant Goldener Engel, Ihringen)
- Lukas Baumgartner (Junior Souschef Restaurant Auerhahn im Hotel Auerhahn, Schluchsee)
- Tetiana Berezhna(Köchin, Erkelenz)
- Olimpia Cario (Küchenchefin und Inhaberin, Wirtshaus zum Herrmannsdorfer Schweinsbräu (Grüner Stern), Glonn)
- Semi Hassine (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Fachwerk, Hattingen)
- Daniel Heidkamp (Junior Souschef, Restaurant Leu im Hotel Clostermannshof, Niederkassel)
- Aljoscha Knoblich (Souschef, Restaurant Jellyfish, Hamburg)
- Sascha Lein (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Loch19, Freudenstadt)
- Mario Ludwig (Koch, Waldjungfrau farm-to-fork e.U., Tiefenbach)
- Mustafa Mirzaei (Souschef, Restaurant Johanns, Waldkirchen)
- Mauricio Morán (Souschef, Restaurant Solo Du, Bischofswiesen)
- Justus Napp (Koch, Restaurant Marie, Hannover)
- Sascha Schwarzer (Küchenchef, Wohlfühlhotel zur Post, Langdorf)
- Christopher Stevenson(Küchenchef und Leiter Kochwerkstatt, BASF Gastronomie, Ludwigshafen)
- Markus Suntinger(Souschef, Restaurant Fukagawa, Berlin)
Technische Innovation gegen Fachkräftemangel und steigende Kosten
Im Rahmen von Werksführungen und Workshops erhielten die Teilnehmer Einblicke in moderne Küchentechnik. Dabei wurde deutlich, wie innovative Lösungen den Küchenalltag entlasten können.
„Viele unterschätzen das Potenzial von Geräten wie dem iVario in der Restaurantküche. Aber genau hier liegen die Antworten auf drängende Probleme wie steigende Kosten, Platzmangel und dem massiven Fachkräftemangel“, sagt Christian Thiele, Corporate Chef bei Rational und technischer Juror des Wettbewerbs.
Wenn Kindheitserinnerungen zu kulinarischer Avantgarde werden
Das diesjährige Halbfinale bricht mit den Konventionen klassischer Fine-Dining-Gänge. Stattdessen gilt es für die Köche in zwei Tellern den Spannungsbogen zwischen ihren kulinarischen Wurzeln und der eigenen, modernen Handschrift zu erzählen.
Die Aufgabe: Ein einfaches Gericht, das eine tiefe Kindheitserinnerung widerspiegelt, in einer klassischen „Old School“- und modernen „New School“-Interpretation zu präsentieren. Ein Thema, dass tiefe Emotionen weckt und bewegt, denn es führt jeden Teilnehmer zurück zu dem ersten kulinarischen Erlebnis, an dem alles begann.
Schon beim Kick-Off wurde spürbar, welche Kraft in dieser Aufgabe liegt. „Ich hatte nicht erwartet, dass es heute schon so emotional wird. Aber die Bandbreite und tiefen Emotionen, die das Thema Kindheitserinnerungen gerade bei einem so internationalen Teilnehmerfeld hervorbringen, haben für echte Gänsehautmomente gesorgt“, sagte Christin Heitmeyer (Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH).
Auch Fred Burtscher (11er Kartoffelspezialitäten) sieht in dem Thema die ultimative Herausforderung: „Kindheitserinnerungen sind oft der Grund, warum man diesen Beruf überhaupt ergreift. Die Kunst liegt darin, das Einfache auf ein handwerkliches Top-Niveau zu heben, ohne die Seele des Gerichts zu verlieren.“
Netzwerk, Austausch und langfristige Partnerschaften
Für viele Kandidaten ist „Koch des Jahres“ mehr als ein Wettbewerb. Der Austausch und das Netzwerk spielen eine wichtige Rolle für die berufliche Entwicklung.
„Als selbstständiger Gastronom brauche ich Partner, auf die ich mich verlassen kann“, sagt Sascha Lein (Inhaber und Küchenchef, Loch19, Freudenstadt). „Die Kontakte, die wir hier knüpfen und das ehrliche und konstruktive Feedback unter Kollegen hat einen enormen Mehrwert für mich und schärft mein persönliches Wachstum, wie man es allein im eigenen Betrieb oft nicht findet.“
Auch für die Partner ist dieser direkte Draht zu den Kandidaten ein wertvolles Gut und der Startschuss für langfristige Geschäftsbeziehungen: „Das Kennenlern-Event ist für uns einzigartig: Man spürt diese besondere Aufregung der Teilnehmer – noch bevor der Stress des Wettbewerbs beginnt. Es ist unsere Chance, die Menschen hinter den Kochstilen persönlich zu treffen und ihnen in dieser euphorischen Stimmung unsere volle Unterstützung zuzusichern,“ betont Donna Frosdick (Churchill).
Küchenparty mit bekannten „Koch des Jahres“-Stars
Der Tag gipfelte in einem kulinarischen Highlight – der aktuell amtierende Koch des Jahres Daniel Wallenstein (Restaurant Moya – by Daniel Wallenstein im Boutique Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach) sowie die ehemaligen „Koch des Jahres“-Teilnehmer Marcel von Winckelmann (Restaurant Marcel von Winckelmann, Passau) und Sonja Denninger (Rauschenberger Eventcatering, München) überraschten die Gäste mit besonderen Gerichten.
Der Startschuss ist gefallen
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Das Halbfinale findet am 26. April in der Allianz Arena in München statt. Dort entscheidet sich, welche Kandidaten ins Finale einziehen.
(Roika Solutions/SAKL)