Louis Renier ist Weltmeister der Wildpastete
Louis Renier hat die zweite Weltmeisterschaft der Wildpastete „Le Meilleur Pithiviers“ gewonnen. Der Koch setzte sich am 27. Oktober 2026 beim Wettbewerb im elsässischen Kaysersberg gegen internationale Konkurrenz durch. Der zweite Platz ging an Florent Peresse, Nicolas Delaroque belegte Rang drei.
Weltmeisterschaft der Wildpastete: Louis Renier überzeugt die Jury
Austragungsort des Wettbewerbs war das Restaurant Le Chambard von Zwei-Sterne-Koch Olivier Nasti in Kaysersberg. Die Meisterschaft widmet sich dem Pithiviers, einer traditionellen französischen Pastetenspezialität, die in diesem Wettbewerb mit Wildfleisch zubereitet wird.
Renier arbeitet als Souschef im Restaurant La Chèvre d’Or in Èze an der französischen Riviera. Mit seinem Sieg unterstreicht er seine Position in der gehobenen Gastronomie. Bereits 2022 hatte er bei der Weltmeisterschaft des „Lièvre à la Royale“ den zweiten Platz erreicht.
Entscheidend für den Erfolg waren die handwerkliche Ausführung und das Zusammenspiel der Komponenten. Renier überzeugte mit feinem Blätterteig, präzisen Gartechniken, einem kräftigen und zugleich ausgewogenen Jus sowie einer harmonischen Abstimmung der Aromen. Seine Kreation verband die klassische Zubereitung mit einer zeitgemäßen Interpretation.
Internationales Teilnehmerfeld und 5.000 Euro Preisgeld
Den Titel des Vizeweltmeisters sicherte sich Florent Peresse vom Restaurant Les Prés d’Eugénie. Auf Platz drei kam Nicolas Delaroque von La Maison de Nico in San Francisco.
Auch die weiteren Finalisten wurden für ihre Leistungen gewürdigt. Zu ihnen gehörten Brice Goeuriot vom Restaurant Nuance in Bayonne, Gilles Leininger vom Le Jardin Secret in La Wantzenau, Go Ishii vom Monolith in Tokio, Maxence Fouchard vom La Côte Saint-Jacques in Joigny sowie Romain Desvenain vom Bistrot du Lion d’Or in der Schweiz.
Der Wettbewerb umfasste drei Kategorien: Federwild, Haarwild und gemischte Wildpasteten. Für den ersten Platz erhielt Renier neben der offiziellen Trophäe ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie weitere Preise der Wettbewerbspartner. Auch die Zweit- und Drittplatzierten wurden ausgezeichnet.
Sterneköche und Fachleute bewerten
Ins Leben gerufen wurde die Weltmeisterschaft von den drei französischen Spitzenköchen und Trägern des Titels „Meilleur Ouvrier de France“ Olivier Nasti, Éric Briffard und Fabien Pairon. Die Ehrenpräsidentschaft übernahm Michel Roth, ebenfalls Meilleur Ouvrier de France und Gewinner des Bocuse d’Or 1991.
Die Bewertung erfolgte durch zwei Jurys mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Verkostungsjury beurteilte Geschmack, Aromen und die Gesamtkomposition der Pasteten. Ihr gehörten unter anderem Éric Frechon, Pierre Resimont, Christophe Bacquié und David Bizet an. Auch Vertreter der Gastronomiekritik, darunter Hugo de Saint Phalle von Le Point sowie Marc Esquerre und Knut Schwander von Gault & Millau, waren beteiligt.
Die Küchenjury konzentrierte sich auf die handwerkliche Umsetzung, die Gartechniken und das fachgerechte Anschneiden der Pasteten. Zu ihren Mitgliedern zählten unter anderem Patissier Camille Lesecq, Charcuterie-Spezialist Arnaud Nicolas und Jérôme Jaegle vom Restaurant L’Alchémille in Kaysersberg.
Mit der Meisterschaft wollen die Veranstalter die anspruchsvolle handwerkliche Arbeit hinter einer klassischen französischen Wildpastete würdigen und den fachlichen Austausch zwischen Spitzenköchen aus verschiedenen Ländern fördern.
(Le Chambard/KAGI)