Politik & Gastgewerbe

Bund will Heizpilze für Gastronomen fördern

Thomas Bareiß
CDU-Spitzenpolitiker Thomas Bareiß kündigt eine finanzielle Förderung von Heizpilzen an. (©picture alliance / Felix Kästle/dpa | Felix Kästle)
Die Bundesregierung plant offensichtlich, im Rahmen der laufenden Überbrückungshilfen auch Heizpilze für die Gastronomie finanziell zu unterstützen.
Montag, 19.10.2020, 10:28 Uhr, Autor: Thomas Hack

Trotz der Kritik von vielen Seiten: Nun sollen Heizpilze für die Gastronomie sogar vom Bund gefördert werden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. „Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung“, habe der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dem Handelsblatt gegenüber verlauten lassen. „Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.“ Damit solle der „stark gebeutelten“ Gastronomie in dieser schweren Zeit geholfen werden.

„Wir sollten ganz pragmatisch helfen.“ (Grüne)

Auch die Grünen plädieren offensichtlich für eine Aussetzung des Heizpilz-Verbots. „Ich bin kein Freund von Heizpilzen, aber in Pandemiezeiten sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst“, habe der Grünen-Wirtschaftspolitiker Dieter Janecek dem Handelsblatt gesagt. „Gaststätten, Restaurants und Kultureinrichtungen droht bei steigenden Infektionszahlen diesen Herbst und Winter eine massive Pleitewelle, deshalb sollten wir ganz pragmatisch helfen.“ (dpa/TH)

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