Schutzmaßnahmen

Dehoga fordert Wegfall der Gastro-Sperrstunde in Thüringen

Closed Schild an der Tür
Gaststätten müssen in Thüringen um 22 Uhr schließen. (Foto: © NATHAPHAT NAMPIX/stock.adobe.com)
Nach der Vertagung der 2G-Plus-Regelung für die Thüringer Gastronomie fordern Branchenvertreter nun auch eine Aufhebung der geltenden Sperrstunde ab 22 Uhr.
Freitag, 21.01.2022, 10:19 Uhr, Autor: Martina Kalus

„Wir fordern das Gesundheitsministerium auf, auch diese, in seiner Wirkung völlig unsinnige und unsere Kollegen massiv einschränkende Regelung abzuschaffen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Thüringen, Dirk Ellinger, am Donnerstag. Die ursprüngliche Begründung mit der Ausgangssperre für Ungeimpfte erschließe sich nicht im Ansatz, da diese unter der 2G-Regelung ohnehin nicht in Gaststätten dürften.

In Thüringen dürfen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, ihre Wohnung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr nicht ohne triftigen Grund verlassen. Gaststätten müssen um 22 Uhr schließen. Die Landesregierung hatte am Dienstag überraschenderweise angekündigt, die angedachte 2G-Plus-Regel für die Gastronomie um voraussichtlich zwei Wochen zu verschieben. Damit kann das Gastgewerbe weiter Besucher empfangen, die geimpft oder genesen sind. Eine zusätzliche Testpflicht wie bei 2G Plus besteht in Thüringen damit weiter nicht.

Verfügbarkeit von Tests nicht ausreichen

Dehoga-Präsident Mark Kühnelt sagte, er begrüße die Entscheidung ausdrücklich. Der Verband habe auch die dringende Forderung, dass das so bleibt. Gerade im ländlichen Raum oder an Wochenenden sei die Verfügbarkeit von Tests nicht im Ansatz ausreichend.

Dem Dehoga zufolge ist derzeit mehr als jeder fünfte Betrieb in Thüringen geschlossen, ein weiteres Viertel der Unternehmer gehe von einer Schließung aus. Bei einer möglichen 2G-Plus-Regel befürchteten demnach neun von zehn Unternehmern weniger Gäste und Umsatzausfälle.

(dpa/MK)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Porträt von Olaf Seibicke
Personalie
Personalie

Hotel Hohenhaus ernennt neuen Direktor

Hohenhaus begrüßt Olaf Seibicke als neuen Hoteldirektor. Der erfahrene Hotelmanager übernimmt Anfang kommenden Jahres die Leitung des traditionsreichen Hauses und bringt umfassende Expertise sowie frische Impulse für die Weiterentwicklung mit.
Gastronomen-Paar schaut verzweifelt auf ein Tablet
Thüringen
Thüringen

„Es ist nicht mehr hinnehmbar“

Hoteliers und Gastronomen kritisieren das Regelungswirrwarr zur Eindämmung der Corona-Infektionen. Über zwanzig regionale Verordnungen gibt es aktuell in Thüringen.
Kellnerin steht lächelnd bei Gästen
Thüringen
Thüringen

Mehr ausländische Arbeitskräfte im Thüringer Gastgewerbe

Die Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie haben das Gastgewerbe in Thüringen heftig getroffen. Viele Beschäftigte haben sich deswegen woanders Arbeit gesucht. So ist die Situation heute.
Musikantenfreundliches Wirtshaus
Wirtshauskultur
Wirtshauskultur

Dehoga Bayern stärkt musikantenfreundliche Wirtshäuser

Volksmusik, Tanz und bayerische Wirtshauskultur sollen wieder stärker in den Fokus rücken: Mit der Aktion „Musikantenfreundliches Wirtshaus“ zeichnet der Dehoga Bayern Gaststätten aus, die Raum für lebendige Traditionen schaffen. 
2. Vizepräsident DEHOGA Bayern Andreas Brunner, Geschäftsführerin DEHOGA Bundesverband Jana Schimke, Luca Paolo Scimia (Fachmann für Restaurants- und Veranstaltungsgastronomie), Annabell König (Köchin), Monja Sayer (Hotelfachfrau), DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Wettkampfleiter und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses Hans Schneider
Auszeichnung
Auszeichnung

Bayerische Jugendmeister 2026 stehen fest

49 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe traten bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften 2026 in der Münchner Allianz Arena gegeneinander an. Der Wettbewerb zeigte einmal mehr das hohe Ausbildungsniveau der Branche im Freistaat.
Gäste aus Hotellerie, Politik und dem DEHOGA Bayern
Zusammenschluss
Zusammenschluss

„Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“: Neue Hotelkooperation im Bayerischen Jura gestartet

Elf familiengeführte Hotels aus dem Bayerischen Jura haben sich zu einer neuen Kooperation zusammengeschlossen. Die Initiative „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ soll die Region als Destination für Natur, Erholung und Gastfreundschaft stärker positionieren.
John K. Tuwei, Director International Projects State Department TVET, Sebastian Groth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, Samuel Waititu, Chief Principal, The Kiambu National Polytechnic (KINAP), Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Catherine Karanja, Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung, Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, künftige Auszubildende.
Kenia-Projekt
Kenia-Projekt

Talent Gateway stärkt Ausbildung im Gastgewerbe

Reem Alabali Radovan, die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich in Kenia über das Projekt Talent Gateway informiert. Die Initiative verknüpft Nachwuchskräfte mit Ausbildungsplätzen in Deutschland und soll perspektivisch ausgeweitet werden.
Gereon Haumann
Kritik
Kritik

Dehoga Rheinland-Pfalz gegen Bettensteuer

Etliche Betriebe müssen aufgeben, die Auslastung liegt unter dem Bundesdurchschnitt: Die Hotel- und Gaststättenbranche fordert daher mehr Unterstützung und Entlastung, statt weiterer bürokratischer Belastung.
Kellnerin zeigt auf Speisekarte, die der Gast hält
Kritik
Kritik

Gastronomie macht Front gegen Tierhaltungslogo

Künftig sollen auch Restaurants Angaben zur Tierhaltung verpflichtend ausweisen – so die Pläne der Koalition. Die Branche protestiert.