Politik

Hamburger Gastro fordert Heizpilz-Entscheidung

Die Gastronomie in der Hansestadt drängt auf eine klare Aussage zur Heizpilznutzung. Der Dehoga fordert ein einheitliches Aussetzen des Verbots „und keinen Flickenteppich“. Stuttgart macht’s vor.

Mittwoch, 09.09.2020, 16:33 Uhr, Autor: Kristina Presser
Heizstrahler

Auf die befristete Zulassung von Heizstrahlern und -pilzen hofft die Gastronomie landesweit. (Foto: ©Ralf Geithe/stock.adobe.com)

Hamburgs Gastgewerbe hat Senat und Bezirke aufgefordert, eine Entscheidung über den Einsatz von Heizgeräten für die Außengastronomie zu treffen. Der Hamburger Dehoga-Präsident Franz J. Klein mahnte: „Hier besteht dringender Handlungs- und Erklärungsbedarf seitens der zuständigen Stellen.“ Der Verband habe bislang trotz intensiver Bemühungen nicht klären können, welche Regelungen wo in Hamburg gelten.

„Unsere Forderung ist die Zulassung von Heizpilzen oder anderen Wärmeanlagen mindestens bis Ende des Jahres und kein Flickenteppich, sondern gleiche Regelung für alle Bezirke“, sagte Klein. Die Gastronomie mit Außenplätzen benötige dringend Klarheit. „Mit der Außengastronomie könnten zahlreiche Betriebe die immer noch großen Umsatzeinbußen auf Grund der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zumindest teilweise kompensieren.“

Bislang sind Heizpilze und ähnliche Geräte zur Erwärmung von Terrassen oder Außengastronomie in Hamburg im öffentlichen Raum genehmigungspflichtig. Die Bezirke lehnen den Einsatz häufig ab, weil die Heizpilze als umweltschädlich gelten.

Etwas weiter ist da Stuttgart. Oberbürgermeister Fritz Kuhn will den Gastwirten in der Corona-Pandemie entgegenkommen und die Nutzung von Heizpilzen im Herbst und Winter vorübergehend auch in der Innenstadt erlauben lassen. Die befristete Erlaubnis soll nach Kuhns Vorstellung bis April 2021 gelten. Um die Pläne umsetzen zu können, benötigt der OB nach Angaben eines Stadtsprechers eine einfache Mehrheit im Gemeinderat.(dpa/lno/lsw/KP)

 

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