Coronapolitik

IHKs fordern Perspektiven für Gastgewerbe und Tourismus

Die Wirtschaftsverbände und Kammern Sachsen-Anhalts fordern eine Öffnungsperspektive für die Tourismusbranche. Doch auch die Landesregierung arbeitet an einer Lockerungsstrategie.

Mittwoch, 17.02.2021, 15:15 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine kellnerin in einem Lokal

(© davit85/stock.adobe.com)

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsverbände und Kammern haben für die Tourismusbranche eine Öffnungsperspektive gefordert. „Es ist unverständlich, wieso der Tourismus trotz seiner unbestritten hohen Bedeutung und der eingeführten umfassenden Hygienekonzepte bei Öffnungsszenarien stets nachrangig betrachtet wird“, hieß es in einem gemeinsamen Papier des Landes-Dehoga, der IHKs Halle-Dessau und Magdeburg sowie des Tourismusverbandes Sachsen-Anhalt. „Kaum eine andere Branche befand sich länger im Lockdown. Zudem führten Öffnen und Schließen insbesondere in der Gastronomie zu immensen Zusatzkosten durch verderbende Frischware“, hieß es in dem Papier. „Die Perspektivlosigkeit setzt den Unternehmern im Land stetig zu.“

„Abstimmung mit den Nachbarbundesländern“

Notwendig sei ein nachvollziehbarer Stufenplan, der sich an Inzidenzzahlen sowie an anderen Faktoren wie der Impfquote und den Intensivbetten orientiere. Autarken Beherbergungseinrichtungen wie Campingplätzen und Ferienhäusern sollte eine zeitnahe Öffnung ermöglicht werden. Zudem sollten aus Sicht der Unterzeichner innerhalb von Sachsen-Anhalt in allen Regionen die gleichen Regelungen gelten und eine Abstimmung mit den Nachbarbundesländern erfolgen. Derzeit arbeitet die Landesregierung an einem Konzept, wie die Rückkehr zur Normalität aussehen könnte. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte angekündigt, bis zum 26. Februar werde eine langfristige Öffnungsstrategie, der „Sachsen-Anhalt-Plan 2021“, entwickelt. Jedes Ministerium lege für seinen Bereich ein Szenario vor. (lah/TH)

 

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