Politik

Lemke fordert Verlängerung der Energiepreisbremse

Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat gefordert, die Energiepreisbremsen bis April 2024 zu verlängern.
Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat gefordert, die Energiepreisbremsen bis April 2024 zu verlängern. (Foto: © picture alliance / Flashpic | Jens Krick)
Nach wie vor machen die hohen Energiekosten den Wirten und Hoteliers zu schaffen. Die Energiepreisbremse greift zwar noch, doch eine Verlängerung bis April 2024 ist noch unklar. Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke bezieht dazu Stellung. 
Mittwoch, 20.09.2023, 13:50 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker

Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat gefordert, die Energiepreisbremsen bis April 2024 zu verlängern.

„Die Ende 2022 eingeführten Strom- und Gaspreisbremsen waren insbesondere im vergangenen Winter ein wichtiges Instrument, um vor besonderen Härten und Preissprüngen aufgrund der kriegsbedingten Energiekrise zu schützen“, sagte die Grünen-Politikerin laut Mitteilung.

„Es braucht die Energiepreisbremse auch im kommenden Winter“

„Auch wenn sich die Lage auf den Energiemärkten in den letzten Monaten entspannt hat, ist die Gefahr kurzfristig steigender Preise im nun bevorstehenden Winter nicht gebannt.“ Daher brauche es die Energiepreisbremsen auch im kommenden Winter als Absicherung für die Verbraucher. 

Zuvor hatte sich unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund dafür ausgesprochen, die Strompreisbremse über das Jahresende hinaus zu verlängern.

„Die Strompreisbremse wirkt, jedoch nicht ausreichend, und muss daher verlängert und in diesem Zuge an die aktuellen Herausforderungen angepasst werden“, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Mittwoch laut Mitteilung.

Hintergrund zur Strom- und Gaspreisbremse

Die staatliche Strompreisbremse war neben der Gaspreisbremse im Dezember beschlossen worden, um Privathaushalte sowie Firmen angesichts stark gestiegener Preise zu entlasten.

Sie greift seit März. Rückwirkend gab es eine Entlastung für Januar und Februar. Eine Verlängerung bis zum April 2024 ist im Gesetz angelegt. Darüber müsste aber gesondert entschieden werden.

(dpa/THWA)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Porträt von Michael Koudelka
Energiekosten
Energiekosten

Dynamischer Stromtarif für Hotels und Restaurants im Praxischeck

Schwankende Energiepreise versprechen Einsparungen, erschweren aber die Kostenplanung. Experte Michael Koudelka erklärt im exklusiven HOGAPAGE-Interview, welche Voraussetzungen Betriebe benötigen und wo finanzielle Risiken entstehen.
Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Iran-Deal
Iran-Deal

Einigung zwischen USA und Iran: Entspannung für das Gastgewerbe in Sicht?

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Das nährt die Hoffnung auf wirtschaftliche Entspannung – auch für Hotellerie und Gastronomie.
Gastronom bei der Abrechnung
Preisdruck
Preisdruck

Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,9 % – Folgen für das Gastgewerbe

Mit dem Iran-Krieg sind die Preise in Deutschland nach oben geschnellt. Vor allem steigende Energiekosten treiben die Inflationsrate Richtung Drei-Prozent-Marke. Das belastet auch das Gastgewerbe.
Stephan Weil
Entlastung
Entlastung

Energiepreisbremsen vom Bundesrat gebilligt

Erst gestern hatte der Bundestag die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme beschlossen. Jetzt hat der Bundesrat diese gebilligt. Mit den Preisbremsen sollen die Folgen der stark gestiegenen Preise für Verbraucher und Unternehmen wie Gastronomie- und Hotelbetriebe abgefedert werden.
Gäste bezahlen im Restaurant
Kostenanstieg
Kostenanstieg

Erste Gastronomen und Hoteliers führen Energiepauschale ein

Die Energiekrise und die Inflation stellen Restaurants und Hotels derzeit vor große Herausforderungen. Um die gestiegenen Kosten abzufedern, greifen Inhaber nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen.
Bundesfinanzminister Christian Lindner
Aktuelles
Aktuelles

Gaspreisdebatte – Aufschlag oder Bremse?

Die großen Sprünge bei den Gaspreisen sollen gestoppt werden. Doch über die Finanzierung ist ein Streit entbrannt. Auch, was aus der Umlage wird, die erstmal noch auf die Preise aufgeschlagen wird, ist unklar. Was sind die Pläne der Regierung und was heißt das für die Hotel- und Gastronomiebranche?
Warm beleuchtetes Restaurant neben einer symbolisch dargestellten Gasspeicheranlage mit Rohrleitungen an einem frostigen Abend.
Energieversorgung
Energieversorgung

Gasspeicher verfehlen Winterziel

Hotels und Restaurants benötigen verlässlich kalkulierbare Energiekosten. Deutschland startet jedoch mit geringeren Gasreserven in die Heizsaison. Welche Risiken entstehen dadurch für Hoteliers und Gastronomen?
Zweigeteiltes Bild: Ein Servicemitarbeiter berät einen Gast im Restaurant, ein Koch richtet in einer Profiküche einen Teller an.
Berufswahl
Berufswahl

Gastro- und Hoteljobs mit viel oder wenig Gästekontakt

Rezeption, Restaurantservice, Küche, Verwaltung: Das Gastgewerbe bietet unterschiedliche berufliche Wege. Während manche Bewerber den persönlichen Austausch schätzen, bevorzugen andere handwerkliche Aufgaben oder organisatorische Abläufe. Wie sich eine passende Stelle finden lässt.
Junge Frau mit Gast an Rezeption
Aktuelle Lage
Aktuelle Lage

Arbeitslosigkeit sinkt, Ausbildung schwächelt

Die Herbstbelebung am deutschen Arbeitsmarkt bleibt verhalten. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Oktober unter drei Millionen gesunken, im Vorjahresvergleich liegt sie jedoch höher. Gleichzeitig verschärft sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt – eine Entwicklung, die auch für die Nachwuchsgewinnung in Hotellerie und Gastronomie relevant ist.