Studie

Wie die Bürokratie im Gastgewerbe überhand nimmt

Ein Mann erstickt an einer Papierflut
Wie erdrückend die deutsche Bürokratie für das Gastgewerbe tatsächlich ist, hat nun der DIHK in einer aktuellen Studie herausgefunden. (© Luis Louro/stock.adobe.com)
Eine aktuelle DIHK-Studie zeigt: Deutschlands Hotelgewerbe leidet massiv unter einer bürokratischen Last an Vorschriften und Regelungen. Für viele Hoteliers gerät allmählich die eigene Existenz in Gefahr. 
Montag, 24.02.2020, 12:46 Uhr, Autor: Thomas Hack

Seit Wochen ist die neue Kassenbonpflicht im Gespräch, doch diese macht nur einen kleinen Prozentsatz derjenigen Regelungen aus, unter welchem insbesondere das Gastgewerbe zu leiden hat. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat nun exemplarisch die Hotelleriebranche unter die Lupe genommen und eine groß angelegte Studie zur Höhe der tatsächlichen bürokratischen Belastungen durchgeführt. Die zermürbende Erkenntnis: die Bürokratie in der Hotelbranche nimmt mittlerweile derart drastische Züge an, dass dadurch bei vielen Betreibern sogar die Existenz gefährdet ist. Abgesehen vom Zeitaufwand würden ganze 2,5 bis 6,0 vom Umsatz abgezweigt werden müssen, um allen auferlegten Regelungen gerecht zu werden.

125 Vorschriften müssen eingehalten werden

„Es ist erschreckend, wie viel Zeit und Geld den Unternehmen durch Bürokratie verloren geht“, ließ DIHK-Präsident Eric Schweitzer der „Welt“ zufolge dazu verlauten. „Darunter leiden nicht nur die betrieblichen Abläufe, sondern auch die Kunden.“ Schweitzer zufolge gäbe es bis zu 125 Vorschriften in der Branche, die ihm zufolge teilweise vollkommen unsinnig wären – wie etwa die tägliche Messung der Kühlschranktemperatur trotz digitaler Systeme oder der Meldeschein an der Rezeption. Um sich überhaupt all den Regelungen bewusst zu werden, müssten Hoteliers zunehmend Fachexperten hinzuziehen.

Die vollständige Studie kann hier kostenlos downgeloaded werden.

(welt.de/TH)

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