Gutes Beispiel

Beamte sollen bei Fairtrade-Produkten vorangehen

Einige Geschäftsleute in einer Lobby beim Kaffeetrinken
Gerd Müller will fair gehandelten Kaffee in den deutschen Ämtern einführen. (Foto: Monkey Business/fotolia)
Um fair gehandelten Lebensmitteln den Weg in Deutschland zu ebnen, muss die öffentliche Hand aus Sicht von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vorangehen.
Dienstag, 23.01.2018, 13:20 Uhr, Autor: Markus Jergler

„Unsere Rathäuser, die Krankenhäuser, der öffentliche Dienst, auf den Polizeistationen – da sollte morgen umgestellt werden auf fairen Kaffee“, forderte Müller am Freitag auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. „Sie können tausenden Familien vor Ort damit helfen.“

So genannte fair gehandelte Produkte, deren Anbieter besonderen Wert auf gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern legen, bilden in Deutschland trotz starken Wachstums noch eine Marktnische. „Unser Luxus darf nicht der Hunger und die Armut der Menschen in Afrika sein“, sagte Müller. Heute kauften die Deutschen zwar 50 Prozent fair gehandelten Kakao, beim Kaffee liege die Quote aber nur bei 10 Prozent, und bei Baumwolle stehe man noch am Anfang. „Ein Kilo Kaffee kostet bei uns zwischen acht und zehn Euro, bei den Menschen in Afrika bleiben davon 50 Cent. Das ist zu wenig“, erklärte Müller.

Große Händler wie Rewe, Lidl und Aldi hätten aber erkannt, dass die Kunden fair gehandelte Produkte wollten. In fünf Jahren müssten 100 Prozent des Kakaos und 50 Prozent des Kaffees in Deutschland ein entsprechendes Siegel tragen, verlangte Müller. (dpa/MJ)

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