Engagement

Fast-Food-Köche auf sozialer Mission

Die beiden Köche Franky und Coen sind in den Niederlanden bereits wegen ihres sozialen Engagements bekannt. Im November und Dezember machen sie sich wieder auf den Weg in ein Land, das schwere Zeiten hinter sich hat. Sie haben Pommes frites und typische holländische Snacks im Gepäck.

Mittwoch, 16.11.2022, 09:32 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Warteschlange vor Frankys und Coens Foodtruck

Manchmal warten Menschen stundenlang auf eine Portion Pommes frites, die die beiden Köche Franky und Coen in der Ukraine verschenken. (Foto: © Franky and Coen)

Diese Woche fährt das Duo mit seinem Foodtruck zum siebten Mal die 2500 km von den Niederlanden in die Ukraine. Auch im Dezember werden sie zusammen mit dem Weihnachtsmann in die Ukraine in den vom Krieg stark betroffenen Städten wie Irpin, Bucha und Borodianka fahren – diesmal mit einem Lastwagen voller Geschenke, um Kindern und Erwachsenen zu helfen, die miserable Situation für eine Weile zu vergessen.

Es wird ein weihnachtliches Ambiente mit geschmückten Zelten und weihnachtlicher Musik geschaffen und der Weihnachtsmann wird Geschenke verteilen. Wie bei früheren Gelegenheiten werden Franky und Coen mehrere Waisenhäuser, ein Krankenhaus und Flüchtlingsunterkünfte besuchen.

90.000 Portionen Pommes

Frankys Frau stammt aus Kiew. „Deshalb hat der Krieg einen noch größeren Einfluss auf mich. Die Bilder der nach Polen fliehenden Bürger haben mich tief berührt. Mein erster Gedanke war: Ich werde etwas tun“, erklärt Franky.

Als er seinem guten Freund Coen von seinen Plänen erzählte, zögerte dieser nicht eine Sekunde lang. Gemeinsam machten sie sich mit 4.000 Euro Ersparnissen in Form von Pommes und Snacks auf den Weg zur Grenze. „Wir haben jeden Tag bis zu 2000 Portionen Pommes frites gebraten. Wir waren jetzt schon sechs Mal da, mit insgesamt 90.000 Portionen, und das Gleiche noch einmal in Snacks!“

Persönliche Geschichten

Menschen warten manchmal stundenlang in Schlangen von mehr als hundert Metern auf eine Portion Pommes frites und erzählen ihre persönlichen Geschichten. Besonders berührt sind die Köche von ihren Gesprächen mit Kindern. Diese dürfen Pommes frites schaufeln und Soße pumpen. Das dabei entstehende Lächeln ist laut den beiden Köchen mehr als Gold wert.

In der Heimat berühmt

Franky und Coen sind nicht nur daran interessiert, den Hunger zu lindern. Vor allem wollen sie die Menschen unterstützen und zum Lächeln bringen. Ihre außergewöhnlichen Taten blieben von den niederländischen Medien nicht unbemerkt. Nachrichtensender haben über ihre Geschichte berichtet, wie der nationale Nachrichtensender NOS und die Talkshow Khalid en Sophie.

(ots/SAKL)

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