Aufruf

Bayerisches Gastgewerbe unterstützt Münchens Olympiabewerbung

Angela Inselkammer
Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Foto: © Flo Huber)
Soll München Austragungsort der Olympischen Spiele werden? Bald stimmen Münchens Bürger darüber ab, ob die Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 in der Landeshauptstadt stattfinden sollen. Der Dehoga Bayern plädiert für ein „Ja“ – und sieht in den Spielen große Chancen für Stadt, Wirtschaft und Tourismus.
Freitag, 24.10.2025, 11:55 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

„Olympia bietet der Landeshauptstadt, unseren Betrieben und unseren Gästen nicht nur in München, sondern in ganz Bayern langfristige Chancen“ ist sich „Dehoga Bayern“-Präsidentin Angela Inselkammer sicher. „Denn es geht hierbei nicht nur um die damit einhergehende Verbesserung der Infrastruktur, die dauerhaft allen Bürgern zugutekommt, sondern insbesondere auch um eine weitere Imageverbesserung Bayerns, von der der Freistaat auf lange Sicht vielfältige Vorteile haben wird.“ Von einer Sportveranstaltung dieser Größenordnung würde ganz Bayern nachhaltig profitieren.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern unterstützt daher auch die Initiative „Olympiabewerbung München“.

Ohne die Olympischen Spiele wäre München nicht die Stadt, die sie heute ist

Inselkammer verweist auf die positiven Effekte vorangegangener Spiele: „Ohne die Olympischen Sommerspiele 1972 wäre München sicher nicht die Weltstadt mit Herz, die sie heute ist.“ Viele der damaligen Projekte, die im Vorfeld zu Olympia umgesetzt wurden, wie etwa die verkehrsberuhigte Innenstadt oder der Ausbau des U-Bahn-Systems, kämen den Münchnern auch heute noch zugute.

Sportstätten wie etwa das Olympiagelände würden auch heute viel genutzt, etwa zur Freizeitgestaltung oder für Kulturveranstaltungen und Konzerte – „es ist eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt“, so Inselkammer. Auch das Olympiadorf, das heute zahlreiche Studenten beherbergt, gäbe es in dieser Form nicht.

Positiver Einfluss der Olympischen Spiele

Die langfristigen Vorteile der Ausrichtung Olympischer Spiele für Stadt, Bevölkerung und den Freistaat an sich sind laut Inselkammer unbestritten. Das zeige sich auch am Beispiel Paris: „Die positiven Auswirkungen der Olympischen Spiele 2024 auf die Pariser Bevölkerung sind vielfältig, darunter ein wirtschaftlicher und infrastruktureller Schub mit Langzeitwirkung, die Schaffung neuer Wohnmöglichkeiten wie das umgebaute Olympische Dorf, eine Verbesserung der Umweltqualität, wie etwa die Sauberkeit des Flusses Seine – an der im Nachgang viele Flussbäder für die Stadtbevölkerung entstanden – sowie die Förderung von nachhaltiger Mobilität durch den Ausbau von Radwegen“, erklärt die „Dehoga Bayern“-Präsidentin.

Auch hätten die Spiele einen positiven Einfluss auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das internationale Markenimage der Stadt gehabt. Bilder von Volleyballspielen unter dem Eiffelturm oder dem Dressurreiter vor Schloss Versailles würden unvergessen bleiben.

„Stimmen Sie beim Bürgerentscheid mit Ja!“

Mit ähnlichen Effekten wäre auch in München zu rechnen. Darüber hinaus würde die mit dem Zuschlag für die Olympischen Spiele verbundene Durchführung der Paralympics helfen, dauerhaft Barrieren abzubauen – seien es physische oder Barrieren in den Köpfen.

„München beweist unter anderem mit dem Oktoberfest, Konzerten und Messen immer wieder, dass die Stadt Großveranstaltungen und Mega-Events durchführen kann. Ausschlaggebend dafür ist auch die bestehende Hotelinfrastruktur. Zudem verfügt München bereits über viele Sportstätten, z. B. von den Olympischen Spielen 1972 sowie diversen Welt- und Europameisterschaften in den unterschiedlichsten Disziplinen und kann somit nachhaltig und kosteneffizient auf bestehenden Strukturen aufbauen,“ so Inselkammer.

Die „Dehoga Bayern“-Präsidentin ermutigt daher die Münchner: „Stimmen Sie beim Bürgerentscheid mit Ja! Für ein weltoffenes, buntes und lebendiges München und einen Freistaat mit Zukunft!“

Am 26. Oktober 2025 entscheiden die Münchner über die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele.

(Dehoga Bayern/SAKL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Ulrike Scharf, Angela Inselkammer neben Frau Staatsministerin und Oliver Baumbach
Veranstaltung
Veranstaltung

15. Bayerischer Ausbildungsbotschafter-Tag der Hotellerie und Gastronomie

Am 18. März 2026 fand in Nürnberg der diesjährige Ausbildungsbotschafter-Tag des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern statt. Unter dem Motto „Ausbildung für ein erfolgreiches Leben – Verantwortung, die wirkt!“ ging es um Ideen, wie man Talente gewinnen, begleiten und langfristig binden kann – und das über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg.
Das Präsidium des Dehoga Bayern
Wahlen
Wahlen

Präsidium des Dehoga Bayern im Amt bestätigt

Der Landesverband setzt auf Kontinuität an der Spitze: Bei der Landesdelegiertenversammlung in Bad Füssing wurden alle wichtigen Ämter bestätigt. Neben den Wahlen standen politische Erfolge und zentrale Zukunftsthemen der Branche im Fokus.
Dr. Thomas Geppert
Widerspruch
Widerspruch

Dehoga Bayern widerspricht NGG: „Gastgewerbe verzeichnet branchenübergreifend die wenigsten Überstunden“

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern weist die Kritik der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hinsichtlich der Anhäufung von Überstunden im Landkreise Roth entschieden zurück.
Gruppenfoto vom Zusammentreffen beim Workshop mit Branchenvertretern und der Bayerischen Staatsregierung unter dem Namen Praxischeck im Herbst 2024
Handlungsempfehlungen
Handlungsempfehlungen

Bürokratieabbau im Gastgewerbe

Bürokratie kostet vor allem im Mittelstand Zeit, Geld und Nerven. Aus diesem Grund hat das Bundeswirtschaftsministerium nun konkrete Handlungsempfehlungen zum Bürokratieabbau im Gastgewerbe veröffentlicht – als Ergebnis eines Workshops mit Branchenvertreten.
Angela Inselkammer
Wahlen
Wahlen

Angela Inselkammer ist neue Vizepräsidentin des Dehoga Bundesverbandes

Am 11. November 2024 fand die Bundesdelegiertenversammlung des Dehoga Bundesverbandes statt. Dabei wurde die Präsidentin des Dehoga Bayern zur neuen stellvertretenden Präsidentin gewählt. 
Arbeitsministerin Ulrike Scharf, Tourismusministerin Michaela Kaniber, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, „Dehoga Bayern“-Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Präsidiumsmitglied Ralf Barthelmes, Vizepräsident Thomas Förster, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie
Verbandstreffen
Verbandstreffen

GastroFrühling 2026: Dehoga Bayern fordert Entlastungen für die Branche

Etwa 2.500 Gäste des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern kamen beim GastroFrühling 2026 zusammen. Im Hippodrom-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese standen vor allem Forderungen nach Entlastungen, weniger Bürokratie und besseren Rahmenbedingungen für die Branche im Mittelpunkt.
Vorsitzender Klaus Lebbeck, Adalbert Lutz, Landrat Andreas Danzer, Rudi Rechl, Petra Danner und Franz Pöschl
Jahreshauptversammlung
Jahreshauptversammlung

Große Wertschätzung für die Tourismusbranche

Ausbildung, politische Rahmenbedingungen und Wertschätzung für die Tourismusbranche standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der „Dehoga Bayern“-Kreisstelle Traunstein. Vertreter aus Politik und Tourismus hoben die zentrale Rolle der Branche für die Region hervor.
Vertreter der Fachgruppe Gastronomie
Gemeinsam Lösungen entwickeln
Gemeinsam Lösungen entwickeln

Dehoga Bayern setzt auf Austausch bei der Fachbereichsversammlung Gastronomie

Austausch auf Augenhöhe, praxisnahe Lösungen und neue Impulse: Bei der Fachbereichsversammlung Gastronomie des Dehoga Bayern entwickelten Praktiker gemeinsam Lösungen für zentrale Branchenthemen – von Personalgewinnung bis Nachhaltigkeit. 
Dr. Thomas Geppert
Kritik
Kritik

Dehoga Bayern widerspricht NGG: „7 Prozent kommen bei den Mitarbeitern an“

Seit dem 1. Januar 2026 gilt wieder der reduzierte Steuersatz von 7 % auf Speisen in der Gastronomie. Die Entlastung komme aber nicht bei den Mitarbeitern an, behauptet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Dehoga Bayern widerspricht dieser Kritik.