Luca-App Auswertung

Geringes Infektionsgeschehen in Restaurants?

Luca App auf dem Smartphone
Mit der Luca-App soll die Kontaktverfolgung vereinfacht werden. (Foto: © Luca)
Eine Auswertung der Warnmeldungen der Luca-App hat gezeigt, dass es in Restaurants ein geringes Ansteckungsrisiko gibt. Clubs und Diskotheken hingegen sind nicht so sicher. Doch es gibt Zweifel an der Aussagekraft der vorgelegten Zahlen.
Mittwoch, 17.11.2021, 09:59 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Gerade wurden Zahlen der Luca App öffentlich, die laut den Entwicklern zu einer besseren Risikobewertung beim Umgang mit der Pandemie führen sollen. „Nach fast zwei Jahren Pandemie haben wir eine robuste Datenbasis, um eine noch besser Entscheidungsgrundlage für Betreiber, Politik und Bürger zu bieten. Von den aktuell 38 Millionen Nutzern der Luca App können wir – selbstverständlich aggregiert und anonymisiert – eine Menge über das Infektionsgeschehen lernen“, erklärt Luca-CEO, Patrick Hennig. Demnach gab es verhältnismäßig wenige Warnmeldungen in Restaurants, Cafés, Kinos, Einzelhandel sowie Theater, Kultur und Museen. In Clubs und Bars sieht es anders aus: Hier kam es zu 72 Prozent aller Warnmeldungen im Oktober. Vergleichsweise starke Häufung von Warnmeldungen in Clubs und Bars (72 Prozent aller Warnmeldungen im Oktober).

Auswertung der Warnmeldungen der Luca-App
Die Auswertung der Warnmeldungen, die von der Luca-App ausgespielt wurden, zeigen ein vergleichsweise geringes Ansteckungsrisiko in Restaurants. (Foto: © Luca)

Dehoga: „Daten spiegeln kein realistisches Bild wider“

Doch an der Aussagekraft der Auswertung gibt es Zweifel: „Diese Daten spiegeln kein realistisches Bild wider“, kritisiert der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dr. Thomas Geppert. „Da die Kontaktdatenerfassung im Gastgewerbe fast ausschließlich für Clubs und Diskotheken verpflichtend ist, werden hier logischerweise auch die meisten Warnmeldungen festgestellt. Würde die Kontaktdatenerfassung auch in anderen Bereichen konsequent Anwendung finden, würden auch von dort vermehrt Warnmeldungen eingehen. Die Auswertung der Luca-App stellt die Situation damit verzerrt dar. Clubs und Diskotheken sind sichere Orte, die – auch durch die Kontaktdatenerfassung – geschützte Räume darstellen,“ so Geppert weiter. „Das Gastgewerbe ist entscheidender Teil der Lösung im Kampf gegen das Virus. Ohne geschützte Orte, wie das Gastgewerbe sie bietet, würden die Menschen unkontrolliert im privaten Raum zusammenkommen und feiern.“

(Dehoga/Luca/NZ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Markus Söder bei einer Pressekonferenz
Corona-Schutzmaßnahmen
Corona-Schutzmaßnahmen

Söder will 2G „soweit irgendwie möglich“

Nachdem bereits München die 2G-Regel angekündigt hat, soll diese nun in ganz Bayern kommen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. Der Dehoga kritisiert die Pläne und fordert weitere finanzielle Hilfen.
Bar
Lockerungen
Lockerungen

Dehoga Bayern fordert Öffnung der Clubs

Nach über einem Jahr Dauerschließung fordert der Dehoga Bayern auch wieder die getränkegeprägte Gastronomie sowie musikveranstaltende Betriebe zu öffnen. Andere Länder zeigten, dass ein sicherer Ablauf möglich ist.
Rendering des neuen Restaurants 1617 am Forstguthof in Leogang in traditioneller Holzbauweise
Neuer Standort
Neuer Standort

Restaurant 1617 zieht an die Skipiste

Ab 1. Dezember 2026 empfängt das Leoganger Naturhotel Forstguthof seine Gäste in einem Holzbau mit 67 Sitzplätzen. Drei Stuben bieten Raum für traditionelle Küchenklassiker und Fondue-Abende.
Schwarz-weiß-Foto von Angela Inselkammer und Hubert Aiwanger, die mit Bier anstoßen
Nachruf
Nachruf

Dehoga Bayern trauert um Hubert Aiwanger

Das Gastgewerbe verliert einen langjährigen politischen Ansprechpartner. Präsidentin Angela Inselkammer und Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert würdigen den Einsatz des verstorbenen Wirtschaftsministers für die Branche.
Familie am Restauranttisch: Ein Kind malt, die anderen unterhalten sich. Zwei Smartphones liegen in einem Korb auf dem Tisch.
Aktion
Aktion

Handy weg im Restaurant: Pilotversuch auf Sardinien

15 Gaststätten wollen Familien beim Essen wieder miteinander ins Gespräch bringen. Spiele, Buntstifte und freiwillige Bildschirmpausen sollen dabei helfen. Die Initiative ist zunächst für einen Monat geplant.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Gruppenfoto in einer Küche unter dem Schriftzug „Durlacher Jugend kocht“.
Ernährungsbildung
Ernährungsbildung

Durlacher Jugend kocht: Kochkurs mit Yanik Gukelberger

Frische Lebensmittel kennenlernen, gemeinsam Gerichte zubereiten: Das Hotel Der Blaue Reiter bringt junge Teilnehmer an den Herd. Bis Juni 2027 sind monatliche Termine unter Anleitung wechselnder Küchenprofis geplant.
Menü auf Teller
Restaurant-Rückkehr
Restaurant-Rückkehr

Die „Ente“ landet wieder in Wiesbaden

Nach dem Pop-up im Kloster Eberbach zieht es das Sternerestaurant „Ente“ zurück in die hessische Landeshauptstadt. Ab dem 18. November empfangen Küchenchef Michael Kammermeier und Restaurantleiter Jimmy Ledemazel ihre Gäste unweit des Hotels Nassauer Hof.
Gastgeber und Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Munich Marriott Hotel City West
Branchen-Netzwerk
Branchen-Netzwerk

DEHOGA Bayern gründet Forum für türkische Gastgeber

Mit einem neuen Netzwerk will Dehoga Bayern türkische Gastgeber stärker unterstützen und ihre Interessen in der Branche vertreten. Das erste Forum türkische Gastgeber soll den unternehmerischen Austausch fördern und zugleich neue touristische Verbindungen zwischen Bayern und der Türkei schaffen.
Taco Bell Logo und Frau im Restaurant
Markteintritt in Deutschland
Markteintritt in Deutschland

Taco Bell: Warum der Deutschlandstart länger dauerte

Der erste deutsche Taco-Bell-Standort in Köln öffnete später als ursprünglich geplant. Ian Cranna, GM Europe, erklärt die Verzögerung und gibt einen Ausblick auf die weitere Expansion der US-Marke in Deutschland.