Zusammenschluss

„PRO Olympia“ – Neues Bündnis für Olympische Spiele in München

München
München könnte durch die Olympischen Spiele weiter als Tourismus- und Wirtschaftsstandort gestärkt werden. (Foto: © f11photo/stock.adobe.com)
München soll Austragungsort für die Olympischen Spiele werden – dafür haben sich jetzt verschiedene Organisationen und Verbände aus Hotellerie, Gastronomie und Wirtschaft zusammengeschlossen. Sie sehen darin Chancen für Tourismus, Infrastruktur, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mittwoch, 24.09.2025, 11:31 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

„München ist eine Weltstadt mit einem einzigartigen Charme und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Durchführung von Großveranstaltungen“, erklärt Christian Schottenhamel, Kreisvorsitzender München des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern. „Wir sind überzeugt, dass die Olympischen Spiele einen enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Impuls für die Stadt bringen würden.“

Ein Bündnis führender Organisationen und Verbände hat sich daher gegründet, um sich für München als Austragungsort für die Olympischen Spiele stark zu machen – sei es 2036, 2040 oder 2044. Das Bündnis „PRO Olympia“ tritt dabei beim Bürgerentscheid am 26. Oktober 2025 für ein „Ja“ zu Olympia in München an.

Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Impuls für die Stadt

Ein zentrales Anliegen des Bündnisses ist der positive Einfluss, den die Olympischen Spiele auf die lokale Wirtschaft haben werden. „Olympia würde München als Tourismus- und Wirtschaftsstandort weiter stärken. Allein die Investitionen in die Infrastruktur und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs sind Chancen, die weit über die Spiele hinaus wirken“, betont Michael Höflich, Geschäftsführer Tourismus Initiative München e.V.. 

Neben den wirtschaftlichen Aspekten sieht das Bündnis PRO Olympia auch einen wichtigen gesellschaftlichen Nutzen: „Olympia bringt Menschen zusammen und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Es ist eine einmalige Gelegenheit, den Breitensport in München weiter zu entwickeln und als Vorbild für zukünftige Generationen zu dienen“, erklärt Andreas Maisberger, Geschäftsführer des Vereins der Münchener Brauereien e.V.. „Die Spiele schaffen eine positive Stimmung und einen frischen Wind in der Gesellschaft.

Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen

Ein weiterer wesentlicher Punkt, den das Bündnis PRO Olympia hervorhebt, ist die Nachhaltigkeit. „Die Olympischen Spiele werden ohnehin stattfinden – warum also nicht an einem Ort, an dem die infrastrukturellen Voraussetzungen bereits größtenteils gegeben sind und die Stadt nachweislich nachhaltig handelt?“, fragt Wolfgang Fischer, Geschäftsführer City Partner München e.V. Fast alle notwendigen Sportstätten seien bereits vorhanden, und die temporären Bauten würden nach den Spielen wieder verschwinden, ohne die Stadt dauerhaft zu verändern.

„München kann Großevents – wir sind davon überzeugt, dass die Olympischen Spiele hier in besten Händen sind, weil wir die besten Gastgeber der Welt sein wollen“, sagt Gregor Lemke, Sprecher der Innenstadtwirte.

München habe in der Vergangenheit bereits mehrfach seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, Großevents erfolgreich zu organisieren. Die European Championships 2022 seien ein großer Erfolg gewesen und hätte  für eine weltweite positive Wahrnehmung gesorgt. 

Unterstützung für die Stadt und ihre Bürger

Das Bündnis PRO Olympia zeigt sich entschlossen, die Stadt München bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele tatkräftig zu unterstützen. „Wir setzen uns mit allen Kräften dafür ein, die Münchener von den Vorteilen der Olympischen Spiele zu überzeugen“, erklärt Birgit Häffner, Sprecherin der Munich Hotel Alliance. „Für uns ist der positive Impuls für den Wohnungsmarkt ein wichtiger Aspekt: Neuer dringend benötigter Wohnraum kann entstehen, und München wird damit mittelfristig der steigenden Nachfrage gerecht.“

München hat schon einmal von Olympischen Sommerspielen profitiert

„Die Spiele von 1972 haben München als Standort äußerst positiv geprägt. Vom damaligen beschleunigten Modernisierungsschub, etwa beim Wohnungsbau sowie der U- und S-Bahn, profitiert noch heute die ganze Region – und damit auch die Wirtschaft“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Manfred Gößl.

Er bekräftigt: „Wir sind überzeugt, dass bereits geplante Projekte durch die Olympischen Spiele erneut erheblich beschleunigt würden. Neben infrastrukturellen Nachnutzungseffekten und unmittelbaren wirtschaftlichen Effekten bringen gerade Olympische Sommerspiele so starke Imagegewinne für den Ausrichterstandort wie kein anderes Großereignis. München bietet sich als vorbereiteter, erstklassiger Gastgeber für das größte Sportfest der Welt in Europa an.“

Zukünftige Partner

Das Bündnis wächst: Gespräche mit potenziellen Partnern laufen bereits. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit weiteren engagierten Akteuren, die mit uns die Olympischen Spiele nach München bringen möchten“, sagt Michael Höflich, der Geschäftsführer von TIM e.V., abschließend.

(Dehoga Bayern/SAKL)

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