Meinung

„Restaurantbesuch nicht zum Schnäppchenpreis verhandeln“

Der Präsident der Jeunes Restaurateurs appelliert an Deutschlands Gastronomen, gemeinsam für den Wert von Produkt-Qualität und Gäste-Sicherheit einzutreten.

Freitag, 15.05.2020, 13:17 Uhr, Autor: Kristina Presser
Alexander Huber

Alexander Huber, Präsident der Jeunes Restaurateurs (JRE) und Küchenchef des Restaurants „Huberwirt“ in Pleiskirchen. (Foto: ©Jeunes Restaurateurs)

Alexander Huber, Präsident der Jeunes Restaurateurs (JRE), hat Deutschlands Gastronomen dazu aufgerufen, die Wiedereröffnung der Gastronomie für eine Veränderung der Branche zu nutzen. Im Zentrum stehen für ihn dabei Nachhaltigkeit, Qualität und Vielfalt. „Die Diskussion über hochwertige Lebensmittel, gesunde Ernährung und umweltfreundliche Produktion muss genau jetzt von der deutschen Gastronomie, den Lebensmittelproduzenten, der Politik und den Verbrauchern geführt werden“, appelliert er. Es sei aber auch der richtige Zeitpunkt, um über die Kosten und den Wert von Lebensmitteln und qualitätsorientierter Gastronomie zu sprechen.

Aufhänger ist, dass Gäste in Anbetracht der aktuellen Situation häufig weniger für einen Restaurantbesuch zahlen wollen – und Gastronomen ihre Gerichte folglich zu Niedrigpreise anbieten würden. „Dem muss vehement ein Riegel vorgeschoben werden!“, fordert der JRE-Präsident. „Absolute Priorität“ hätten die Sicherheit der Gäste, besonders in Corona-Zeiten, und die Qualität der Produkte – beides habe jedoch auch seinen Preis. Eine Tatsache, für die die Gastronomen, laut Huber, gemeinsam eintreten müssen: „Wir dürfen uns nicht auf Preisdiskussionen einlassen, die Einbußen von eben jenen Qualitäts- und Sicherheitsmerkmalen zur Folge hätten. Ein Restaurantbesuch darf und kann nicht zum Schnäppchenpreis verhandelt werden!“
(JRE/KP)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen