Fehlende Lüftungstechnik

Bundesweite Gefahr: Vergiftungen in Shisha-Bars

Ein junger Mann mit Kapuze raucht an einer Wasserpfeife
Gasalarm in Shisha-Bars. Kohlenmonoxid-Vergiftungen nehmen weiter zu. (Foto: puhimec/fotolia)
Fürth, Wiesbaden, Lörrach, Krefeld – die Liste der deutschen Städte, aus denen in den vergangenen Wochen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Shisha-Bars mit zahlreichen Betroffenen gemeldet wurden, ist erschreckend lang.
Mittwoch, 22.11.2017, 09:23 Uhr, Autor: Markus Jergler

Die Zahlen sind alarmierend. Ein Beispiel: Anfang November meldete das Universitätsklinikum Düsseldorf, dass rund 40 Prozent der bisher in 2017 behandelten Vergiftungen mit dem Rauchen der beliebten Wasserpfeifen zusammenhing. Woran viele Betreiber und Gäste der besonders bei jungen Leuten beliebten Shisha-Bars nicht denken: Bei der Vorbereitung der Kohle und beim Rauchen der Wasserpfeifen entsteht Kohlenmonoxid – in entsprechender Konzentration ein gefährliches Gas. Deshalb warnt die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe:

Wirksame Lüftungstechnik ist in Shisha-Bars immens wichtig. Natürliche Lüftung über Fenster reicht in der Regel für die Zuluft nicht aus, für die Abluft keinesfalls. In schlecht belüfteten Räumen kann die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Atemluft gefährlich ansteigen. Das bedeutet Lebensgefahr für Personal und Gäste, denn das Gas beeinträchtigt oder unterbindet den Sauerstofftransport im Blut. Die Folge sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Atemlähmung bis hin zum Tode. (MJ)

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