Serviceroboter

„Mit unseren digitalen Engeln geht es schneller“

Mehr Zeit für den persönlichen Austausch dank technischer Unterstützung: Das Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme in Bad Staffelstein setzt auf Roboter, um seine Mitarbeiter zu entlasten.

Montag, 08.11.2021, 09:31 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Der Serviceroboter des Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme

Digitale Engel im Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme: Küchenchef Fabian Wallner schickt mit dem Serviceroboter ein Essen ins Restaurant. (Foto: © BWH Hotel Group Central Europe)

Im Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme in Bad Staffelstein sind ab sofort vier Serviceroboter im Einsatz. Damit wirkt Hotelchef Andreas Poth dem Mitarbeitermangel in der Gastronomie entgegen und entlastet sein Servicepersonal. Wie das funktioniert? In der Küche stellt Küchenchef Fabian Wallner die fertigen Essen auf die Tabletts der Roboter und gibt eine von acht Servicestationen in den beiden hoteleigenen Restaurants als Ziel ein. Die drei Helfer bringen die Speisen dann direkt dort hin, sodass das Servicepersonal die fertigen Teller nur noch entgegennehmen und servieren muss. Das Abräumen übernimmt ein vierter Abräumroboter, den die Mitarbeiter „Charlie“ getauft haben – in Anlehnung an die Serie und Filmreihe „Drei Engel für Charlie“. Die drei Serviceroboter sind entsprechend die „Drei Engel“ im Kurhotel.

„Der Blick geht nach vorne und doch back to the roots“

Der Einsatz der Roboter spart pro Abend etliche Kilometer Laufstrecke und Zeit, die Poth und seine Mannschaft nicht haben. Denn aufgrund des langen Lockdowns sucht der Hotelchef dringend nach Mitarbeitern. „Coronabedingt haben wir aufgrund der hohen Nachfrage zwei Tischzeiten und wenn manchmal 60 Gäste vor dem Restauranteingang stehen, um eingelassen zu werden, bedarf das Zeit und Manpower. Mit unseren drei digitalen Engeln geht es viel schneller: Unsere Oberkellnerin begrüßt jeden persönlich, gibt dann die Tischnummer in den Roboter ein und dieser bringt die Gäste zu ihrem Tisch, wo schon der Kellner wartet und sie in Empfang nimmt. Dieser kann dann gleich Getränke aufnehmen und für die Gäste da sein. Auch im Verlauf des Abends sind die Roboter eine klasse Unterstützung, denn das Personal hat dadurch mehr Zeit, um am Gast zu bleiben, um Getränke, Aperitifs, Digestivwagen oder Käsewagen anbieten zu können“, berichtet Poth und fügt hinzu: „Unser Abräum-Roboter schafft insgesamt 60 Kilogramm leeres Geschirr auf einer Tour in die Küche. Allein beim Frühstück haben wir, so schätze ich, ein Aufkommen von rund 1.200 Kilogramm. Damit entfallen nicht nur die Laufwege, sondern unsere Mitarbeiterinnen beim Frühstück müssen auch nicht mehr so schwer tragen, was sonst schon einmal auf die Gelenke ging.“ Somit, so ist der Hotelchef überzeugt, macht die digitale Unterstützung das Berufsbild des Servicemitarbeiters wieder attraktiver. Denn mit Unterstützung der Roboter haben alle mehr Zeit, sich um die Gäste zu kümmern und aufmerksame Gastgeber zu sein. „Der Blick geht nach vorne und doch back to the roots“, so Poth.

Gäste reagieren positiv

Mit niedlichem Katzengesicht und sanfter Stimme sind die Roboter ein aufmerksamkeitsstarker Hingucker für viele Gäste. Die Reaktionen sind positiv und die Menschen sind gespannt auf die Neuerung im Kurhotel. Diese Offenheit freut Hotelchef Andreas Poth und sein Team besonders. „Einige Gäste nehmen sogar Wartezeiten in Kauf, weil sie unbedingt von einem Engel an den Tisch gebracht werden möchten. In dieser Zeit kann ich mich nach ihrem Aufenthalt erkundigen oder noch mal einen Ausflugstipp für den Tag geben“, erzählt Nathalie Bauer, Direktionsassistentin mit Schwerpunkt HR und F&B.

(BWH/NZ)

 

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