Vermittlerplattformen

Wie Airbnb jetzt Wohnungen überwachen lässt

Mit neuartigen Lärmüberwachungsgeräten sollen ab sofort laute Partys und Feiern seitens Airbnb-Mietern verhindert werden. Datenschützer befürchten Eingriffe in die Privatsphäre.

Donnerstag, 27.02.2020, 10:22 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Party in einer Airbnb Wohnung

Wilde Wohnungspartys soll es bei Airbnb-Kunden dank einer modernen Überwachungstechnik nicht mehr geben. Doch wie steht es um den Datenschutz? (©Jacob Lund/Stock.adobe.com)

Von „effektiver Eigentumsüberwachung“ sprechen die Gerätehersteller, von „Party Prevention Devices“ – also „Partyverhinderungsgeräten“ – der Wohnungsvermittler Airbnb. Die Rede ist von kleinen Apparaturen, die unentwegt die Lautstärke einer vermieteten Wohnung erfassen, die Daten analysieren und diese schließlich an den Wohnungsbesitzer weiterleiten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Sobald die Lautstärke einen bestimmten Wert überschreitet, wird dieser schließlich per Telefon darüber informiert. Airbnb-Kunden sollen gar einen Rabatt für diese Lärmmelder erhalten, die ihnen dem Bericht zufolge dann zwischen 35 und 130 Euro kosten sollen. Laut dem Anbieter Noiseware würden die empfangenen Daten mehrere Jahre lang gespeichert werden.

Lärmmesser könnten Rückschlüsse auf persönliches Verhalten ziehen

Obgleich Airbnb die Vermieter dazu anhalten soll, die Mieter auf die Lärmmesser hinzuweisen, bleiben genügend Bedenken hinsichtlich der Persönlichkeitsrechte. So habe dem Bericht zufolge Datenschützerin Dalia Kues erklärt: „Auf den ersten Blick sehen wir schon datenschutzrechtliche Bedenken. Die erfassten Daten können durchaus viel über den Tagesablauf der Bewohner aussagen, insbesondere wenn sie nach Räumen sortiert werden.“ Airbnb selbst hingegen versichert, das die Geräte „keinen Ton“ aufzeichnen, sondern lediglich die „Veränderung des Geräuschpegels in der Wohnung“. (sueddeutsche.de/TH)

 

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