Schließung

Auch Sterne-Gastronomie leidet unter Corona-Krise

Signature Dish, Dessert mit Wilderdbeeren
Auch Sterne-Restaurants leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. (Foto: ©Peter IRMAN/stock.adobe.com)
Die dänische Kadeau Restaurant Group, zu der auch zwei Sterne-Restaurants auf Bornholm und in Kopenhagen gehören, ist insolvent. „Wir mussten das Handtuch werfen“, sagte der CEO.
Mittwoch, 01.04.2020, 13:38 Uhr, Autor: Kristina Presser

Die Corona-Krise trifft die Gastronomie ins Mark. Jetzt musste bereits die dänische Kadeau Restaurant Group Insolvenz anmelden, zu der auch zwei Sterne-Restaurants gehören: das Kadeau mit einem Michelin-Stern auf der Insel Bornholm und das 2-Sterne-Kadeau-Restaurant in Christianshavn, Kopenhagen. Das berichtete jüngst das dänische Nachrichtenmedium Finans.

Neben den beiden Sterne-Restaurants betreibt die Gruppe auch ein Hotel in Bornholm sowie eine Reihe weiterer Restaurants in Dänemark. Alle Tochtergesellschaften und Aktivitäten seien im Insolvenzantrag enthalten, wie es in dem Medienbericht heißt, der sich auf die Aussage von Magnus Klein Kofoed, CEO der Kadeau-Gruppe, beruft. „Wir mussten das Handtuch werfen und Insolvenz anmelden. Diese Krise [Anm. d. Red.: gemeint die Corona-Krise] hat uns zum schlimmsten Zeitpunkt getroffen“, sagte Kofoed der Finans.

„Die Zukunft wird zeigen, was passiert“

Der Winter sei nicht die beste Jahreszeit für die Kadeau-Restaurants, erklärt Magnus Klein Kofoed. „Deshalb waren wir am Ende der Liquidität. Jetzt wird die Zukunft zeigen, was passiert. Um ganz ehrlich zu sein, weiß ich nichts über die Zukunft. Vielleicht können wir einige der Aktivitäten nach der Krise wieder aufnehmen. Im Moment wissen wir einfach nicht, wie die Welt nach der Krise aussehen wird.“

Bereits vor der Corona-Krise wies die Kadeau-Gruppe, laut Finans, eine hohe Verschuldung auf. Die nun empfangenen staatlichen Corona-Hilfen reichten jedoch nicht aus, um das Unternehmen liquide zu halten.

„Es ist ein Lebenswerk, das in den letzten Jahren gewachsen ist. Jetzt ist es vorbei und es betrifft uns alle“, sagt Magnus Klein Kofoed.

Seit dem 14. März 2020 gelten in Dänemark strikte Regelungen, die die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen sollen. So sind etwa Schulen, Kindergärten, Restaurants und Cafés sowie Freizeiteinrichtungen geschlossen. Aktuell plant die Regieurng, die Maßnahmen nach Ostern schrittweise lockern zu wollen.
(Finans/KP)

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