Neue Statistik

Gastgewerbe: Reale Umsätze sinken im August 2026

Frau am Ausgang eines Restaurants
Der Umsatz im Gastgewerbe sinkt im August real um 4,2 Prozent zum Vorjahr. Die Gastronomie verliert stärker als Hotels und Beherbergungsbetriebe. (Foto: © PaeGAG/stock.adobe.com)
Das Gastgewerbe in Deutschland hat im August 2026 weniger Umsatz erzielt als im Vormonat und im Vorjahresvergleich preisbereinigt ebenfalls deutlich verloren. Während die Beherbergungsbetriebe gegenüber Juli leicht zulegen konnten, musste die Gastronomie weitere Einbußen hinnehmen.
Dienstag, 20.10.2026, 08:55 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im August 2026 zurückgegangen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der kalender- und saisonbereinigte Umsatz gegenüber Juli real, also preisbereinigt, um 1,3 Prozent. Nominal, ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, lag das Minus bei 1,2 Prozent.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich eine rückläufige Entwicklung: Gegenüber August 2025 ging der reale Umsatz um 4,2 Prozent zurück. Nominal verzeichnete die Branche dagegen ein Plus von 2,7 Prozent.

Gastronomie mit deutlichem Umsatzminus

Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Gastronomie aus. Hier sank der Umsatz im August gegenüber dem Vormonat real um 1,8 Prozent und nominal um 1,7 Prozent.

Im Vergleich zum August 2025 lag der preisbereinigte Umsatz sogar 5,4 Prozent niedriger. Nominal erzielte die Gastronomie hingegen ein Plus von 2,4 Prozent.

Die Entwicklung verdeutlicht die anhaltende Differenz zwischen tatsächlicher Umsatzentwicklung und Einnahmen ohne Preisbereinigung: Trotz höherer nominaler Umsätze lag die reale Geschäftsentwicklung unter dem Vorjahresniveau.

Hotellerie entwickelt sich etwas stabiler

Anders verlief die Entwicklung bei Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen. Diese Betriebe konnten ihren Umsatz im August gegenüber Juli real um 0,4 Prozent und nominal um 0,3 Prozent steigern.

Im Jahresvergleich blieb allerdings auch die Beherbergungsbranche leicht im Minus. Gegenüber August 2025 sank der reale Umsatz um 0,4 Prozent. Nominal legte er dagegen um 4,0 Prozent zu.

Damit entwickelte sich die Hotellerie im Vorjahresvergleich deutlich stabiler als die Gastronomie. Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass nominale Zuwächse nicht zwangsläufig mit einem höheren preisbereinigten Umsatz einhergehen.

Juli-Zahlen nachträglich nach oben korrigiert

Für den Vormonat Juli 2026 hat Destatis die vorläufigen Ergebnisse nachträglich angehoben. Demnach stieg der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Juni real um 1,9 Prozent und nominal um 1,7 Prozent. Zuvor waren die Zuwächse mit 1,5 beziehungsweise 1,3 Prozent angegeben worden.

Die August-Zahlen zeigen damit, dass die positive Entwicklung des Vormonats nicht anhielt. Für Gastgeber in Hotellerie und Gastronomie bleibt insbesondere die reale Umsatzentwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage ihrer Betriebe.

Hinweis: Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse für August 2026.

(Statistisches Bundesamt/KAGI) 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Kellner beim Abkassieren
Statistik
Statistik

Gastgewerbeumsatz 2025 liegt unter Vorjahresniveau

Das Statistische Bundesamt hat die vorläufigen Jahreszahlen 2025 für das Gastgewerbe vorgelegt. Nominal stiegen die Umsätze leicht – preisbereinigt gingen die Einnahmen für Gastronomie und Hotellerie jedoch zurück.
Frau beim bezahlen im Restaurnat
Statistik
Statistik

Gastgewerbeumsatz im ersten Halbjahr 2026: Gastronomie mit stärkeren Einbußen als Hotellerie

Das deutsche Gastgewerbe erzielt im ersten Halbjahr nominal ein Umsatzplus. Preisbereinigt bleibt die Entwicklung jedoch rückläufig – mit stärkeren Einbußen in der Gastronomie als in der Hotellerie.
Gastronom beim Abkassieren
Statistik
Statistik

Gastgewerbe macht im Mai weniger Umsatz

Die Gäste bleiben aus: Das Gastgewerbe verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr spürbar weniger Umsatz. Hotels und Restaurants sind unterschiedlich stark betroffen.
Freunde im Restaurant
Statistik
Statistik

Gastgewerbe-Umsatz holt weiter auf

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Gastgewerbe in Deutschland deutliche Umsatzzuwächse. Vor allem die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen trugen zu einer deutlichen Erholung in der ersten Jahreshälfte bei. 
Receptionist and businesswoman at hotel front desk
Statistik
Statistik

Hotelumsätze übertreffen im September das Vorkrisenniveau

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Umsatz in der Hotellerie um 18,2 Prozent. Dennoch hat das Gastgewerbe in Deutschland noch nicht das Umsatzniveau der Vor-Corona-Zeit erreicht.
Kellner serviert
Statistik
Statistik

Preissteigerungen beeinflussen den Gastgewerbeumsatz

Die steigenden Preise bei Lebensmitteln und Energie spiegeln sich auch in den Umsatzzahlen im Gastgewerbe wider. Deutlich wird das unter anderem im Vergleich zum Vorkrisenniveau.
Eine Kellnerin in einem Restaurant
Statistik
Statistik

Umsätze im Gastgewerbe erreichen erstmals Vorkrisenniveau

Nach einer langen Aufholjagd hat das Gastgewerbe in Deutschland im Juni erstmals wieder einen Umsatz auf dem Niveau von vor der Coronakrise erreicht. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe haben sich dabei etwas besser erholt als die Gastronomie.
Bezahlen im Restaurant
Statistik
Statistik

Gastgewerbeumsatz steigt im Juli

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Juli gegenüber dem Vormonat wieder mehr umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibt die Entwicklung preisbereinigt jedoch im Minus – besonders in der Gastronomie.
Kellnerin beim Abkassieren
Statistik
Statistik

Sinkende Umsätze im deutschen Gastgewerbe

Gäste bleiben aus, Preise steigen: Das Gastgewerbe kämpft mit realen Umsatzverlusten. Laut Statistischem Bundesamt hat die Branche wieder das Niveau von vor vier Jahren erreicht.