Gastgewerbe: Reale Umsätze sinken im August 2026
Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im August 2026 zurückgegangen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der kalender- und saisonbereinigte Umsatz gegenüber Juli real, also preisbereinigt, um 1,3 Prozent. Nominal, ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, lag das Minus bei 1,2 Prozent.
Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich eine rückläufige Entwicklung: Gegenüber August 2025 ging der reale Umsatz um 4,2 Prozent zurück. Nominal verzeichnete die Branche dagegen ein Plus von 2,7 Prozent.
Gastronomie mit deutlichem Umsatzminus
Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Gastronomie aus. Hier sank der Umsatz im August gegenüber dem Vormonat real um 1,8 Prozent und nominal um 1,7 Prozent.
Im Vergleich zum August 2025 lag der preisbereinigte Umsatz sogar 5,4 Prozent niedriger. Nominal erzielte die Gastronomie hingegen ein Plus von 2,4 Prozent.
Die Entwicklung verdeutlicht die anhaltende Differenz zwischen tatsächlicher Umsatzentwicklung und Einnahmen ohne Preisbereinigung: Trotz höherer nominaler Umsätze lag die reale Geschäftsentwicklung unter dem Vorjahresniveau.
Hotellerie entwickelt sich etwas stabiler
Anders verlief die Entwicklung bei Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen. Diese Betriebe konnten ihren Umsatz im August gegenüber Juli real um 0,4 Prozent und nominal um 0,3 Prozent steigern.
Im Jahresvergleich blieb allerdings auch die Beherbergungsbranche leicht im Minus. Gegenüber August 2025 sank der reale Umsatz um 0,4 Prozent. Nominal legte er dagegen um 4,0 Prozent zu.
Damit entwickelte sich die Hotellerie im Vorjahresvergleich deutlich stabiler als die Gastronomie. Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass nominale Zuwächse nicht zwangsläufig mit einem höheren preisbereinigten Umsatz einhergehen.
Juli-Zahlen nachträglich nach oben korrigiert
Für den Vormonat Juli 2026 hat Destatis die vorläufigen Ergebnisse nachträglich angehoben. Demnach stieg der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Juni real um 1,9 Prozent und nominal um 1,7 Prozent. Zuvor waren die Zuwächse mit 1,5 beziehungsweise 1,3 Prozent angegeben worden.
Die August-Zahlen zeigen damit, dass die positive Entwicklung des Vormonats nicht anhielt. Für Gastgeber in Hotellerie und Gastronomie bleibt insbesondere die reale Umsatzentwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage ihrer Betriebe.
Hinweis: Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse für August 2026.
(Statistisches Bundesamt/KAGI)