Lindenbräu bleibt am Potsdamer Platz
Das Lindenbräu, das bayerisch-alpenländische Restaurant im Center am Potsdamer Platz, hat seinen Mietvertrag am Standort um weitere zehn Jahre verlängert. Damit bleibt das bayerisch-alpenländische Restaurant langfristig an seinem Standort im ehemaligen Sony Center in Berlin.
Für die kommenden Jahre plant der Familienbetrieb weitere Investitionen in die technische Ausstattung. Gleichzeitig will das Restaurant flexibler auf veränderte Marktbedingungen reagieren und unter anderem Angebot und Öffnungszeiten anpassen.
Pandemie und Center-Umbau als Bewährungsprobe
Der erneuten Vertragsverlängerung gingen für das Lindenbräu mehrere herausfordernde Jahre voraus. Zunächst bremste die Corona-Pandemie das Geschäft. Anschließend musste sich das Lindenbräu auf die umfassende Umbauphase im Zuge der Revitalisierung des gesamten Centers einstellen.
„Das war wichtig, aber auch sehr herausfordernd“, blickt Geschäftsführer Gregor Wunderlich auf diese Zeit zurück.
Nach Abschluss der Umbauarbeiten sieht er vor allem im wachsenden Veranstaltungsangebot Chancen für die Gastronomie am Standort.
Wachsendes Eventgeschäft sorgt für neue Frequenz
Zuversichtlich stimmen Wunderlich vor allem die neuen Möglichkeiten des Centers nach der Umbauphase. Mit der großen, flexibel gestaltbaren Veranstaltungsfläche im Forum entstehen laufend neue Anziehungspunkte: von Public Viewings über Kunstinstallationen bis hin zu Fanzonen großer Sportereignisse.
„Es passiert mehr, es ist mehr Abwechslung. Die Menschen gehen heute wegen der Experience essen: Sie besuchen eine Veranstaltung und gehen im Zuge dessen essen und trinken. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamterlebnis“, erklärt Gregor Wunderlich.
Von Großveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft profitiert das Lindenbräu vor allem durch Publicity und Markenaktivierung. Ist die Stadt rund um den Potsdamer Platz durch Events stark frequentiert, kommt das auch der Gastronomie im Center zugute.
Nach Angaben der Betreiber besuchen jährlich rund 7,1 Millionen Menschen das Center, durchschnittlich etwa 19.500 pro Tag. Allein beim Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft zählte das Center im Schnitt rund 2.500 Zuschauer pro Spiel auf der Eventfläche und in den Gastronomien.
Neue Gastronomiekonzepte im Center
Neben der Vertragsverlängerung des Lindenbräu gab es zuletzt auch mehrere Neuansiedlungen im Center. Im Gastronomiebereich wurde das Angebot unter anderem um die Kerb Berlin Foodhall und die Berliner Kultmarke Burgermeister erweitert. Im Bürosegment kamen Superhuman, ehemals Grammarly, sowie die demnächst einziehende OLX Group hinzu.
„Die Vertragsverlängerung des Lindenbräu zeigt, wie sich unser Mieter-Mix entwickelt: Etablierte, langjährige Konzepte bilden das Fundament, während wir gleichzeitig neue Marken hinzugewinnen. Diese Mischung aus Kontinuität und frischen Konzepten macht den Standort für Mieter, Besucher und Investoren gleichermaßen attraktiv“, sagt Benjamin Gschnell, Geschäftsführer der Oxford Properties Deutschland.
Langjähriges Team als Fundament
Dabei kann sich das Lindenbräu auf ein stabiles Fundament verlassen: Rund 60 Mitarbeiter beschäftigt das Restaurant, einige davon bereits seit über 25 Jahren. Der Familienbetrieb setzt bewusst auf langjährige Beschäftigungsverhältnisse und einen familiären Umgang.
Personalgewinnung war bislang selten ein Problem, und auch mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Wunderlich zuversichtlich. Das Lindenbräu sei zudem ein aktiver Ausbildungsbetrieb.
Ausblick: Flexibel auf veränderte Nachfrage reagieren
Für die kommenden zehn Jahre plant das Lindenbräu, sich strukturell an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Inflation und ein verändertes Nachfrageverhalten, wie etwa bei den Uhrzeiten und Jahreszeiten, zu denen Gäste essen gehen, erfordern nach Einschätzung von Wunderlich eine größere Flexibilität bei Angebot und Öffnungszeiten.
Was den Standort für ihn einzigartig macht, bringt Wunderlich auf einen einfachen Nenner: „Es ist der Kontrast: viel Stahl und geniale Architektur. Und dann geht man hinein in einen Ort der Gemütlichkeit, urbayerisch und mit einer echten Wohnzimmeratmosphäre.“
Mit Dachterrasse, Biergarten und der Almhütte „Lindenalm“ verfügt das Restaurant nach eigenen Angaben über die am niedrigsten gelegene Almhütte Deutschlands – auf ca. 36 Metern über dem Meeresspiegel.
(Das Lindenbräu/Oxford Properties Group und Das Center am Potsdamer Platz/SAKL)