HOGAPAGE-Interview

Nelson Müller über seinen Schritt in die Hotellerie

Nelson Müller
Nelson Müller hat sich mit der Eröffnung der Diepeschrather Mühle einen lang ersehnten Traum erfüllt. (Foto: © P&G Professional)
Mit der Eröffnung der Diepeschrather Mühle hat Nelson Müller den Sprung in die Hotellerie gewagt. Damit hat sich der Spitzenkoch einen großen Lebenstraum erfüllt, wie er selbst verrät. Im Interview mit HOGAPAGE spricht er nicht nur über seinen Schritt in die Hotellerie, sondern auch über seine Leidenschaft für die Kulinarik und welche Ziele er für die Zukunft hat.
Freitag, 04.07.2025, 13:03 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Herr Müller, was hat Sie dazu bewogen Koch zu werden? 

Was hat mich dazu bewogen Koch zu werden? Sicherlich liegt das in frühester Kindheit begründet, in der ich die Möglichkeit hatte, mit meinen Eltern am elterlichen beziehungsweise großelterlichen Bauernhof mit angeschlossener Wirtschaft mitzuwirken und meine Urlaube zu verbringen – bei meiner Lieblingstante in der Küche zu stehen und ihr dabei zuzuschauen, wie sie liebevoll Knödel für die Gäste gerollt hat und auch immer eine gute Gastgeberin war.

Und was schätzen Sie an diesem Beruf?

Einfach die Vielseitigkeit und die Möglichkeiten, die dieser Beruf bietet. Es ist toll, in verschiedenen Szenerien der Gastronomie zu arbeiten, sich auch weiterzuentwickeln – manchmal eher kreativ zu sein und manchmal vielleicht auch eher planerisch unterwegs zu sein. Es lässt einem sehr viel Freiheit und das entspricht mir sehr.

Was macht für Sie denn eine gute Küche aus und wie achten Sie hier auf eine gute Hygiene?

Ja, eine gute Küche beginnt tatsächlich eigentlich mit der Hygiene. Wenn es hinter den Kulissen gut aussieht, dann kann man auch vorne gut performen. Die Sauberkeit und Ordnung ist praktisch die Grundlage und von dort aus kann alles andere starten: Sauberes Arbeiten, ordentliche Schnitte, eine ordentliche Verarbeitung der Grundzutaten – das hängt alles sehr eng miteinander zusammen. Um eine stets saubere Küche gewährleisten zu können, vertraue ich auf die Produkte von P&G Professional – als Profi kann ich mich dabei voll und ganz auf effiziente Produkte von beispielsweise Fairy Professional oder auch Meister Proper Professional verlassen.

Mit der Diepeschrather Mühle haben Sie nun ihr erstes Hotel eröffnet. Was hat Sie dazu bewogen, den Schritt in die Hotellerie zu wagen?

Für mich ist die Hotellerie die Ganzheitlichkeit der Gastronomie. Im Hotel verbinden sich meistens alle Elemente: Gourmetrestaurant, Brasserie – verschiedene gastronomische Konzepte eben – aber auch Veranstaltungen, Hospitality, Events. Genau das ist meine Welt, das ist, was ich liebe! Es war immer mein großer Lebenstraum, eines Tages selber an meiner eigenen Hotelbar zu stehen.

Inwiefern unterscheidet sich denn die Rolle des Hotelpatrons für Sie von der des Spitzenkochs? 

Der größte Unterschied des Hoteliers im Vergleich zum Gastronomen ist sicherlich das 24/7 des Hotels. Die Diepeschrather Mühle ist ein Hotel, was rund um die Uhr besetzt ist – und das heißt, es gibt eigentlich keinen Moment, in dem man nicht bereit sein muss, für seine Gäste einzuspringen.

Was war für Sie persönlich das herausforderndste, aber vielleicht auch das schönste Erlebnis auf dem Weg zum Opening?

Das herausforderndste Erlebnis und gleichzeitig natürlich auch das schönste Erlebnis ist der Fortschritt der Bauarbeiten. Es ist natürlich immer ein sehr diffiziles und nicht immer einfaches Unterfangen, denn Bauen und vor allem Bauen im Bestand birgt immer seine Tücken. Da kommen immer wieder auch Dinge zutage, mit denen man nicht gerechnet hat, die man umschiffen muss und mit denen man flexibel und präzise umgehen muss. Aber trotzdem ist der Prozess des Entstehens, an dem jeder Tag sozusagen ein Weiterbringen des Objektes ist, ein sehr schöner Prozess. 

Die Diepeschrather Mühle soll ihren Schwerpunkt auf der Kulinarik haben. Können Sie uns einen Einblick in diese geben?

Die Diepeschrather Mühle benutzt den Slogan „Tasteful Hideaway“ und das liegt darin begründet, dass wir bzw. ich als Gastgeber und leidenschaftlicher Koch die Kulinarik großschreibe. Das heißt, der Gast wird von der Begrüßungsszenerie in der Lobby bis hin zur Brasserie oder ins Gourmetrestaurant immer wieder mit Kleinigkeiten, wie Pralinen von der Konditorei auf den Zimmern verköstigt. Überall ist die Kulinarik präsent und wird natürlich von mir besonders betreut.

Und was tun Sie, damit sich die Gäste bei Ihnen rundum wohlfühlen können? 

Das Schöne ist, die Diepeschrather Mühle wurde vom Erbauer und Eigentümer Werner Ahrens schon so hergestellt, dass es für mich einfach die perfekte Fläche ist, um darauf aufzusetzen – ein Kleinod inmitten eines Naturschutzgebietes, nahe der Metropole Köln. Aber auch Bergisch Gladbach macht es zu einem ganz besonderen Ort. Und natürlich ist es auch ein „Relais & Châteaux“-Haus und da haben wir natürlich entsprechende Standards. Sauberkeit und Hygiene gehört selbstverständlich in jedes Haus. Nicht nur bei der Küchenhygiene greife ich gerne auf P&G Professional zurück – auch in allen anderen Bereichen, die den Hotelbetrieb betreffen. Die Marken von P&G Professional bieten einfach ein breit aufgestelltes Portfolio, das die Bedürfnisse meines Betriebs abdeckt.

Verraten Sie uns abschließend: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Für die Zukunft möchte ich mein neues Domizil, also die Diepeschrather Mühle als Hotel mit seiner Gastronomie nach vorne bringen. Gemeinsam mit meinem Team will ich die Mühle zu einem Ort machen, der eine identitätsstiftende Gastronomie bildet, bei der die Menschen mehr erleben können als nur die reine Nahrungsaufnahme. Die Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen, runterkommen und sich vom Alltagsstress erholen können. Mein Ziel ist es, dass sie die Mühle mit einem Lächeln im Gesicht verlassen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Müller!

(SAKL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Nelson Müller
Neuer Schritt
Neuer Schritt

Nelson Müller will eigenes Hotel eröffnen

Der Spitzenkoch hat ein Haus in Bergisch Gladbach übernommen. Geplant ist ein eigenes Hotel mit kulinarischem Schwerpunkt. Dafür soll auch Nelson Müllers Restaurant Relais & Châteaux Schote hier einziehen. 
Moritz Feichtinger, neuer Küchenchef der Schwabenstube im Hotel Adler Asperg. (Foto: © Adler)
Gastronomie
Gastronomie

Neuer Küchenchef für die Schwabenstube

Der 26-jährige Küchenmeister und Gastronom Moritz Feichtinger soll dem Gourmet Restaurant neue Impulse verleihen und die Traditionsküche des Adlers fortführen. Erst gestern wurde der Guide Michelin-Stern für das Gasthaus zum 18. Mal in Folge bestätigt.
Villa N von Benko
Hotelpläne
Hotelpläne

Benkos Villa könnte ein Hotel werden

Die frühere „Villa N“ war der Familiensitz von Ex-Milliardär René Benko. Das Anwesen in Innsbruck-Igls gehört zur Insolvenzmasse. Nun wird geprüft, ob es künftig als Hotel genutzt werden kann.
Tryp by Wyndham The Hague Scheveningen
Hoteleröffnung
Hoteleröffnung

Tryp by Wyndham eröffnet an der Küste von Den Haag

Mit dem Tryp by Wyndham The Hague Scheveningen eröffnet Wyndham ein neu positioniertes Lifestylehotel in den Niederlanden. Das Haus an der Nordseeküste verbindet historische Substanz mit einem designorientierten Boutique-Erlebnis und erweitert die Präsenz der Marke an einem Standort mit ganzjähriger Leisure- und Business-Nachfrage.
Gstaad Palace
Auszeichnung
Auszeichnung

Gstaad Palace verteidigt Platz 1 im Bilanz Hotelranking

Das Fünf-Sterne-Superior-Haus führt das Hotelranking der „Bilanz“ zum vierten Mal in Folge an. Zugleich meldet das Haus einen starken Sommerstart und positive Resonanz auf das neue Restaurant Gildo’s al Fresco.
Palais Coburg
Wiedereröffnung
Wiedereröffnung

Palais Coburg öffnet wieder in Wien

Ab dem 3. August 2026 empfängt das Palais Coburg wieder Hotelgäste. Das Wiener Haus wird künftig als privates Gästehaus mit 36 individuell gestalteten Suiten, Spa und persönlichem Service geführt.
Alpenhof Murnau
Modernisierung
Modernisierung

Nach Eigentümerwechsel: Alpenhof Murnau investiert rund 500.000 Euro

Erst Anfang des Jahres hat Peter Inselkammer die Immobilie des traditionsreichen Fünf-Sterne-Resorts am Staffelsee übernommen. Gemeinsam mit Hotelchef und Pächter Christian Bär hat er nun erste gemeinsame Vorhaben umgesetzt. Rund eine halbe Million Euro flossen in den Gästekomfort.
Strandhotel Sylt
Übernahme
Übernahme

Heimatquartier Hotels übernehmen Strandhotel Sylt

Das Traditionshaus in Westerland wird Teil der inhabergeführten Hotelgruppe. Ab Herbst 2027 soll es umfassend modernisiert und zu einem Full-Service-Hotel weiterentwickelt werden.
Me and All Hotel Leipzig
Eröffnung
Eröffnung

Hyatt eröffnet Me and All Hotel Leipzig

Hyatt baut sein Lifestyle-Portfolio in Deutschland weiter aus: In Leipzig hat das Me and All Hotel mit 282 Zimmern eröffnet. Es ist das achte Haus der Marke in Deutschland und das neunte in Europa.