Exzessive Partynächte

Regensburger Gastronomen wollen keine Junggesellenabschiede mehr

Gruppe auf Party
In Regensburg werden feierwütige Junggesellen kaum mehr Kneipen finden, die sie rein lassen. (© Astarot / fotolia)
Junggesellenabschiede sind meist feuchtfröhlich und nicht selten peinlich. Es wird von Kneipe zu Kneipe gezogen und das mit einem immer höher werdenden Alkoholpegel. In Regensburg haben die Gastronomen nun genug von den ausschweifenden Partys.  
Freitag, 12.05.2017, 13:36 Uhr, Autor: Felix Lauther

Jedes Wochenende bevölkern angetrunkene Junggesellen und deren Partybegleitungen die bundesdeutschen Innenstädte. In Herden ziehen sie lautstark durch die Gassen und machen in der einen oder anderen Kneipe Rast. In der Regensburger Gastronomie ist man von der „Olympiade der Peinlichkeiten“ allerdings weniger begeistert und zeigt den feuchtfröhlichen Gelagen die rote Karte: Nach einem Bericht der Zeitung „Mittelbayerische“ haben sich nun 15 Wirte zusammengetan, um gegen die Junggesellenabschiede mobil zu machen.

Zerstörungswut und Belästigung anderer Gäste
In der Zeitung veröffentlichten die verärgerten Gastronomen nun einen offenen Brief: „Über die Jahre hinweg ist aus dem letzten Aufbäumen vor der Ehe eine Olympiade der Peinlichkeiten, der Aggression und der Zerstörungswut geworden.“ Um dem Einhalt zu bieten, würden ab sofort sämtliche Junggesellenabschiede von den betreffenden Kneipen abgewiesen. „Wir wollen keine […] mehr bei uns haben, weder in männlicher noch in weiblicher Form – wobei natürlich die Männer in der Regel für die übleren Auswüchse verantwortlich zeichnen“, erklärt Martin Stein, Wirt der Regensburger Wunderbar.

Gäste würden sich durch die angetrunkenen und lauten Gesellschaften gestört fühlen. Zudem beklagen die Wirte immer wieder Vandalismus durch die Junggesellen und deren Begleiter: „Jeder Euro Umsatz scheint drei Euro zerstörtem Mobiliar zu entsprechen“, ergänzt Stein in der „Mittelbayerischen“. Aufkleber an den Türen der Bars sollen die betroffenen Gruppen künftig auf das „Hausverbot“ hinweisen. (Stern.de / Mittelbayerische / FL)

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