Halbjahresbilanz 2021

Accor verzeichnet weiterhin Verluste

Accor musste im ersten Halbjahr einen Rückgang der Erlöse um zehn Prozent verzeichnen. CEO Sébastien Bazin zeigt sich jedoch zuversichtlich, den Aufschwung im zweiten Halbjahr nutzen zu können.

Freitag, 30.07.2021, 09:44 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Accor-Logo auf gläsernem Gebäudedach

Trotz Verlusten blickt Accor positiv auf das zweite Halbjahr. (Foto: © Florence Piot/stock.adobe.com)

Der konsolidierte Umsatz im ersten Halbjahr 2021 belief sich bei Accor auf 824 Millionen Euro – ein Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 und 53 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Dennoch blickt Sébastien Bazin, Chairman und Chief Executive Officer bei Accor, positiv auf das zweite Halbjahr: „Seit Mai haben wir eine deutliche Erholung erlebt. Die positiven Anzeichen, wie die zunehmende Einführung von Impfstoffen und die schrittweise Wiedereröffnung der Grenzen, werden sich über den Sommer fortsetzen. In der ersten Jahreshälfte konnte Accor seine operative Leistung deutlich verbessern. Außerdem haben wir unsere Liquidität und unsere Investitionen weiterhin effizient und umsichtig verwaltet. So sind wir mit einer soliden Bilanz und einer zunehmend agilen und effizienten Organisationsstruktur auf den Aufschwung vorbereitet. Es ist noch zu früh, um die Aussichten für das Jahresende vollständig zu definieren, aber wir sind zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, den Aufschwung in allen Regionen zu nutzen und eine neue Vision des Reisens zu verwirklichen“, so Bazin.

RevPar variiert je nach Region

Der RevPAR fiel um 60 Prozent gegenüber H1 2019. Wobei der Rückgang in den einzelnen Ländern variiert: Während sich die Situation in einigen Regionen bereits gegenüber dem ersten Quartal des Jahres deutlich verbessert hat, leiden andere nach wie vor unter den staatlichen Restriktionen im Zusammenhang mit der Covid-19-Gesundheitskrise.

Währungseffekte und Veräußerungen wirken sich negativ aus

Akquisitionen und Veräußerungen wirkten sich mit -19 Mio. Euro negativ aus – vor allem aufgrund der Veräußerung von Mövenpick-Pachthotels Anfang März 2020. Aber auch Währungseffekte schlugen mit 16 Mio. Euro in die Miesen –  hauptsächlich aufgrund des US-Dollars (+10%) und des brasilianischen Real (+21%).

Niedriges Nettowachstum erwartet

In der ersten Jahreshälfte 2021 eröffnete Accor 121 Hotels mit 15.000 Zimmern, was einem Nettowachstum von +1,9 Prozent im Zwölfmonatszeitraum entspricht. Das Tempo der Bruttoeröffnungen war gedämpft, da die Hoteleigentümer den Aufschwung mit Vorsicht verfolgen. Die Gruppe erwartet insgesamt ein Netto-Systemwachstum im niedrigen Bereich zwischen 3 und 4 Prozent.

Ende Juni 2021 verfügte die Gruppe über ein Portfolio von 762.000 Zimmern (5.199 Hotels) und 211.000 Zimmern (1.203 Hotels) in der Pipeline.

(Accor/NZ)

 

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