Gastgewerbe

Airbnb geht auf Hotelleriebranche zu

Ein Hotelschlüssel mit dem Aufdruck Airbnb
Die Plattform Airbnb möchte zukünftig den Bereich Boutique-Hotels stärken und die entsprechenden Schnittstellen ausbauen. (© picture alliance/Arco Images GmbH)
Die Plattform für Unterkunftsvermietungen will bis 2028 weltweit jährlich eine Milliarde Gäste erreichen. Das Unternehmen sieht sich dabei als „Ergänzung“ an und lädt alle Hotels zur direkten Kontaktaufnahme ein.  
Mittwoch, 02.01.2019, 12:16 Uhr, Autor: Thomas Hack

Die Plattform Airbnb will ehrgeizige Wachstumsziele verwirklichen. „Airbnb hat weltweit in den zehn Jahren des Bestehens 400 Millionen Gästeankünfte verzeichnet“, ließ der Geschäftsführer des Unternehmens für die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz, Alexander Schwarz dieser Tage verlauten. „Bis 2028 wollen wir weltweit jährlich eine Milliarde Gäste erreichen. Wir wachsen weiter, das authentische und individuelle Reisen ist kein Nischentrend.“ Der Airbnb-Chef erläuterte in diesem Zusammenhang auch die neue Strategie des Unternehmens. „Ein wichtiger Bestandteil ist, dass wir den Bereich Boutique-Hotels stärken und die entsprechenden Schnittstellen ausbauen wollen. Wir haben schon seit vielen Jahren Hotels auf unserer Plattform, die Airbnb ausprobieren wollten und den Charme gesehen haben, neue Kunden zu gewinnen“, so Schwarz weiter.

„Airbnb und Hotels sind keine Feinde!“
Das Verhältnis zur Hotellerie sei ihm zufolge nicht so schlecht wir es oft dargestellt werde. „Wir haben bereits viele positive und freundliche Kontakte mit Hoteliers weltweit. Airbnb und Hotels sind keine Feinde.“ Heutzutage seien bei Airbnb weltweit bereits 24.000 Inserate von Hotels zu finden. „Wir sehen uns als Ergänzung und laden alle Hotels ein, mit uns in Kontakt zu treten.“ Schwarz kündigte auch eine weitere Zusammenarbeit mit den Kommunen an. „Airbnb spiegelt die Art und Weise wider, wie viele Menschen heute verreisen möchten. Wir wollen mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen zugute kommen und von den neuen Möglichkeiten profitieren lassen.“ In vielen Städten gebe es eine höhere Verdichtung durch den großen Zuzug. „Verantwortungsvolles Homesharing kann eine Lösung sein.“ Im Januar 2018 habe es bundesweit bei Airbnb über 135.000 Unterkünfte zur Auswahl gegeben, davon in Berlin etwa 28.000, in München 10.000, in Hamburg 9.000 und in Köln 7.000. (ots/TH)

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