Schließungen

Nach Revo-Insolvenz: Erste Hotels stellen Betrieb ein

Mövenpick Hotel Frankfurt City
Das Mövenpick Hotel Frankfurt City ist eines der Häuser der Revo Hospitality, die ihren Betrieb einstellen. (Foto: © Solarisys/stock.adobe.com)
Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat erste konkrete Auswirkungen auf einzelne Standorte. Zwei Häuser haben ihren Betrieb eingestellt, wie jetzt bekannt wurde. 
Montag, 16.02.2026, 15:05 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group zieht erste Hotelschließungen nach sich. Mit dem Mövenpick Hotel Frankfurt City und dem Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen stellen zwei Häuser ihren Betrieb ein. Damit sind erstmals namentlich bekannte Standorte betroffen, nachdem die Revo Hospitality Group im Januar für 140 Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hatte.

Regelinsolvenzverfahren beantragt

Zur Revo Hospitality Group gehören mehr als 200 Hotels in zwölf europäischen Ländern. Am 16. Januar haben davon 125 Hotels beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. In den Tagen danach folgten weitere Häuser mit Anträgen in Eigenverwaltung. Insgesamt sind hiernach rund 175 Hotels Teil der Fortführung in Eigenverwaltung, wie das Unternehmen nun mitteilt.

Die Geschäftsbetriebe dieser Häuser konnten jedoch erfolgreich stabilisiert werden, betont die Gruppe. Die Hotels könnten gebucht werden und die betroffenen Mitarbeiter würden Insolvenzgeld erhalten.  

Daneben gibt es vier Gesellschaften, für die ein Regelinsolvenzverfahren beantragt wurde. Dies sei der Fall, weil schon vor Antragstellung die Schließung des betriebenen Hotels feststand bzw. in einem Fall die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Fortsetzung nicht vorlagen, teilt das Unternehmen mit. Aus dem gleichen Grund werde noch für vier weitere Gesellschaften im Ausland ein Regelinsolvenzverfahren beantragt.

Im Unterschied zur Eigenverwaltung bleibt bei einem Regelinsolvenzverfahren die bisherige Geschäftsführung nicht federführend im Amt, sondern ein Insolvenzverwalter entscheidet über Fortführung, Verkauf oder Schließung.

Keine weiteren Schließungen vorgesehen

Das Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen befindet sich dabei in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Lucas Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing bestellt.

Der Betrieb des Hauses wurde jedoch bereits eingestellt. Auf der Webseite des Hauses heißt es: "Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Hotelbetrieb des Aedenlife Hotel und Resort Rügen aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft nicht wie geplant fortführen können und aus diesem Grund auch keine Buchungen mehr annehmen." Gäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich informiert.

Das Mövenpick Frankfurt City und das Vienna House Easy in Hannover wurden aktuell ebenfalls geschlossen. Letzteres, weil der Eigentümer dieses nicht als Hotel weiterbetreiben möchte. Daneben gibt es ca. fünf bis sechs Hotels, die bereits bei Antragstellung geschlossen oder in der Schließung waren.

Weitere Schließungen von Hotels, für die Eigenverwaltung beantragt wurde, sind aktuell nicht vorgesehen, betont das Unternehmen. Diese Hotels würden stabil laufen und könnten gebucht werden.

(GT Restructuring/Revo Hospitality Group/SAKL)

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